Trainingslager auf dem Circuit val de vienne – die Höhen und Tiefen –

Eigentlich ist aber genau dafür doch ein Trainingslager da, zum Testen, zum Finden der Fehler, um Dinge auszuprobieren und ggf. auch zum Reparieren, oder?

In diesem Sinne war es, trotz allem, ein gutes Trainingslager 2019.

Nach 5 Jahren Abwesenheit waren wir wieder dabei, im Carlos Trainingslager, das ist eines der größten, mir bekannten, Trainings für Gespanne und Solo Motorräder zusammen. Hier sind mind. 50-70 Gespanne am Start und auch viele Solos und das Feld ist bunt gemischt von Oldtimer über Trophy Teilnehmer, IDMer bis hin zur WM ist alles vertreten.

Carlos (Carlo Auer) hat das richtige Wetter bestellt, am Montag war es noch ein wenig feucht von der Nacht und der Rest der Woche war es dann komplett trocken. Morgens immer noch ein wenige kühl, denn in der Nach gingen die Temperaturen auf den Gefrierpunkt runter, trotzdem konnten wir um die Mittagszeit uns über ca. 15 Grad freuen … von Tag zu Tag mehr sodass am Freitag sogar knappe 20 Grad erreicht wurden … :-)))

Für uns war von Anfang an klar dass wir Montag Morgens nicht die ersten auf der Strecke sein werden, denn das Steuergerät (ECU) konnten wir erst Freitags vor der Abfahrt testen und die neue Airbox bekamen wir sogar erst am Sonntagabend in val de vienne. Dies bedeutete dass wir Sonntag Nacht bzw. Montag Vormittag erst einmal die Airbox angepasst haben und die damit verbunden restlichen Anpassungen erledigen mussten bevor wir auf die Rennstrecke gehen konnten.

Dies haben Uwe und Fritze in Ihrer gewohnten Art und Weise gut auf die Reihe bekommen, sodass wir vor der Mittagszeit schon unseren ersten Rollout machen konnten. Dabei ging es hauptsächlich darum, zu schauen ob die Technik funktioniert, die Sitzposition passt und ob für Steffen die Griffe bzw. Griff-Löcher passen.  nebenbei natürlich auch darum wie ich nun wieder mit 600 ccm 4-Zylinder statt 1200 ccm 2-Zylinder zurecht komme.

Der erste Eindruck war ganz gut, Sitzposition bis auf ein paar kleine Änderungen ganz gut, Griffe für Steffen passten und das Fahrgefühl für die 600 ccm „Rennsemmel“ war auch schnell wieder da. Meiner Meinung nach muss dass 600er Gespann ähnlich  gefahren werden wie ein 2-Takter, denn vernünftig geht es nur voran in einem Drehzahlband zwischen 9500 – 15000 Umdrehungen.

Leider machte sich dann aber sehr schnell der schon bekannte Fehler vom Prüfstand bemerkbar, plötzlich und unkalkulierbar geht das Moped unter Volllast aus … zum Glück brachte uns dies in keine missliche Situation auf der Rennstrecke … aber leider haben wir bis Mittwoch um die Mittagszeit keine Lösung gefunden … :-(((

Nachdem wir dann ca. 30 Minuten telefonische Audienz mit unserem Elektronik Spezialisten hatten, wobei wir jeden einzelnen Sensor durchgesprochen haben, fanden wir das Problem und somit auch die Lösung. Die Unterdruck Schläuche waren falsch angeschlossen und somit bekam das Steuergerät ständig falsche Informationen und hat aus Sicherheitsgründen dann das Moped ausgeschaltet!!! … Dies wurde dann sofort geändert und bewies sich dann am Nachmittag als der richtige Schritt.

Runde um Runde bauten wir nun Vertrauen zur Technik auf, keine Motor Kontrolleuchte, kein Aussetzer … so war es möglich dass wir die Rundenzeiten verbesserten und sogar eine Trainings Session von 30 Minuten komplett durchfahren konnten. Am Donnerstag fuhren wir dann unsere schnellsten Runden in Frankreich, das Vertrauen war da, das Zusammenspiel von Steffen und mir passte wieder perfekt und die Technik funktionierte. :-)))

Dann leider am Freitag das böse erwachen, zu dem Zeitpunkt wo wir eigentlich daran dachten wie wir unsere Zeiten noch verbessern könnten schlug wieder der Fehlerteufel zu, wieder unter Volllast, plötzlich eine „wild Blinkende“ Kontrollleuchte, im gleichen Moment Leistungsverlust und die Leuchte ging nicht mehr aus. Wir suchten nach schlechten Verbindungen, nach aufgescheuerten Kabel, … und fanden leider nichts, deshalb stellten wir Freitag um die Mittagszeit das Training ein, wir waren mit unserem Latein am Ende.

Mit einem Fehler im System das Training zu beenden ist unangenehm, aber wir sind guter Dinge dass wir auch diesen finden werden und in knapp 2 Wochen in Brünn bei der Sidecar Trophy mitspielen können.

Die Jungs haben eine schönes und schnelles Moped aufgebaut, vielen Dank an Lars, Fritze und Uwe und Steffen hat sich auch super umgewöhnt an diese 600er Nähmaschine. :-)))

… ich mache keine Versprechen mehr, Ihr hört einfach wieder von mir, Euer Markus

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