Zolder ist immer eine Reise wert … eigentlich …

Warum das „eigentlich“, weil einfach im Vorfeld viel Unruhe war, viel geklärt werden musste und vor Ort es auch zum Schluss irgendwie keinen Spaß mehr machte … aber da kann Zolder mit dieser schönen Strecke nichts dafür …

Im Vorfeld zum IDM Lauf in Zolder hat es sich leider ergeben das Steffen und ich uns trennen mussten, das ist wirklich schade,  denn menschlich wie auch im Team auf dem Gespann hat es gut funktioniert. D.h. dann für uns neben der technischen Fehlersuche auch noch der zusätzliche Stress mit der Beifahrer Suche.

Sehr schnell sind wir dann mit Luca Schmidt ins Gespräch gekommen und die Vorfreude war sofort groß, mit dem Nachwuchs Beifahrer, an den Start zu gehen, doch leider kam sehr schnell die Rückmeldung dass der Beifahrer im Ausland mindestens 16 Jahre alt sein muss – das Rennen ist 12 Tage zu früh :-((((

Über den gemachten Facebook  Poost kamen einige Rückmeldungen bzw. Angebote, aber davon musste ich den meisten eine Absage erteilen, denn meiner Meinung nach ist die IDM nicht die geeignete Veranstaltung zum Einstieg für Anfänger. Vor allem bn ich zuversichtlich dass nun die Technik funktionieren sollte und ich dann schnelle Runden drehen will.

Dann kam zum Glück die erlösende Meldung aus Österreich, Markus Billich hat Zeit und würde sich sehr freuen mit mir in Zolder an den Start zu gehen. -> somit war die Beifahrer Frage geklärt. 🙂

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Wir waren am Donnerstag recht früh in Zolder angekommen, sodass es viel Zeit gab um mit dem einen oder anderen zu plaudern und sich über die Strecke zu unterhalten. So im nachhinein betrachtet wurde eigentlich so negativ über diese Strecke gesprochen, Betonwände zu nah, sehr eng, teilweise keine Auslaufzonen, … dass das beste gewesen wäre gleich wieder einzupacken und die Heimreise anzutreten. -> dies haben wir natürlich nicht getan. Im Gegenteil Markus und ich (2x Markus) nutzten die Zeit und liefen ganz gemütlich die Strecke ab und besprachen die kritischen Stellen.

Im Vorfeld war auch klar dass in Zolder mehr Gespanne zum Training zugelassen werden als im Rennen erlaubt sind, d.h. es wurde eine richtige Ausscheidung gefahren und die letzten drei Gespanne dürfen erst einmal nicht am Rennen teilnehmen.

Somit war der Druck für uns schon sehr groß, denn wir waren nicht 100%ig sicher dass die Technik komplett funktioniert und wenn Sie nicht funktioniert dann wird es schwer werden sich zu qualifizieren.

Danke an Biele-Pixx für die schönen Bilder.

Am Freitag standen dann 2 freie Trainings an und die erlösende Nachricht bei den ersten Meter im ersten freien Training war …. der Schaltautomat funktioniert beim rauf und runter schalten, danke an Viviano von viva moto. Die nächste gute Nachricht war, das die Brese auch das tat was Sie tuen sollte und somit wurde von Kurve zu Kurve von Runde zu Runde das Gefühl für die Strecke, das Gespann und den neuen Beifahrer immer besser. Markus Billich hat sich sehr schnell zurecht gefunden sodass wir das Tempo spielerisch steigern konnten. Irgendwie fühlte sich das komplette Paket gut an und so war es für uns nicht verwunderlich das wir am Ende vom Training auf P15 von 27 lagen. Für den einen oder anderen war das wohl überraschend, zumal wir auch das erste mal in Zolder am Start sind … für mich selber war es klar, wenn die Technik funktioniert traue ich uns einen Platz im Mittelfeld zu! 🙂

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Für das zweite freie Training änderten wir noch ein paar Kleinigkeiten und mit dem guten Gefühl und der steigenden Strecken Kenntnis verbesserten wir unsere Rundenzeit von 1,53 auf 1,50 und blieben damit weiterhin im vorderen Mittelfeld. Zum 1. Quali war trotzdem die Anspannung sehr groß, denn wie gesagt, wer sich nicht qualifiziert der darf nicht am Rennen teilnehmen. Aber auf der Strecke war die Anspannung sehr schnell vergessen und das positive Gefühl überwog und uns gelangen sofort ein paar schnelle Runden. Im Hinterkopf hatten wir dass eine 1,48 am Samstag unser Ziel sein könnte, wir mussten unser Ziel für Samstag korrigieren, denn wir fuhren am Freitagabend im 1. Quali schon die 1,484 und steigerten uns somit um ca. 5 Sekunden in drei Trainings – wir waren sehr zufrieden und sehr begeistert von dieser Leistung.

Am Samstagvormittag dann das 2. Qualifying, hier war nun die Hoffnung sehr groß dass wir die Zeit nochmal stark verbessern können, denn mit den aufgezogenen neuen Reifen sollte schon locker eine Sekunde Verbesserung möglich sein (dachten wir), doch leider war ich zu verbissen unterwegs und kam über ein 1,497 nicht hinaus. Dadurch verloren wir 2 Plätze in der Startaufstellung und fanden uns dann auf P17 für beide Rennen wieder. Aber trotzdem waren wir weiterhin sehr zufrieden, denn wir waren das schnellste 600er „nicht WM“ Gespann und in der Rundenzeit nur 6 Sekunden hinter den ehemaligen Weltmeistern.

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Am Samstagabend dann der Start zum ersten Rennen, dieser muss zukünftig noch besser gehen, aber wir waren trotzdem gut dabei. Der Weg zur ersten Kurve ist in Zolder sehr weit, sodass mindestens 2 Tausender Gespanne uns aus beschleunigten und vor uns in die erste Kurve einbogen. Dies korrigierten wir dann aber gleich wieder in den nächsten Kurven Kombinationen.

Wir waren gut unterwegs, es machte Spaß, war nicht anstrengend und so fuhren wir vor bis auf P13 in der achten Runde … dann beim raus beschleunigen aus der hinteren Schikane fühlte sich alles sehr zäh an, die Drehzahl Region oberhalb von 13.000 Umdrehungen funktionierten nicht mehr sauber und ich befürchtete das Schlimmste – Motorschaden … deshalb liest ich das Gespann, in der Medical Center Kurve ausrollen und somit beendeten wir das Rennen vorzeitig mit einem technischen Ausfall.

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Im Fahrerlager zurück gleich mal, trotz Motor Ruhe, das Gespann gestartet und dann sofort festgestellt dass es kein Motorschaden ist …. puhhh … Glück gehabt … irgendetwas stimmt mit der Benzinzufuhr nicht (war die Vermutung) … daher habe wir mit Hilfe von Diego Romero das komplette System überprüft und vorsichtshalber die Benzinpumpe getauscht und hofften den Fehler gefunden und beseitigt zu haben.

Leider gab es am Sonntag kein Warmup wo wir dies testen konnten und somit sind wir mit einem unguten Gefühl in das zweite Rennen am Sonntag Mittag gestartet.

In der Startaufstellung durften wir einen Platz aufrücken, da es aus dem ersten Rennen einen Ausfall gab, somit konnte auch Ilse nachrücken und konnte zumindest das zweite Rennen fahren.

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Der Start war sehr schlecht, denn ich probierte eine neue Startprozedur, mit der ich anscheinend nicht zurecht komme (vielleicht Übungssache). So kamen wir als einer der letzten durch die erste Kurve … in den nächsten Kurven schlossen wir gut auf, sodass wir auf der Gegengrade, beim anbremsen auf die Schikane schon wieder ein paar Plätze gut machen konnten. Dann beim raus beschleunigen aus dieser Schikane entdeckte ich auf der Kuppe die gelbe Flacke und dann sogar die doppel gelbe Flacke … auf der Kuppe angekommen sah ich dann was passiert war oder gerade noch passierte … auf jeden Fall ein großes Chaos auf der Strecke … ein Gespann überschlug sich, ein weiteres dadurch abseits der Piste, das nächste direkt vor uns drehte sich und zum Glück ist nach meinem heutigen Wissenstand keiner der Beteiligten schlimmer verletzt worden … gute Besserung an alle.

Beim Restart des Rennens waren wir wieder mit dabei, doch leider setzte unser Drehzahl direkt wieder ein und wir beendeten frustriert das zweite Rennen.

Auf der einen Seite war die Stimmung am Boden, auf der anderen Seite waren wir mit der gezeigten Leistung im Training sehr zufrieden – darauf können wir aufbauen.

Fast vergessen, vielen Dank an Markus Billich, er war leider nur in Zolder als Ersatz Beifahrer dabei, für den Großteil der restlichen Saison werde ich zusammen mit Ondrej Kopecky an den Start gehen, ich freue mich darauf.

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Den ersten Test zusammen, absolvieren wir am nächsten Wochenende mit der Int. Sidecar Trophy in Schleiz … ich hoffe ohne technische Probleme. :-)))

Vielen Dank nochmal an das Technik Team, Fritze, Uwe und Lars, ohne Euch wäre das ganze nicht möglich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße, euer Markus

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