IDM Saison 2021 – 4x am Start, 3x auf dem Podium – kaum daran geglaubt das dies möglich ist – wir sind überglücklich! :-)))

Hier unser Bericht aus Schleiz, im Gesamtpaket von Strecke, Streckenposten und Besucher vermutlich die schönste Veranstaltung in der Saison!

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Entschuldigt bitte, aber irgendwie glitt mir die Zeit zwischen den Fingern durch und es hatte nicht für einen Bericht vom Nürburgring gereicht – wir waren im Rahmen der Int. Sidecar Trophy am Start um einiges zu testen und dabei sprang dann ein 2. Platz und ein 5. Platz heraus.

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Wie sagt man so schön, Schleiz / Schleizer Dreieck ist immer eine Reise wert, ich liebe die Strecke (wenn sie trocken ist), ich freue mich auf die vielen interessierten Besucher und freue mich sehr über die sehr motivierten Streckenposten – vielen Dank für euren Besuch in unserem Zelt und das Daumendrücken wenn wir auf der Strecke waren!

Aber nun mal zum eigentlichen Thema, in Schleiz stand der 3. und 4. Lauf zur Int. Deutschen Meisterschaft an und im Gegensatz zu früher gelten wir aktuell zu den gejagten, denn wir sind aktuell 2. in der Meisterschaft und den Platz wollen uns einige Teams streitig machen!

Zum ersten mal fühlte es sich alles fast normal an, wir durften mit dem gesamten Team anreisen und es gab keine Maskenpflicht, usw.. So waren aus Tschechien Ondrej, Marta, Lenka, Petr und die Kinder angereist und das Team Königswartha bestehend aus Fritze, Lars und Kathrin.

Mit dem aktuell 2. Platz in der Meisterschaft wollten wir uns selber versuchen keinen Druck zu machen, auch wenn der eine oder andere kam und fragte … „wollt ihr den Platz verteidigen, ausbauen?“ … usw. … dies ließen wir meistens unkommentiert, denn unser Motto ist bestmöglich fahren und die karierte Flagge am Ende vom Rennen erreichen / sehen – allerdings spürten wir auch die Nervosität im Team, denn das Gespann wurde intensiver als je zuvor durchgescheckt, denn ein Ausfall wäre jetzt einfach nur sehr sehr schlecht!

Am Freitag um die Mittagszeit war dann das erste Freie Training, wir konnten bei sommerlicher Hitze und trockener Strecke, nach einem Jahr Pause, die ersten Meter auf dem Schleizer Dreieck zurücklegen. Im Vorfeld informieren wir uns immer welche Zeiten wir beim letzten Event hier gefahren sind und ebenso welche Zeiten die Spitzenteams erreicht hatten – wir hatten eine 1.40 und die Spitze lag damals bei 1.33 (das war 2019) … deshalb war unser Wunsch unter die 1.40 zu kommen. Das Training lief sehr gut und Ondrej und ich fühlten uns sehr schnell sehr wohl -> trotzdem waren wir überrascht wie einfach wir auf eine Rundenzeit von 1.379 kamen und somit hier im ersten Training unser Wunsch erfüllt wurde. Das Training beendeten wir somit auf P4 von 16 und wir waren mit unserer Zeit und Platzierung sehr zufrieden – allerdings war es nur ein freies Training …

Am Abend dann das Q1, jetzt mussten wir zeigen dass die schnelle Runde aus dem Freien Training nicht nur Glück war … Beim Rausfahren auf die Strecke hat sich eine gewinnbringende Konstellation ergeben, wir waren direkt hinter Michael Grabmüller und konnten uns so an Ihm orientieren und von Ihm ziehen lassen (danke Michi). Auch in diesem Training war für uns sehr schnell klar dass sich die viele Arbeit im Winter rentiert hat, denn wir verbesserten unsere Zeit aus dem freien Training um weitere 0,8 Sekunden sodass wir am Ende des Trainings auf P4 standen mit einer Zeit von 1,371 … Abstand zu Grabi nur 0,3 Sekunden und knapp 1 Sekunde Vorsprung zu P5. Das Team war super glücklich, denn damit sah es so aus als könnten wir an den Ergebnissen von Most anknüpfen -> so konnten wir mit guter Stimmung uns dem „Langen Sidecar Tisch“ anschließen und einen schönen Abend verbringen.

Samstagvormittag dann das Q2, ich hatte die Hoffnung nochmal mit Michi zusammen raus fahren zu können, aber dies hat sich leider nicht ergeben. In den ersten 1-2 Runden waren wir noch mit mehreren Gespannen unterwegs sodass noch keine zeitliche Verbesserung erreicht werden konnte. Weiterhin hatten wir auch das Fahrwerk verändert, dies fühlte sich aber nicht gut an, daher fuhren wir in die Box und machten dies wieder rückgängig.

Beim rausfahren aus der Box ergab es sich dass wir genau hinter Sattler und Grabi auf die Strecke kamen und ich versuchte den beiden zu folgen. Dies gelang mir sehr gut und ich konnte wiederum die Linie studieren und mich von Ihnen ziehen lassen, dadurch verbesserten wir unsere Rundenzeit auf 1,36592 und sicherten uns den 4. Startplatz für die beiden anstehenden Rennen.

Samstag ca. 17:50 Uhr dann der Start zum ersten Rennen, war schon etwas ungewohnt von P4, aus der zweiten Reihe zu starten. 😉 Der Start gelang uns ganz gut, aber wie befürchtet schoss unser Altmeister Peter Schröder mit seiner 1000er an uns vorbei und platzierte sich vor uns. Sehr schnell konnten wir feststellen dass an der Spitze Roscher, Sattler und Grabmüller sich leicht absetzten und wir durch den Zweikampf mit Schröder den Anschluss verlieren werden.

Daher tat ich alles was in meiner Macht stand und bremste mich in der Summe dreimal an Peter Schröder vorbei, aber in der folgenden Passage schob er sich wieder ganz gemütlich durch seinen Leistungsvorteil an uns wieder vorbei – war auf der einen Seite sehr frustrierend aber auf der anderen Seite eine tolle Show für die Fans.

Auf der Boxentafel konnte ich entdecken dass die 0 gezeigt wurde, d.h. ein nachfolgendes Gespann mit 0 Abstand – das war Peter Kimeswenger und Kevin Kölsch, unsere Vereinskollegen, die ebenfalls vom Motorsportverein Königswartha betreut werden. Wir leisteten uns ein paar Runden einen fairen Zweikampf mit Positionswechsel und auch Kimi schaffte es dann sich am Schröder vorbei zu bremsen, doch wie bei uns konterte der Altmeister durch seine Mehrleistung. -> großer Respekt an Peter Schröder, der mit über 70 so eine tolle Leistung hier gezeigt hat und vor allem nach seinem schweren Unfall wieder so zurück gekommen ist.

In der vorletzten Runde bremste ich mich an Kimi vorbei und mein Plan war eine Runde „Kampflinie“ zu fahren, dies klappte auch und durch ein Überrundung Manöver schaffte ich ein paar weitere Meter zwischen uns zu bringen so dass wir die Zielflacke knapp hinter Peter Schröder und 1,7 Sekunden vor Peter Kimeswenger passierten.

Erst bei erneuter Durchfahrt des Start/Ziel Bereiches, nach der Auslaufrunde, haben wir dann mitbekommen dass wir den 2. Platz in der 600er Wertung erreicht haben, denn leider ist Michael Grabmüller kurz vor Schluss mit einem technischen defekt ausgefallen.

3. Rennen – 2. Podest, die Freude im Team war riesig!!! :-))))

Den Abend haben wir mit einem schönen Grillfest mit unseren Holländischen Freunden Team Halo, Mathilde, Wout und Team ausklingen lassen.

Das Zweite Rennen startete am Sonntag um die Mittagszeit, der Start war leider nicht ganz so gut, deshalb waren leider mehr Gespanne vor uns auf dem Weg hoch zum Buchhübel als im ersten Rennen. Doch mit dem Wissen das wir einen neuen Vorderreifen aufgezogen hatten und somit einen sehr guten Gripp vorne hatten, ging es Vollgas runter Richtung Stadt wo wir auf letzter Rille Team Kapsch ausbremsten, sorry falls dies zu hart war.

Danach befanden wir uns wieder in der gleichen Position wie im ersten Rennen, knapp hinter Schröder und Grabmüller in Sichtweite, aber diesmal konnten wir leider das Tempo nicht mitgehen. Wir merkten sehr schnell dass wir zusätzlich zum neuen Vorderreifen am besten auch einen neuen Hinterreifen hätten aufziehen müssen, denn dieser lies Runde für Runde nach und es war schwer dauerhaft schnelle Runden zu fahren.

Auch dieses mal funktionierte das Team an der Box perfekt, danke an Fritze und Lars, denn Sie zeigten mir den Abstand nach hinten an und daran konnte ich erkennen das Runde für Runde ein Gespann näher kam und das war mal wieder das Team Kimeswenger / Kölsch. Der Hinterreifen wurde immer schlechter und somit auch die Rundenzeiten, doch wir schafften es den 3. Platz mit einem Vorsprung von 0,679 Sekunden ins Ziel zu retten.

Wir haben dann mal zusammen gerechnet, der Hinterreifen kam zum Q1 neu drauf, hatte am Ende ca. 50 Runden, das ist wohl zu viel gewesen! 😦 … ich glaube wir müssen mehr in Reifen investieren …

Somit haben wir dann im 4. Rennen das dritte Podest erreicht und bestätigen damit auch den zweiten Platz in der Internationalen Deutschen Meisterschaft.

Vielen Dank an das komplette Team für die tolle Arbeit, vielen Dank an alle Freunde und Unterstützer, vielen Dank für die zahlreichen Tipps.

Der nächste Lauf findet in Assen statt, wir werden unser bestes geben … ich halte Euch auf dem Laufenden – Euer Markus

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