Nicht zufrieden in Assen …zum ersten mal auf dieser Rennstrecke, wechselhafte Verhältnisse und technische Probleme

Die Überschrift sagt schon alles, da fällt es mir auch nicht so leicht darüber zu berichten! 😦

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Nach dem Auffahrunfall beim letzten Lauf in Most hatten die Jungs doch etwas mehr Arbeit mit der Verkleidung, denn außer der Nase mussten auch mehrere Risse geklebt und verstärkt werden.

Der zeitliche Ablauf innerhalb der IDM ist immer ähnlich, so fängt es für uns meistens am Freitag um die Mittagszeit mit einem freien Training an, so auch hier in Assen. Als Fahrer bin ich zum ersten mal in Assen und mit Sophie Sattelberger habe ich auch meinen vierten Beifahrer bzw. Beifahrerin im Boot (Danke Sophie für deine Unterstützung und den guten Job), d.h. erst einmal die Strecke kennen lernen und sich aneinander gewöhnen.

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Unter diesen Umständen waren wir doch sehr überrascht dass wir am Ende des Trainings uns in der Zeiten Liste auf Position 13 wiedergefunden haben.

Die Strecke gefällt mir gut, ist schnell und den Verlauf der Strecke konnte ich mir sehr gut merken … das Zusammenspiel mit Sophie hat auch sehr schnell gut geklappt … vor knapp 5 Jahren waren wir zum ersten mal miteinander unterwegs, damals auf dem ersten F1 600 Projekt 🙂

Am späten Nachmittag dann das Q1, die Strecke war trocken und bot so die besten Verhältnisse für schnelle Runden.

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Wir fühlten uns ganz wohl und verbesserten unsere Rundenzeit um 2 Sekunden gegenüber dem freien Training. Aber unsere Konkurrenten verbesserten sich auch und so rutschten wir in der Zeiten Liste auf P16 zurück.

In der Nacht von Freitag auf Samstag verschlechterte sich das Wetter und es begann zu Regnen, dies hielt auch den Samstag an. Zum Q2 hatte es leicht abgetrocknet, d.h. die Verhältnisse waren so wie ich Sie gar nicht mag, ein bisschen nass und ein bisschen trocken. 😦

Ich entschied mich für die Regenreifen, denn damit bin ich flotter unterwegs als mit Slicks auf nasser Piste. Allerdings als wir das Gespann zum Beginn des Trainings starten ging es sofort wieder aus und sprang nicht mehr an …. puhhh dass braucht kein Mensch so kurz vor dem Qualifying …

Fritze und ich haben dann mal auf die Schnelle die Elektrik zerpflückt, alles durchgeschaut, aber keinen offensichtlichen Fehler gefunden … plötzlich sprang das Gespann wieder an und wir konnten leicht verspätet ins Q2 starten … allerdings trocknete die Strecke so schnell ab dass es keinen Sinn machte mehr als 3-4 Runden mit den Regenreifen draußen zu bleiben.

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Beim Einfahren ins Fahrerlager schlug dann der Fehlerteufel wieder zu und dass Gespann ging wieder aus … zum Glück nicht auf der Rennstrecke … „wer sein Moped liebt der schiebt“ … arme Sophie …

Leider war somit keine Verbesserung unserer Rundenzeit möglich und wir mussten uns mit dem 16. Startplatz zufrieden geben.

Nach längerer Suche fanden wir dann auch den Fehler, eine Steckverbindung am Anlasser Relais war schon leicht verschmort und hatte mal Kontakt und mal keinen.

Das Wetter verbesserte sich leider nur für kurze Zeit, sodass den ganzen Tag über die Verhältnisse auf Strecke nicht einfach waren. Als dann noch ein Motorrad fast die komplette Strecke mit Öl verunreinigte gab es erst einmal einen Abbruch von über einer Stunde …. der Zeitplan kam ins Wanken und der Start der Gespanne war unklar.

Dann plötzlich die Info dass es in 20 Minuten los geht, also ab in die Lederkombis und auf zum Rennen. Die Verhältnisse waren weiterhin wechselhaft, zusätzlich wussten wir nicht wie es mit dem Öl auf der Strecke aussah – dies verursachte bei mir auch passend zum Wetter „gemischte Gefühle“.

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In solch einer Situation ist für mich klar dass die Sicherheit vor geht und daher signalisierte ich dem Team dass wir einfach nur versuchen heil das Rennen zu Ende zu fahren … denn noch fehlt mir dass perfekte Fahrgefühl für solche Verhältnisse.

Natürlich ist es möglich bei diesen Bedingungen schnell zu fahren, dass zeigten viele unserer Rennkollegen, aber mir fehlt noch die Erfahrung, schließlich bin ich dieses Jahr erst in die IDM eingestiegen …

Somit fuhren wir sehr verhalten los, versuchten keine Fehler zu machen und beendeten das Rennen ohne das Gespann und uns kaputt zu machen.

Ich freue mich auf das nächste Rennen in Assen bei hoffentlich trockenen Verhältnissen.

Danke für die tollen Bilder an Henk Mannes, an Biele-Pixxx und an Richard Nijhof.

Nächste Station ist jetzt dieses Wochenende, Heimrennen in Hockenheim, ich hoffe auf trockene Verhältnisse und wichtige positive Entscheidungen für die Saison 2020.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, Euer Markus

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