Hockenheimring – Heimrennen von Markus, leider ohne Ondrej

Eigentlich wollte Ondrej und ich zusammen in Hockenheim angreifen und durch gute Leistung uns ein paar verlorene Punkte zurückholen … aber dann kam alles ganz anders.

Im Laufe des Mittwochs verkündete die Bundesregierung dass ein großer Teil der Nachbarstaaten zum Risikogebiet erklärt wurden und somit eine Einreise aus diesen Ländern nur mit Quarantäne oder mit einem negativen Corona Test möglich ist – hierzu zählt auch Tschechien!

Nun muss man wissen dass man dort einen Test mit einem Vorlauf von 2 Tagen beantragen muss – somit haben wir zusammen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entschieden dass Ondrej nicht nach Hockenheim kommen wird. 😦

Aber Ondrej hatte schon Anfang der Woche Gerüchte gehört dass dies so kommen könnte und mich gebeten mich nach einem Ersatzbeifahrer zu erkundigen … spontan haben Fritze und ich an Kathrin Arnschek gedacht, Sie bringt Erfahrung aus der Klassik und der Sidecar Trophy mit. Schnell war der Kontakt aufgenommen und Kathrin hat sofort zugesagt, auch mit dem Hinweis dass wir es Ihr dann erst kurzfristig sagen können … dies geschah dann Mittwoch Nachts.

Kathrin kommt aus der Nähe vom Sachsenring und somit war schnell klar das Fritze und Kathrin zusammen nach Hockenheim fahren werden und so war das Team am Donnerstagabend vollständig.

Am Freitagmorgen sind wir dann sehr früh zur Papierabnahme und das Drama sollte damit beginnen … mit der Erfahrung vom letzten Jahr und der Info die ich im Vorfeld bekommen hatte waren wir uns sicher dass wir das Lizenz Thema für Kathrin im Griff haben – denn Sie hatte für diese Veranstaltung sich eine RaceCard beim DMSB bestellt.

Aber leider mussten wir lernen dass diese RaceCard nicht ausreicht, sondern eine B+ Lizenz benötigt wird 😦 … alle Beteiligten waren sehr bemüht eine Lösung zu finden, vielen Dank dafür, aber dann stellte es sich heraus dass die einzige Lösung ist die B+ Lizenz zu beantragen … in sehr vielen Telefonaten mit den Mädels vom DMSB klärten wir es ab wie wir dies innerhalb von ein paar Stunden über die Bühne bekommen könnten, denn um die Mittagszeit wollten wir am Freien Training teilnehmen.

Mit Hilfe des Sport Kommissar und vor allem durch die Hilfe seiner Sekretärin (glaube ich) konnten wir zusammen das Thema angehen, aber uns lief die Zeit davon, denn zum erlangen der B-Lizenz wird eine Ärztliche Untersuchung und ein Sehtest benötigt. Die ärztliche Untersuchung konnte Kathrin im Medical Center machen, doch leider keinen Sehtest. Daher mussten wir für den Sehtest aus dem Fahrerlager raus und zu einem Optiker in die Innenstadt nach Hockenheim. Mittlerweile hatte das Freie Training schon begonnen, leider ohne uns … mit der Unterschrift vom Arzt und vom Optiker konnten wir den Lizenz Antrag zurück an den DMSB schicken, wir hatten mittlerweile sogar die Handynummern und uns wurde versprochen dass statt 12 Uhr bis 14 Uhr unser Antrag bearbeitet wird -> dies geschah dann auch und ca. um 13.30 Uhr war dann klar dass wir wieder im Spiel waren 🙂

Am Freitag Abend fand dann das erste Zeit Training statt, das hieß die erste Ausfahrt von Kathrin und mir konnte beginnen. 🙂 Im Vorfeld haben wir darüber gesprochen dass wir ein paar Runden zum Kennenlernen drehen und dann erst mal in die Boxengasse abbiegen, genauso machten wir es. Die ersten Runden fühlten sich schon sehr gut an obwohl die Strecke teilweise sehr rutschig war. In der Boxengasse haben wir uns kurz besprochen und sind dann nochmal für 2-3 schnelle Runden raus auf die Strecke – dies hat sich rentiert, denn am Ende vom Training lagen wir auf P14 und dies für die erste gemeinsame Ausfahrt – wir waren sehr zufrieden.

Samstag um die Mittagszeit dann das zweite Zeit Training. Das Wetter hatte sich verändert und es waren zum Glück eindeutige Bedingungen – zwar eindeutig nass, aber dass kam uns entgegen, denn im Nassen muss der Beifahrer nicht so genau nach den Griffen schauen bzw. ist es nicht ganz so schlimm wenn die Griffe für den Ersatzbeifahrer nicht so optimal passen, denn bei diesen Bedingungen geht es hauptsächlich Druck auf das Hinterrad zu bringen.

Die ersten Runden fühlten sich sehr gut an so dass wir von Runde zu Runde schneller wurden, bis wir im zweiten Drittel des Trainings plötzlich, bei der Anfahrt auf das Motodrom, einem wilden Dreher mit beinahe Überschlag absolvierten – mit einem sehr guten Stunt von Kathrin konnte ich das Gespann gut abfangen … wir sortierten uns kurz, fuhren zurück in die Box, dort kurz die Technik kontrolliert und schnell war klar dass wir nochmal raus fahren. In der verbleibenden Zeit fuhren wir noch zwei schnelle gezeitete Runden, das waren unsere schnellsten Runden diese Trainings und damit waren wir in diesem Training auf P10 gelandet.

Allerdings waren die Rundenzeiten des Q1, weil es trocken war, eindeutig schneller und somit mussten wir uns mit der Startposition P14 zufrieden geben.

Im Vorfeld war klar dass es in Hockenheim nur ein Rennen gibt und dies fand dann am Samstagabend statt. Das Wetter war mittlerweile sehr wechselhaft, teilweise hatte es abgetrocknet und dann setzte plötzlich wieder der Regen ein. Deshalb gab es zum Rennen dann wieder ein bisschen Ungewissheit welche Reifen die richtige Wahl sind … auch Reifenpoker genannt. Wir entschieden uns für Regenreifen, wie die Mehrheit des Starter Feldes – auch hier bin ich ganz ehrlich, bei solchen Verhältnissen gehe ich auf Nummer Sicher, lieber fahre ich die Regenreifen kaputt als auf Slicks dass Gespann kaputt zu machen.

Dann kam der Start bei wieder einsetzendem Nieselregen, dieser klappte eigentlich sehr gut, doch in der ersten Kurve gab es einen Unfall vom Team Zimmermann, diese kamen von der Strecke ab und überschlugen sich Mitten auf der Strecke (soweit nicht schlimmeres passiert) … allerdings wurde dadurch das Feld sehr durcheinander gebracht, denn jeder versuchte irgendwie am Gespann und Beifahrer vorbei zu kommen.

Einen kurzen Moment schoss mir der Gedanke durch den Kopf dass es hier zu einem Abbruch kommen könnte, doch dieser verflog schnell denn ein paar Meter weiter waren alle Teams wieder voll am Gas. Die Streckenposten machten einen super Job, der bei der nächsten Durchfahrt war nichts mehr vom Unfall zu sehen und alles konnte gewohnt weiter laufen.

Kathrin und ich nutzen unser gutes Gefühl aus dem nassen Training und drehten sauber und schnell unsere Runden, sodass wir uns auf Position 10 wieder fanden. Gegen Ende des Rennens trocknete es dann stärker ab, sodass jedes Team mit Regenreifen so seine Probleme bekam, denn die Reifen werden bei abtrocknender Piste zu heiß und bieten nicht mehr genügend Gripp beim Beschleunigen und beim Bremsen. Dies merkten wir auch sehr stark, denn beim Beschleunigen war das Gespann sehr unruhig und beim Bremsen ebenso – hier wäre es hilfreich gewesen wenn ich die Bremskraft hätte mehr aufs Vorderrad verstellen können, die Bremsverstellung gibt es zwar, aber da komme ich beim Fahren nicht hin. 🙂

Am Schluss wurde es nochmal sehr spannend, denn das Team Kranenbourg / Zimmermann konnte das Tempo nicht mehr halten und der Abstand reduzierte sich in der letzten Runde auf 0,5 Sekunden bei der Zieldurchfahrt.

Es war ein super Rennen, vielen Dank an Kathrin fürs Aushelfen und den sehr guten Job im Seitenwagen. Ebenso vielen Dank an alle die uns bei der Lizenz Thematik unterstützt haben und an Fritze und komplette Team und unsere Sponsoren.

Vielen Dank auch für die tollen Bilder an Biele-Pixxx und an Henk Teerink.

Zeitnah folgt nun der Bericht vom Sidecar Festival – bonovo Cup, viele Grüße euer Markus

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