Hockenheim: … Fast perfektes Training und keine Zielankunft … by by Diva …

Mal wieder lag Freud und Leid sehr eng zusammen, so war das Training / Qualifying ganz gut gelaufen aber in den Rennen gab es keine Zielankunft.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dieses Foto spiegelt gut das Wochenende in Hockenheim wieder, denn trotz der neuen Ausbaustufe konnten wir kein Traing, kein Qualifying und kein Rennen komplett fahren -> die Diva ist anscheinend nur Kurzstrecken tauglich! :-(((

Die Vorbereitungen waren sehr gut, ein neuer ALU Tank zum auffangen des Ölnebels hat uns Eckart Rösinger mal auf die Schnelle gebaut und damit wir das aufgefangene Öl zurück in den Motor bekommen wurde eine kleine Pumpe installiert.

Genau diese Pumpe sorgte zwar dafür dass kaum noch Öl in die Airbox gelang (bester Zustand in der Saison), aber machte an diesem Wochenende auch viele neue Probleme.

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Foto von KDL-Foto, danke Erich

Aber wie immer fange ich doch mal von vorne an zu erzählen, oder.

Freitag Nachmittag, die Veranstaltung war schon im vollem Gange, durften auch wir von der Sidecar Trophy zu unserem ersten und einzigen Freien Training auf die Strecke. Dieses Training war auch sehr nötig, denn es wurde an diesem Wochenende der ganz kleine Kurs gefahren, über die Querspange, hinter der Mercedes Tribüne vorbei (ich glaube ca. 2,3 km Streckenlänge).

Leider fuhren wir nicht wie gewohnt als einer der ersten raus, sondern mitten im Feld, da stellten wir dann gleich fest dass diese Strecken Variante nicht viele Überhol Möglichkeiten bietet. Der Kurs war zwar sehr eckig und es war schwer die Leistung des Zweizylinders auf die Straße zu bekommen, aber für die erste Ausfahrt fühlte es sich ganz gut an. 🙂 … bis dann plötzlich Steffen klopfte … dies ist diese Saison ein klares Signal für technische Probleme … Trainings Ende und schauen was los ist 😦

Der erste Fehler war schnell gefunden, die neue Pumpe war leicht undicht und so entschlossen wir uns zu einer sehr unkonventionellen Lösung und integrierten die Pumpe in eine „Vesper Box“ aus Plastik (Hauptsache dicht eingepackt). Die Überraschung kam dann mit dem Zeiten Zettel, trotz unbekannter Streckenführung und gemütlichem herumrollen waren wir auf P8 von 21 Gespannen. … „freu“ mit einen Rundenzeit von 1,22 …

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dann am Samstag kurz vor der Mittagszeit das erste Qualifying, dieses mal wieder bei den ersten dabei die das Training aufgenommen haben. 🙂  … dadurch dann direkt ein paar freien Runden und ein gutes Gefühl … dann leider wieder Steffen am klopfen … ist aber nicht er schuld, Steffen macht einen sehr guten Job da hinten … nein leider wieder technische Probleme, wieder Öl dort wo es nicht hin gehört! 😦

Diesmal wurde als Fehler diagnostiziert, dass der Auslass auf der Kurbelgehäuse Entlüftung undicht wurde, der Kleber hat nicht gehalten. Dagegen hat die Vesper Box Ihren Zweck erfüllt und das Öl aus der undichten Pumpe aufgefangen! … also den passenden Kleber besorgt und das Plastik Teil neu geklebt … und das haben wir auch alleine ohne Uwe und Fritze alles hinbekommen! (Lars, Steffen und ich).

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Das Resultat des 1. Zeittrainings überraschte uns dann doch, wir verbesserten uns von P8 auf P6 und verbesserten unsere Zeit um 5 Sekunden auf 1,17 -> was wäre denn möglich wenn wir keine Probleme hätten …. mhhhh …

Dann am späten Nachmittag das zweite Zeittraining, wieder früh raus und ein paar freie Runden erwischt und bei entspannter Fahrt ein gutes Gefühl gehabt. Aber leider fingen die technischen Probleme noch früher an und wir mussten das Training nochmal früher beenden. … irgendwie frustrierend …

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Die Überraschung war groß dass uns die 3 gefahrenen Runden ausreichten die Zeit wiederum zu verbessern, eine weitere Sekunde gefunden, Zeit verbessert auf auf 1,16 und plötzlich befinden wir uns auf P3 und in der ersten Startreihe … „freu, freu“ …

Der neue Defekt, der sich sehr schnell als ältere Beschädigung vom dem Ketten Verlust aus Oschersleben entpuppte, war schnell gefunden. Ein kleiner Riss im Motorgehäuse, welcher bei Erwärmen größer wird und wodurch dann viel Öl austritt. 😦

Hier jetzt mal einen ganz großen Dank an die vielen Zuschauer / Mitstreiter die begeistert zu uns kamen, die uns motiviert haben, die fasziniert sind von dem Ducati Motor in einem Gespann, die uns auf der Strecke zujubeln oder uns Szenenapplaus spenden, ….danke Euch … genau bei diesen waren auch ein paar Solisten, die sich im Detail informierten und uns ganz spontan auch Hilfe und Material zur Reparatur anboten – die Hilfe nahmen wir an, reparierten den Riss und gingen frohen Mutes am nächsten Tag an den Start.

Sonntag Morgens dann das erste Rennen, ein wenig aufgereget, 1. Startreihe sind wir ja nicht gewöhnt. Ampel geht aus, Start erfolgt, aber leider schossen wir nicht nach vorne, wir standen auf der rechten Seite, welches die dreckige Seite ist, unser Hinterrad hatte keinen Grip und drehte sehr viel durch. Die Spitze zog los, Bereuter / Kolloch schossen aus der Startreihe hinter uns, an uns vorbei und das F2 Schaffrath ebenfalls.

Als fünfter bogen wir in die erste Kurve, aber in Schlagdistanz zu den vor uns fahrenden. Das Schweizer F2 schnappten wir uns sehr schnell wieder und folgten dem Führungstrio bestehend Axelson, Wirth und Bereuter. D.h. wir lagen auf einem sehr guten 4. Platz und waren zu diesem Zeitpunkt in der 1000er Wertung auf P3 mit immer größer werdendem Abstand zu unseren Verfolgern.

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Dann fing Steffen leider wieder an zu Klopfen, wie schon gesagt, nicht weil er nicht mehr konnte, sondern weil es zu gefährlich wurde und immer mehr Öl austrat. 😦 😦 😦

Also für uns, in guter Position liegend, Rennabbruch und ab in die Box … schnell mal unter die Verkleidung geschaut und festgestellt dass unsere kleine Pumpe komplett undicht wurde und unser Vesper Box zu klein war für die austretende Öl-Menge!

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Weitere Versuche die Pumpe wieder dicht zu bekommen scheiterten, somit sagten wir unsere Teilnahme für das zweite Rennen am Nachmittag ab. Der Frust war sehr groß, so gut im Training platziert und dann beim Rennen nicht ins Ziel kommen bzw. gar nicht teilnehmen können.

Das sind jetzt wegen technischen Ausfällen 7x Null Punkte und trotzdem haben wir es geschafft in der Gesamtwertung der 1000er Klasse noch auf Position 5 zu kommen (wir hätten vermutlich unser Ziel Top 3 erreicht ohne die viele Ausfälle).

By by Diva … es gäbe viele Gründe das Projekt weiter zu führen, Klang, Emotionen, Zuschauer, Besonderheit, Auffallen, …. aber wir wollen in der Meisterschaft vorne dabei sein, dass ist so nicht möglich, daher werden wir für die Saison 2019 umbauen und nicht mehr mit Ducati 1198s an den Start gehen.

Wir halten Euch auf dem laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

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