… von P16 auf P2 nach vorne gerast …im zweiten Rennen in Schleiz bei der Int. Sidecar Trophy :-)

Ein sehr gelungenes zweites Rennen haben wir in Schleiz beim Gaststart in der Int. Sidecar Trophy abgeliefert. Unser Team, Freunde und die Zuschauer waren begeistert von der Aufholjagd vom 16. Startplatz auf zwischenzeitlich die 2. Position.

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Erst einmal vielen Dank an Marta, für die vielen tollen Bilder vom Wochenende in Schleiz und danke auch dass ich Sie hier benutzen darf.

Aber wie immer fange ich mal wieder von vorne an … wie schon angekündigt ist seit Schleiz Ondrej der neue Beifahrer im Team und das Team wurde dadurch ein wenig größer: Ondrej als Beifahrer, seine Frau Marta als Fotograf und gelegentlicher Beifahrer, Marek als Mechaniker und Petr ebenso als Mechaniker.

Das Wetter für das Wochenende war nicht so gut angesagt, in der Vorschau war angekündigt dass das komplette Wochenende nass werden sollte. Für mich und Onrej war klar dass wir das ganze erst einmal langsam angehen lassen, er muss als erstes mal sich zurecht finden und ich muss schauen wie gut es mit Ihm klappt.

Freitag 17 Uhr dann das erste freie Training, wir fuhren im hinteren Drittel des Feldes auf die Strecke und legten gemütlich los. 1-2 Runden ließen wir uns Zeit für die Strecken Besichtigung und dann steigerten wir Runde um Runde das Tempo. Am Ende des Trainings fühlten wir uns ganz wohl und wurden mit der Rundenzeit von 1,473 auf P8 geführt. Wir waren mit unserer ersten gemeinsamen Ausfahrt sehr zufrieden.

Technisch mussten wir für das erste Qualifying am Samstag Morgen nichts ändern, wir haben nur die Daten aus dem Datarekording ausgelesen und einen normalen Service gemacht. Am 11 Uhr in der früh ging es dann ins Q1, weiterhin fühlte sich alles ganz gut an und wir kamen schnell auf die 1,47 wie im freien Training, aber leider nicht schneller. Viel experimentieren kann man in den Trainings nicht, denn durch die lange Strecke kann man nicht so viele Runden fahren in den 20 Minuten. Mit dieser Zeit landeten wir nun auf der 11. Position und hofften das wir diese im Q2 noch verbessern könnten.

Das Wetter war den Sidecars irgendwie wohlgesonnen, denn obwohl es in der Nacht sehr stark regnete und teilweise auch stürmte waren die Trainings der Gespanne bisher alle auf trockener Piste. So auch das Q2, in welchem wir unsere Verbesserung der Rundenzeit planten. Doch wie immer kam alles ganz anders und bei der ersten Start/Ziel Durchfahrt schlug die Defekt-Hexe mal wieder zu, bei Vollgas verschluckte sich der Motor und ging sofort aus … wie ließen Ende der Geraden das Gespann ins Fahrerlager rollen und stellten schon fest dass es sehr stark nach Benzin roch. Ondrej schob mich bis ins Zelt und dort stellten wir sehr schnell fest dass die Benzinleitung an der oberen Einspritzung sich gelöst hatte und somit Unmengen von Benzin die Airbox fluteten – wir hatten Glück dass dies nicht auf den Auspuff kam, sonst wäre unser schönes Gespann abgefackelt. 😦

Glück im Unglück, dass war kein großer Schaden, konnte schell behoben werden, aber das Training war damit futsch und somit auch eine Verbesserung der Rundenzeit. Dies bescherte uns dann den Startplatz 16 für beide Rennen.

Allerdings fehlten uns nun einige Test-Kilometer um zu bestätigen dass die Übersetzung und die Fahrwerkseinstellungen passen … wir sprachen mit anderen Teams und entschieden uns auch ohne es zu probieren die Übersetzung gravierend zu ändern und das Fahrwerk leicht anzupassen.

Am Samstagabend dann das erste Rennen, nun zeigte sich der Wettergott mal von der anderen Seite und er öffnete seine Schleusen … da war an ein abtrocknen nicht zu denken, deshalb Fahrwerk auf weich eingestellt und die Brems Verteilung nach hinten gedreht. Zum Start gab es zwei Einführungsrunden, denn wie schon gesagt waren die Trainings bisher nur auf trockener Piste.

Der Start ist mir nicht so gut gelungen und irgendwie fühlte ich mich bei der richtig nassen Piste nicht wohl, so verbesserten wir auch nicht unsere Position. Als ich dann auch noch im Zweikampf feststellte dass das Vorderrad sehr leicht blockierte und nur mit viel Glück kein Crash passierte, beschloss ich für mich einfach nur fertig fahren, denn hier ging es für uns um nichts, es war einfach nur Training für die IDM Lauf 14 Tage später. Wir beendeten unspektakulär das Rennen auf P12. Wir und das Team waren nicht ganz zufrieden, aber wichtiger war dass wir nichts kaputt gemacht haben. Der Wetterbericht für Sonntag versprach eine trockene Piste und für uns eine neue Chance zu zeigen was möglich ist. 🙂

Dann nach langem warten durften wir am späten Sonntagnachmittag zum zweiten Rennen an den Start. Das Wetter war zwar wechselhaft, aber die Strecke war weitgehend trocken. Also mit Slicks und Trocken Setup ab in die Besichtigungsrunde und nach dem beziehend der Startposition dann in die anschließende Einführungsrunde. Aus dieser zurück sollte eigentlich der Start erfolgen, doch leider hatte ein Team massive Probleme und das Gespann musste aus der Startaufstellung geborgen werden. Somit gab es eine weitere Einführungsrunde und dann endlich der Start.

Dieser gelang auch ganz gut, laut Fritze könnte der aber auch noch besser gehen … dann wurde es aber in der ersten Kurve recht eng, 22 Gespann brauchen halt Platz … ohne Lackaustausch verbesserten wir uns um ein paar Plätze und zeigten wo es hingehen soll.

Bei der ersten Überfahrt über Start/Ziel wurde mir schon die Verbesserung auf P13 angezeigt, dies motivierte mich sehr und so kämpften wir uns weiter nach vorne. Auf den schnellen Geraden hatten wir keine Chance gegen die 1000er Gespanne, aber am Buchhübel angesaugt und in der folgenden kurvigen Passage konnten wir unsere Vorteile ausspielen. Von mehrerern Fahrern bekamen wir ein großes Lob für die sauberen Überholmanöver und auch die Bestätigung dass Sie auch meist keine Chance hatten dran zu bleiben.

So verbesserten wir Runde um Runde unsere Position, hatten sehr viel Spaß auf der Strecke und booten den Zuschauern eine gute Show. Ich konnte es gar nicht glauben als im weitern Verlauf des Rennens mir auch einstellige Positionen angezeigt wurden. Dies krönte dann mit der Anzeige von P2 in der letzten Runde, ich hatte ein mächtiges Grinsen im Gesicht, doch dies sollten im letzten drittel der Strecke weichen … denn Lingo, ebenfalls als IDM Fahrer, hier auch nur als Gast unterwegs, wollte mit aller Gewalt zeigen dass man Ihn als 1000er nicht so einfach überholt und hielt massiv mit Lackaustausch dagegen … dies nutzen die Teams Krist und Wirth und schoben sich ebenfalls wie Lingo vorbei sodass aus P2 „nur“ P5 wurde … ärgerlich, aber zum Glück ist nichts schlimmeres passiert und wie gesagt es war nur Training.

Ganz vorne waren Team Kapsch/Billich mit Ihrer 1000er die aber wegen Frühstart eine Zeitstrafe bekommen hatten und nun auf P6 gewertet wurden. Das Rennen gewannen unsere Teamkollegen Peter/Jens welche auch die schnellste Rundenzeit fuhren …herzlichen Glückwunsch … wir sind sehr zufrieden, wir fuhren die 3. schnellste Rundenzeit und sind heute noch von unserer Aufholjagd begeistert.

Das Team ist größer geworden und die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt, vielen Dank an Alle die geholfen haben, an alle Freunde und Sponsoren die das möglich machen.

In etwas mehr als einer Woche sind wir wieder in Schleiz, zur IDM, da müssen wir zeigen dass dies keine Eintagsfliege war. 🙂

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße Euer Markus

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