Mit der Int. Sidecar Trophy in Brünn – Fortsetzung der Fehlersuche …

Eigentlich dachten wir mit dem Wechsel von der Diva zur Geisha (von Ducati zu Yamaha) würde auch das viele Schrauben ein Ende finden … erstens kam es anders …

Foto 12.04.19, 12 53 57

Das Trainingslager in val de Vienne beendeten wir vorzeitig Freitags um die Mittagszeit, denn da trat ein Fehler auf, den wir nicht identifizieren konnten. Leider trat dieser Fehler in der Werkstatt dann nicht mehr auf und wir waren gespannt wie es hier in Brünn funktionieren wird.

Ab dem ersten freien Training bis hin zum Sprintrennen trat der Fehler dann auf, immer in den schnellen Rechtskurven schaltete die ECU kurz die Leistung ab und dies passierte dann innerhalb einer Runde an mindestens fünf Stellen.

Der Fehler hinterließ keinen Fehlercode den wir nachverfolgen konnten, daher haben wir fast das komplette Gespann zerlegt, jeden Stecker, jeden Sensor, jede Lötstelle, gelöst, geprüft und neu verbunden …

Leider schafften wir im ersten Quali-Training keine Gemessene Rundenzeit hin zu bekommen und im zweiten quälten wir uns dann mit diesem Fehler um den Kurs und konnten uns gerade so als Letzter qualifizieren. 😦

Wieder ein paar Änderungen gemacht, mit der Hoffnung nun den Fehler gefunden zu haben (wie zwischen allen Trainings und Rennen) starteten wir dann in das Sprintrennen am Samstagabend.

Das Wetter war am ganzen Wochenende sehr kalt, zwischen knapp über 0 bis hin zu 6 Grad, also sehr winterlich … vor dem Sprintrennen zogen Wolken auf und es fing ganz leicht an zu Nieseln -> Reifenpoker … ich fahre nicht gern mit Slicks im feuchten, daher entschied ich mich sehr kurzfristig für die Regenreifen. Wie sich kurze Zeit später rausstelle waren wir mit dieser Entscheidung fast alleine.

Wie gesagt, wieder was geändert, starteten wir von Pos.22, wieder mit Hoffnung … die Reifenwahl bewies sich als perfekt, denn der Regen wurde stärker … ein guter Start beförderte uns direkt einige Plätze nach vorne, die Regenreifen sorgen für ein übriges.

Runde für Runde machten wir Plätze gut, schoben uns vor bis auf Pos. 4 im gesamten Feld und dann gab es plötzlich, 2 Runden vor Schluß, einen Abbruch mit roter Flagge. Leider wird dann die Zieldurchfahrt der Runde zuvor gewertet, da waren wir noch auf P7 – trotzdem waren wir zufrieden, denn der Fehler war immer noch aktiv und es war eine ganz schöne Quälerei.

Foto 14.04.19, 10 51 58

Uns war klar dass wir so das Hauptrennen nicht fahren können, also machten wir uns weiterhin Gedanken was den Fehler auslösen konnte und bereiteten das Gespann mit einer neuen Variante für das Warmup am Sonntagmorgen vor. Am frühen Abend erreichten wir dann wieder einmal unseren „Telefonjoker“ Viviano, welcher auch noch eine Idee für uns hatte.

Dann am Sonntag Morgen bei Graupelschauer ab ins Warmup, wieder mit Hoffnung und diesmal war Sie berechtigt, es funktionierte und wir konnten zum ersten mal an diesem Wochenende komplett durchfahren ohne Fehler. Freudig drehten wir ein paar schnelle Runden und hatten dabei ein Grinsen auf dem Gesicht. 🙂

Die Vorfreude auf das Hauptrennen war sehr groß, denn wenn nun alles funktioniert, sollte es uns möglich sein einige Plätze gut zu machen. Dann um die Mittagszeit der Start zum Rennen, … der Start war schlecht, ich hatte vergessen darauf zu achten ob es noch feucht ist an unserem Startplatz. Das hieß nun erst mal keine Position beim Start gewonnen, doch dann robbten wir uns ran, an einem nach dem anderen schoben wir uns vorbei, sogar Überholmanöver in der Außenkurve waren möglich … so gut hat es sich angefühlt … Uwe hatte an der Box uns beobachtet und den Daumen hoch angezeigt, also sah es auch von außen gut aus.

Dann in der 5. Runde ein abruptes Ende, in der Rechtskurve nach Start / Ziel plötzlich keine Leistung mehr – Motorschaden – mi wirklich langen Gesichtern wurden wir später in die Box geschleppt.

Das Wochenende war ja nur ein Test für uns, danke an die Trophy Gemeinde dass wir dabei sein durften … daher ist der Schaden ärgerlich und teuer … aber wir sind nun guter Dinge dass wir für unseren eigentlichen Saison Start in der IDM am Lausitzring gut gerüstet sind.

Danke noch an Uwe den Einzelkämpfer und ein wenig Stolz bin ich auf Steffen und mich, denn wir haben weitgehend an unserem Gespann selber geschraubt. 🙂

… ich halte Euch auf dem Laufenden und hoffe beim nächsten mal auf positivere Info – viele Grüße, Euer Markus

Trainingslager auf dem Circuit val de vienne – die Höhen und Tiefen –

Eigentlich ist aber genau dafür doch ein Trainingslager da, zum Testen, zum Finden der Fehler, um Dinge auszuprobieren und ggf. auch zum Reparieren, oder?

In diesem Sinne war es, trotz allem, ein gutes Trainingslager 2019.

Nach 5 Jahren Abwesenheit waren wir wieder dabei, im Carlos Trainingslager, das ist eines der größten, mir bekannten, Trainings für Gespanne und Solo Motorräder zusammen. Hier sind mind. 50-70 Gespanne am Start und auch viele Solos und das Feld ist bunt gemischt von Oldtimer über Trophy Teilnehmer, IDMer bis hin zur WM ist alles vertreten.

Carlos (Carlo Auer) hat das richtige Wetter bestellt, am Montag war es noch ein wenig feucht von der Nacht und der Rest der Woche war es dann komplett trocken. Morgens immer noch ein wenige kühl, denn in der Nach gingen die Temperaturen auf den Gefrierpunkt runter, trotzdem konnten wir um die Mittagszeit uns über ca. 15 Grad freuen … von Tag zu Tag mehr sodass am Freitag sogar knappe 20 Grad erreicht wurden … :-)))

Für uns war von Anfang an klar dass wir Montag Morgens nicht die ersten auf der Strecke sein werden, denn das Steuergerät (ECU) konnten wir erst Freitags vor der Abfahrt testen und die neue Airbox bekamen wir sogar erst am Sonntagabend in val de vienne. Dies bedeutete dass wir Sonntag Nacht bzw. Montag Vormittag erst einmal die Airbox angepasst haben und die damit verbunden restlichen Anpassungen erledigen mussten bevor wir auf die Rennstrecke gehen konnten.

Dies haben Uwe und Fritze in Ihrer gewohnten Art und Weise gut auf die Reihe bekommen, sodass wir vor der Mittagszeit schon unseren ersten Rollout machen konnten. Dabei ging es hauptsächlich darum, zu schauen ob die Technik funktioniert, die Sitzposition passt und ob für Steffen die Griffe bzw. Griff-Löcher passen.  nebenbei natürlich auch darum wie ich nun wieder mit 600 ccm 4-Zylinder statt 1200 ccm 2-Zylinder zurecht komme.

Der erste Eindruck war ganz gut, Sitzposition bis auf ein paar kleine Änderungen ganz gut, Griffe für Steffen passten und das Fahrgefühl für die 600 ccm „Rennsemmel“ war auch schnell wieder da. Meiner Meinung nach muss dass 600er Gespann ähnlich  gefahren werden wie ein 2-Takter, denn vernünftig geht es nur voran in einem Drehzahlband zwischen 9500 – 15000 Umdrehungen.

Leider machte sich dann aber sehr schnell der schon bekannte Fehler vom Prüfstand bemerkbar, plötzlich und unkalkulierbar geht das Moped unter Volllast aus … zum Glück brachte uns dies in keine missliche Situation auf der Rennstrecke … aber leider haben wir bis Mittwoch um die Mittagszeit keine Lösung gefunden … :-(((

Nachdem wir dann ca. 30 Minuten telefonische Audienz mit unserem Elektronik Spezialisten hatten, wobei wir jeden einzelnen Sensor durchgesprochen haben, fanden wir das Problem und somit auch die Lösung. Die Unterdruck Schläuche waren falsch angeschlossen und somit bekam das Steuergerät ständig falsche Informationen und hat aus Sicherheitsgründen dann das Moped ausgeschaltet!!! … Dies wurde dann sofort geändert und bewies sich dann am Nachmittag als der richtige Schritt.

Runde um Runde bauten wir nun Vertrauen zur Technik auf, keine Motor Kontrolleuchte, kein Aussetzer … so war es möglich dass wir die Rundenzeiten verbesserten und sogar eine Trainings Session von 30 Minuten komplett durchfahren konnten. Am Donnerstag fuhren wir dann unsere schnellsten Runden in Frankreich, das Vertrauen war da, das Zusammenspiel von Steffen und mir passte wieder perfekt und die Technik funktionierte. :-)))

Dann leider am Freitag das böse erwachen, zu dem Zeitpunkt wo wir eigentlich daran dachten wie wir unsere Zeiten noch verbessern könnten schlug wieder der Fehlerteufel zu, wieder unter Volllast, plötzlich eine „wild Blinkende“ Kontrollleuchte, im gleichen Moment Leistungsverlust und die Leuchte ging nicht mehr aus. Wir suchten nach schlechten Verbindungen, nach aufgescheuerten Kabel, … und fanden leider nichts, deshalb stellten wir Freitag um die Mittagszeit das Training ein, wir waren mit unserem Latein am Ende.

Mit einem Fehler im System das Training zu beenden ist unangenehm, aber wir sind guter Dinge dass wir auch diesen finden werden und in knapp 2 Wochen in Brünn bei der Sidecar Trophy mitspielen können.

Die Jungs haben eine schönes und schnelles Moped aufgebaut, vielen Dank an Lars, Fritze und Uwe und Steffen hat sich auch super umgewöhnt an diese 600er Nähmaschine. :-)))

… ich mache keine Versprechen mehr, Ihr hört einfach wieder von mir, Euer Markus

Prüfstand zerlegt und wieder zusammen gesetzt … Restliche Arbeiten erledigt … nun auf dem Weg ins Trainingslager :-)

Die Jungs sind schon auf dem Weg zu mir in die Nähe von Stuttgart und von hieraus geht es dann Morgen in der Früh weiter nach Frankreich … die Infos vom Prüfstand sind von vor zwei Wochen.

Foto 01.03.19, 13 06 23

Im ersten Moment sah das Projekt Prüfstand so aus als würde es scheitern bevor es überhaupt losgehen kann … wir hatten vergessen die Maße auszutauschen (Länge Gespann mit Länge Prüfstand) und so standen wir vor Ort mit einem großen Gespann und einem sehr klein wirkenden Rollenprüfstand.

Aber Diego vertraute uns und lies uns seinen Prüfstand zerlegen, Voraussetzung am Samstagabend sieht er wieder so aus wie vorher. Leider haben wir dies nicht bildlich festgehalten, aber wichtig war, das Ziel wurde erreicht und die Gespanne passten dann darauf. :-)))

Es war am Freitag sehr viel Arbeit und auch der erste Motor tat nicht so ganz was er sollte, im oberen Drehzahlbereich rutschte die Kupplung oder hatte das Hinterrad zu viel Wheelspinn … nach mehreren Test fanden wir heraus das die Kupplung rutschte und haben diese dann überprüft und repariert. Am Abend konnten wir dann die erste erfolgreiche Bremsung machen und fanden so einen zufriedenen Abschluss des Tages.

Am Samstag dann Motorwechsel an der Yamaha und zwischendurch mal kurz die Kawa auf die Rolle genommen. Nach der Mittagszeit dann wieder die Yamaha auf der und wir schafften es mehrere positive Messungen zu machen. Aber wir stellten fest dass es auch noch einiges an Arbeit gibt bis es ins Trainingslager gehen kann.

Zum Beispiel war die Airbox nur eine Leihgabe von Michael Grabmüller (danke Michi), denn die neu bestellte Airbox bekommen wir vermutlich erst in val de Vienne. Deshalb haben wir vorsichtshalber auch noch eine gebrauchte aus Frankreich gekauft, diese könnten wir im Notfall anpassen – aber die neue wäre schon besser.

Die Verkleidung musste auch noch ein wenig in Form gebracht werden, wir waren beim Abschleifen leider zu eifrig, dass erschwerte die Vorbereitungen für eine Lackierung sehr. Deshalb steht das Design fürs Trainingslager noch nicht final, mal schauen wie es aussieht wenn wir in die Saison starten.

Auch die Elektrik hatte noch die eine oder andere Überraschung für uns bereit gehalten, so musste kurzerhand das Steuergerät nochmal hin und her geschickt werden und der Schaltautomat umgepinnt werden – ob alles so funktioniert wie es soll sehen wir dann leider erst auf der Strecke – wäre super wenn das hoch- u. runter schalten dann ohne Kupplung klappt. :-)))

Foto 12.03.19, 16 10 09

Die Einkäufe fürs Trainingslager sind gemacht (dies ist ein kleiner Teil davon), die Transporter und Hänger sind gepackt und Uwe, Fritze, Lars, Steffen und Marie sind schon unterwegs, genauso wie Team 11, Peter, Jens und Patrik.

Wir freuen uns auf eine Woche in Frankreich, auf dem circuit du val de vienne und laut Wetterbericht sieht es auch ganz gut aus. 1 Woche „dumm im kreis rum fahren“, 1 Woche testen, testen, testen, …. 1 Woche Benzin Gespräche, …. 1 Woche Spaß haben, … einfach eine Woche Gespann fahren … :-))))

Die letzten Wochen waren sehr stressig, aber irgendwie sind wir alle an unsere Grenzen gegangen und wir haben es zusammen geschafft dass wir nun auf dem Weg nach Frankreich sind.

Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber vielleicht schaffe ich es aus Frankreich ein paar aktuelle Infos zu posten.

Ich halte Euch auf dem laufenden, viele liebe Grüße Euer Markus

Es geht gut voran, die Technik haben wir im Griff, unseren Sponsoren gefällt das was wir tun und sie unterstützen uns weiter!!!

Wir kommen gut voran, die Verkleidung ist verlängert, verstärkt und angepasst. Dabei haben wir natürlich darauf geachtet das sie nicht zu schwer wird. Ebenso wurde die Airbox mit der Einspritzung angepasst und alles nötige an die richtige Position gebracht. 🤔

Die Elektrik haben wir auch weitgehend im Griff, für den „Schaltautomat“, der bei  DHL verschollen ging, haben wir heute den Ersatz bekommen.

66d4bc7c-cccd-4025-9db7-2dad102807b9

D.h. der eingebaute Yamaha R6 Motor läuft schon, würde ich Euch auch gerne zeigen und hören lassen, aber leider kann ich keine Videos hier einstellen. :-(((

Helm X-lite 803

Auch fern der Technik sind wir sehr rührig und auf der einen Seite sind wir sehr froh dass unsere letztjährigen Sponsoren uns treu bleiben und uns auch auf unserem Weg in die IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) weiterhin unterstützen und auf der anderen Seiten freuen wir uns auch über neue Sponsoren.

Wie hier die Nolangroup mit den X-lite Helmen mit denen wir auch schon in früheren Jahren schon gute Erfahrungen gemacht haben => vielen Dank Euch

Die Farbwahl ist Absicht, denn es kommt des öfteren vor dass wir längere Zeit am Vorstart in der Sonne stehen, da heizt sich ein heller Helm nicht so sehr auf wie ein dunkler. 🙂

IMG_5587

Auch neu dazu gekommen und somit ein weiterer Dank an FREY daytona. Sie unterstützen schon viele viele Jahre die Sidecar Szene und auch wir haben seit vielen Jahren gute Erfahrungen mit den speziellen Sidecar Stiefel. Daher freut es uns umso mehr dass auch wir die Unterstützung bekommen. => vielen Dank

Unser nächsten Schritte … kürzere Abstände zwischen den Posts … die Elektronik muss abgestimmt werden und die Vorbereitungen für das Trainingslager in Frankreich stehen auch an.

Viele Grüße, Euer Markus, ich halte Euch auf dem Laufenden :-)))

 

 

 

 

 

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr – viel passiert seit dem letzten „Post“

Leider unterschätze ich immer wieder wie aufwendig das Schreiben hier ist. Denn obwohl ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist, möchte ich Euch dabei natürlich auch informieren und auch ein wenig unterhalten und dann dauert das gleich mal 2-3 Stunden.

Foto 15.12.18, 12 33 17

Unser Umbau auf den 600er Motor geht voran … allerdings gleicht so ein Umbau einem Neuaufbau und eigentlich muss fast alles neu gemacht werden. Einer der wichtigen Punkte ist die Verkleidung und die Sitzposition für mich als Fahrer. Wir haben uns dafür entschieden die Komponenten der Ducati nicht zu verändern, sodass auch eine andere Verkleidung komplett neu angepasst werden muss. Unser Fahrwerk ist für größere Fahrer gedacht und ist somit ein paar Zentimeter länger und dies wirkt sich auch bei der Verkleidung aus, siehe folgende Bilder.

Das erste Probe Sitzen fühlte sich gar nicht so schlecht an, anders als bei der Diva, aber ganz gut. Allerdings viel uns dann sehr schnell auf dass die Verkleidung zu kurz ist, ist halt eine für ein „nicht verlängertes“ Fahrwerk. Schnell waren wir uns einig wo geschnitten werden muss … gesagt getan … 🙂

Schneiden war einfach … das wieder zusammenführen der beiden Teile etwas komplizierter, aber in der Summe hat alles besser gepasst und schneller geklappt als wir im Vorfeld befürchtet haben. 🙂

Zur richtigen Sitz Position gehört natürlich auch die richtige Position der Bremse und der Schaltung. An der Bremse hat sich nichts geändert, da bleibt die Position gleich, bei der Schaltung müssen wir uns mal wieder komplett neu erfinden. …. Im Gegensatz zum Ducati Motor führen wir bei dem R6 Motor die Umlegung der Schaltung vorne um den Motor … für diejenigen die es noch nicht wissen, ich Bremse mit links und Schalte mit rechts … da gewöhnt man sich dran. Die Schaltung sollte am Ende leichtgängig und mit so wenig Spiel wie möglich sein, damit präzise Schaltvorgänge möglich sind.

Die Elektrik, das Herzstück eines modernes Gespanns, ist eine sehr große Herausforderung, aber auch davon lassen sich die Jungs nicht abschrecken und geben vollgas. Fritze mit Hilfe von dem Elektrik Azubi Lars sind hier ganz kräftig am wirbeln und man sieht schon ganz große Fortschritte. Wir benutzen einen Racing Kabelbaum, aber auch dieser passt in ein Gespann nicht einfach 1 zu 1 rein, gegenüber einem Solo Motorrad muss der Kabelbaum verlängert werden, daher bauen wir aus 2 Kabelbäumen einen neuen. …. Jungs Ihr macht echt tolle Arbeit ….

Die Elektrik ist fast fertig, sieht echt gut und sehr professionell aus. Parallel sind wir natürlich an den anderen Baustellen dran. Verkleidung wieder perfekt zu einem Stück laminieren ohne dass Sie zu schwer wird. Schauen und einen Plan machen wie wir mit der Airbox hinkommen, die Herausforderung sind hier die oberen Einspritzdüsen und die beweglichen Trichter … wie Ihr seht geht uns die Arbeit nicht aus und die Winterpause könnte schon fast wieder zu kurz sein 😦

Ich halte Euch weiter auf dem laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

 

Nach der Saison ist vor der Saison … oder so :-)

Die Vorbereitungen für die neue Saison haben schon früh angefangen, darüber hatte ich ja schon berichtet und dass es einen Klassenwechsel geben wird und zukünftig ein 600er Motor unser Gespann antreiben wird, auch.

Allerdings bevor ein Neuaufbau stattfinden kann muss erst einmal alles zerlegt werden und so hat Steffen und Lars kräftig Gas gegeben und unsere schöne Diva bis aufs Chassis komplett zerlegt.

Am Ende des Zerlegen ist dann nicht mehr wirklich so viel am Chassis dran, aber dieser Zustand ermöglicht dann wirklich im Detail zu prüfen ob das Fahrwerk noch komplett in Ordnung ist. Sogar die Tankblase wurde ausgebaut dass auch der letzte Winkel geprüft werden konnte. -> Ergebnis der Prüfung … sehr guter Zustand, beste Basis für schnelle Runden … 🙂

Damit das komplette Paket nachher auf einem aktuellen Stand ist bekommt unser Gespann auch eine andere Verkleidung, diese ist zwar nicht neu aber in einem sehr guten gebrauchten Zustand. Trotzdem wurde Sie komplett runter geschliffen um auch hier ein paar Kilo ein zu sparen … danke für die viele Schleifarbeit …

Wie Ihr vielleicht schon im Bericht vom Flughafen Bautzen entdeckt habt hat auch ein anderer Anhänger mit angebauten Zelt den Weg zu uns gefunden, dies vereinfacht uns den Transport, das Laden und vor allem den sauberen Auftritt vor Ort! … Danke an das Team Ruppert für den fairen Deal …

So langsam trudeln auch die benötigen neuen Teile für den Aufbau ein, neuer Motor-Halter, neue Elektronik, Bremsen-Teile, neues Fahrwerk, … d.h. der Neuaufbau kann in Angriff genommen werden.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

Unsere Art Danke zu sagen und Abschied zu nehmen …

Letzten Samstag auf dem Flugplatz Bautzen-Litten hatten wir eine gelungene Veranstaltung zum Danke sagen und zum Abschied nehmen.

Allgemein Kopie

Danke an alle unsere Sponsoren, Gönner, Fans, Helfer, Freunde und Familien für die Unterstützung in der vergangenen Saison, danke dass Ihr an uns geglaubt habt, mit uns gelitten und gehofft habt …. DANKE ….

 

Der Verein Motorsport Königswartha e.V. hatte eingeladen zu einem kleinen Saisonabschluss auf dem Flughafen Bautzen und erfreulicherweise folgten viele dieser Einladung.

 

Neben der sehr guten Verpflegung, welche von Kathrin u. Lars gestellt wurde, gab es die Möglichkeit einen Einblick in die Technik zu bekommen und oder auch selber mal auf einem unserer Gespanne mit zu fahren -> dies wurde auch ausgiebig genutzt 🙂

 

Viele unserer Besucher hatten uns oder das Gespann noch nicht live gesehen oder waren jemals auf einem Gespann mitgefahren. Deshalb gaben wir ausführlich Auskunft über die Technik und erklärten das Gespann fahren. Wichtig für uns war aber mit so vielen Leuten wie möglich auch ein paar Runden zu drehen um das unvergleichbare Feeling weiter zu geben!!! 🙂

 

Viele der mitgefahrenen Passagiere waren erstaunt und begeistert in Einem, denn was vergleichbares haben die meisten noch nicht erlebt.

 

Zum Guten Schluss hat dann Steffen und ich ein paar Runden zum Abschied gedreht … zum Zeigen wie der Ablauf funktioniert und als Abschied von unserer Diva – denn nach diesem Wochenende heißt es Umbau auf 600er Yamaha und by by Ducati. 😦

IMG_1597

Danke an Alle für die „trotzdem“ schöne Saison 2018, Danke an Kathrin, Lars, Leonie und Freunde fürs organisieren dieser Veranstaltung, Danke an Leonie und Jana für die tollen Bilder.

Ich halte Euch weiter auf dem laufenden …. viele Grüße Euer Markus

Hockenheim: … Fast perfektes Training und keine Zielankunft … by by Diva …

Mal wieder lag Freud und Leid sehr eng zusammen, so war das Training / Qualifying ganz gut gelaufen aber in den Rennen gab es keine Zielankunft.

41688358_430648994006335_6341405434565361664_o.jpg

Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dieses Foto spiegelt gut das Wochenende in Hockenheim wieder, denn trotz der neuen Ausbaustufe konnten wir kein Traing, kein Qualifying und kein Rennen komplett fahren -> die Diva ist anscheinend nur Kurzstrecken tauglich! :-(((

Die Vorbereitungen waren sehr gut, ein neuer ALU Tank zum auffangen des Ölnebels hat uns Eckart Rösinger mal auf die Schnelle gebaut und damit wir das aufgefangene Öl zurück in den Motor bekommen wurde eine kleine Pumpe installiert.

Genau diese Pumpe sorgte zwar dafür dass kaum noch Öl in die Airbox gelang (bester Zustand in der Saison), aber machte an diesem Wochenende auch viele neue Probleme.

41413696_2129292067294709_1418701420982435840_o

Foto von KDL-Foto, danke Erich

Aber wie immer fange ich doch mal von vorne an zu erzählen, oder.

Freitag Nachmittag, die Veranstaltung war schon im vollem Gange, durften auch wir von der Sidecar Trophy zu unserem ersten und einzigen Freien Training auf die Strecke. Dieses Training war auch sehr nötig, denn es wurde an diesem Wochenende der ganz kleine Kurs gefahren, über die Querspange, hinter der Mercedes Tribüne vorbei (ich glaube ca. 2,3 km Streckenlänge).

Leider fuhren wir nicht wie gewohnt als einer der ersten raus, sondern mitten im Feld, da stellten wir dann gleich fest dass diese Strecken Variante nicht viele Überhol Möglichkeiten bietet. Der Kurs war zwar sehr eckig und es war schwer die Leistung des Zweizylinders auf die Straße zu bekommen, aber für die erste Ausfahrt fühlte es sich ganz gut an. 🙂 … bis dann plötzlich Steffen klopfte … dies ist diese Saison ein klares Signal für technische Probleme … Trainings Ende und schauen was los ist 😦

Der erste Fehler war schnell gefunden, die neue Pumpe war leicht undicht und so entschlossen wir uns zu einer sehr unkonventionellen Lösung und integrierten die Pumpe in eine „Vesper Box“ aus Plastik (Hauptsache dicht eingepackt). Die Überraschung kam dann mit dem Zeiten Zettel, trotz unbekannter Streckenführung und gemütlichem herumrollen waren wir auf P8 von 21 Gespannen. … „freu“ mit einen Rundenzeit von 1,22 …

41669201_430650544006180_37688359497236480_o

Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dann am Samstag kurz vor der Mittagszeit das erste Qualifying, dieses mal wieder bei den ersten dabei die das Training aufgenommen haben. 🙂  … dadurch dann direkt ein paar freien Runden und ein gutes Gefühl … dann leider wieder Steffen am klopfen … ist aber nicht er schuld, Steffen macht einen sehr guten Job da hinten … nein leider wieder technische Probleme, wieder Öl dort wo es nicht hin gehört! 😦

Diesmal wurde als Fehler diagnostiziert, dass der Auslass auf der Kurbelgehäuse Entlüftung undicht wurde, der Kleber hat nicht gehalten. Dagegen hat die Vesper Box Ihren Zweck erfüllt und das Öl aus der undichten Pumpe aufgefangen! … also den passenden Kleber besorgt und das Plastik Teil neu geklebt … und das haben wir auch alleine ohne Uwe und Fritze alles hinbekommen! (Lars, Steffen und ich).

ba152657-c271-4414-9b00-674d5cb0982a.jpg

Das Resultat des 1. Zeittrainings überraschte uns dann doch, wir verbesserten uns von P8 auf P6 und verbesserten unsere Zeit um 5 Sekunden auf 1,17 -> was wäre denn möglich wenn wir keine Probleme hätten …. mhhhh …

Dann am späten Nachmittag das zweite Zeittraining, wieder früh raus und ein paar freie Runden erwischt und bei entspannter Fahrt ein gutes Gefühl gehabt. Aber leider fingen die technischen Probleme noch früher an und wir mussten das Training nochmal früher beenden. … irgendwie frustrierend …

41644198_430648847339683_6477629651026968576_o

Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Die Überraschung war groß dass uns die 3 gefahrenen Runden ausreichten die Zeit wiederum zu verbessern, eine weitere Sekunde gefunden, Zeit verbessert auf auf 1,16 und plötzlich befinden wir uns auf P3 und in der ersten Startreihe … „freu, freu“ …

Der neue Defekt, der sich sehr schnell als ältere Beschädigung vom dem Ketten Verlust aus Oschersleben entpuppte, war schnell gefunden. Ein kleiner Riss im Motorgehäuse, welcher bei Erwärmen größer wird und wodurch dann viel Öl austritt. 😦

Hier jetzt mal einen ganz großen Dank an die vielen Zuschauer / Mitstreiter die begeistert zu uns kamen, die uns motiviert haben, die fasziniert sind von dem Ducati Motor in einem Gespann, die uns auf der Strecke zujubeln oder uns Szenenapplaus spenden, ….danke Euch … genau bei diesen waren auch ein paar Solisten, die sich im Detail informierten und uns ganz spontan auch Hilfe und Material zur Reparatur anboten – die Hilfe nahmen wir an, reparierten den Riss und gingen frohen Mutes am nächsten Tag an den Start.

Sonntag Morgens dann das erste Rennen, ein wenig aufgereget, 1. Startreihe sind wir ja nicht gewöhnt. Ampel geht aus, Start erfolgt, aber leider schossen wir nicht nach vorne, wir standen auf der rechten Seite, welches die dreckige Seite ist, unser Hinterrad hatte keinen Grip und drehte sehr viel durch. Die Spitze zog los, Bereuter / Kolloch schossen aus der Startreihe hinter uns, an uns vorbei und das F2 Schaffrath ebenfalls.

Als fünfter bogen wir in die erste Kurve, aber in Schlagdistanz zu den vor uns fahrenden. Das Schweizer F2 schnappten wir uns sehr schnell wieder und folgten dem Führungstrio bestehend Axelson, Wirth und Bereuter. D.h. wir lagen auf einem sehr guten 4. Platz und waren zu diesem Zeitpunkt in der 1000er Wertung auf P3 mit immer größer werdendem Abstand zu unseren Verfolgern.

36c9e1b6-2f1e-497c-ae33-488ec9d46568

Dann fing Steffen leider wieder an zu Klopfen, wie schon gesagt, nicht weil er nicht mehr konnte, sondern weil es zu gefährlich wurde und immer mehr Öl austrat. 😦 😦 😦

Also für uns, in guter Position liegend, Rennabbruch und ab in die Box … schnell mal unter die Verkleidung geschaut und festgestellt dass unsere kleine Pumpe komplett undicht wurde und unser Vesper Box zu klein war für die austretende Öl-Menge!

IMG_4833

Weitere Versuche die Pumpe wieder dicht zu bekommen scheiterten, somit sagten wir unsere Teilnahme für das zweite Rennen am Nachmittag ab. Der Frust war sehr groß, so gut im Training platziert und dann beim Rennen nicht ins Ziel kommen bzw. gar nicht teilnehmen können.

Das sind jetzt wegen technischen Ausfällen 7x Null Punkte und trotzdem haben wir es geschafft in der Gesamtwertung der 1000er Klasse noch auf Position 5 zu kommen (wir hätten vermutlich unser Ziel Top 3 erreicht ohne die viele Ausfälle).

By by Diva … es gäbe viele Gründe das Projekt weiter zu führen, Klang, Emotionen, Zuschauer, Besonderheit, Auffallen, …. aber wir wollen in der Meisterschaft vorne dabei sein, dass ist so nicht möglich, daher werden wir für die Saison 2019 umbauen und nicht mehr mit Ducati 1198s an den Start gehen.

Wir halten Euch auf dem laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

Finale in Hockenheim – wir sind bereit …

Am Red Bull Ring hat die Diva mal kurzerhand einen neuen Spitznamen bekommen … „Ölsardine“ … denn leider haben wir es im Laufe der Saison noch nicht geschafft dieses Problem in den Griff zu bekommen. 😦

Über die Kurbelgehäuse Entlüftung drückt uns der Motor zuviel Öl in die Airbox, sodass eine lange Renndistanz nicht zu bewältigen ist und es auch jedesmal problematisch für Steffen wird.

Für das Finale in Hockenheim haben sich Fritze und Uwe viele Gedanken über eine weitere Ausbaustufe gemacht, das Ergebnis könnt Ihr dem Plan entnehmen. Wir haben einen neuen Auffangbehälter bauen lassen, vielen Dank an Eckart Rösinger, mit mehr Volumen und mit längeren Verbindungen, in der Hoffnung dass dieser besser funktioniert als die bisherigen Varianten.

Wir sind sehr gespannt ob wir mit dieser Ausbaustufe mehr erfolg haben werden.

Trotz der vielen Probleme freuen wir uns sehr auf das Finale am kommenden Wochenende in Hockenheim.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße, Euer Markus

Red Bull Ring – auf den Spuren von Lorenzo – leider nicht ganz so erfolgreich … 2x P3 und 1x nicht gestartet …

Optisch sieht die Ausbeute doch gar nicht so schlecht aus und mit 2x dritten Platz in der 1000er Wertung sind wir auch sehr zufrieden, doch leider konnten wir am Hauptrennen wegen Elektrik Problemen nicht teilnehmen. 😦

0e62370e-38f8-49bd-9d52-0db6b37a6952

Aber fangen wir doch einfach mal wieder vorne an zu erzählen … auf den Spuren von Jorge Lorenzo der mit seiner Ducati, das Wochenende zuvor hier am Red Bull Ring gewinnen konnte, freuten wir uns sehr auf die Veranstaltung hier in der Steiermark.

Am Freitag Spätnachmittag / früher Abend angereist, traf sich unser kleines Team in der Box Nr. 7 auf dem Red Bull Ring, Lars, Steffen, Marie und ich. Uwe mit Fritze und Team Kimeswenger waren zur gleichen Zeit in Assen beim WM Lauf und Anne mit den Jungs vom Böblinger Garagenteam waren schon seit Donnerstag in Most am Start.

Am Abend dann schnell die Box bezogen, Papier Abnahme und auch Fahrzeug Abnahme erledigt.

IMG_4741

Für Samstag sind 2 Trainings und der Supersprint am Abend angesetzt. Steffen ist zum ersten mal als Teilnehmer am Red Bull Ring, Bremsbeläge mussten eingefahren werden und die Reifen sind auch schon nicht mehr die besten, daher war es klar das wir es im ersten Training nicht übertreiben wollen. Wir fuhren als erster ins Training raus und nach ca. 13 von 15 Minuten Training in die Box, wir waren verwundert dass uns keiner überholt hatte und dass Lars und Marie strahlend auf uns zu kamen -> wir waren 3. Schnellste von 22 Gespannen. 🙂

IMG_4734

Da waren wir von uns selber doch sehr beeindruckt, denn eigentlich waren wir ganz entspannt unterwegs und dachten nicht dass wir sehr schnell gefahren sind.

Aber leider gab es auch schon wieder schlechte Nachrichten, das Öl bleibt einfach nicht dort wo es sein soll und es war schon wieder Schrauben angesagt.

Direkt nach der Mittagszeit dann das 2. Qualifying, mit der Hoffnung, dass wenn wir jetzt richtig Gas geben unsere Zeit verbessern, aber auch mit dem Wissen, das mit zuviel Druck dies nicht funktioniert.  Nach ca. 12 von 25 Minuten Training klopfte Steffen und signalisierte dass wir wieder Probleme mit dem Öl haben, daher brachen wir das Training ab. Wir verbesserten zwar unsere Rundenzeit um ca. 1,7 Sekunden doch unsere Gegner machten größere Schritte und somit vielen wir von P3 auf P7 zurück, womit wir immer noch sehr zufrieden waren.

IMG_4736

Aber wie beschrieben hatten wir weiterhin Probleme mit dem Öl, was uns dazu verleitete die Diva kurzerhand in „Ölsardine“ um zu benennen. 😦

Also wieder Schrauben, Öl wegwischen und eine neue Ausbaustufe testen. Hierzu nutzten wir den Telefonjoker und fragten nach Rat bei Fritz und Uwe.

IMG_4735

Die neue Ausbaustufe sah vor dass ein paar Schläuche anders verbunden werden und somit wir den Überdruck / Unterdruck besser in den Griff bekommen. Aber ich darf an dieser Stelle vorwegnehmen, auch diese Ausbaustufe war nicht zielführend. 😦

Am frühen Abend dann das erste Rennen über 6 Runden oder einfach auch Supersprint genannt. Auf der Position 7 in der 4. Startreihe bezogen wir unseren Startplatz, im Gegensatz zu den letzten Rennen waren die Reihen sehr weit auseinander, ich glaube das waren die Startreihen für die Autos. Dann der Start, eigentlich ganz gut gelungen, aber durch die größeren Abstände der Reihen konnten wir erst einmal keine Plätze gut machen. In der ersten Kurve wurde es dann sehr eng und innen zogen die 600er Wirth und Bachmaier vorbei.

Dies konnten wir aber in der darauffolgenden Bergauf Passage wieder zu unseren Gunsten korrigieren und fuhren vor bis auf Position 5 in direkter Verfolgung von Bereuter / Kolloch. In den folgenden Runden zeigte Wirth / Uhlig immer wieder Ihre Nase und schoben sich in der 5. Runde auch vorbei. Auch Günther Bachmaier setzte sich mal auf der Start-Ziel-Geraden neben dran, kam aber nicht vorbei. Somit kamen wir auf der Position 6 ins Ziel was für uns bedeutet 3. Platz in der 1000er Wertung und unser 2. Podium in dieser Saison … Freu ….

Am Sonntag Morgen dann das Sprintrennen, wieder über eine Distanz von 6 Runden und bei uns mit der Hoffnung verbunden dass wir diese Distanz auch mit auftretenden Problemen schaffen können – echt doof dass man schon mit solchen Gedanken vorbelastet in ein Rennen gehen muss. 😦

Dann gleiches Szenario wie beim Supersprint – die Ampel geht aus und wir starten gut, doch unsere Mitstreiter starten besser und plötzlich schieben sich die Teams Kapeller und Gusse, ebenfalls in der 1000er Klasse unterwegs, an uns vorbei – uppsss – damit hatten wir nicht gerechnet.

Doch dies konnten wir wiederum in der Bergauf Passage und der nachfolgenden Gerade korrigieren und folgten Bereuter / Kolloch auf P5. Mit im Starterfeld war auch eine französische Paarung mit Ihrem 600er F2 Gespann, diese machten vor ein paar Jahren schon mal einen Gaststart in der Sidecar Trophy in Hockenheim und fuhren uns damals ganz kräftig um die Ohren. Sie waren aber zum ersten mal auf dem Red Bull Ring und lernten Runde für Runde die Strecke besser kennen … im ersten Rennen noch weiter hinter uns schoben Sie sich zum Ende der 4. Runde an uns vorbei … es machte sehr viel Spaß Ihnen zu zuschauen, denn Sie hatten Ihr F2 sehr gut im Griff und fuhren eine schöne Linie. Eine Attacke wäre zwar gegen Ende nochmal möglich gewesen, aber ich lies davon ab weil wir sowieso unterschiedlich gewertet werden. Dies hieß dann wieder der gleiche Zieleinlauf, P6 insgesamt und in der 1000er Wertung wieder P3 und ein weiteres Podest. 🙂 … freu … freu …

Auch bei diesem Sprintrennen hatten wir wieder unsere Probleme mit dem Öl und wir fingen gleich mal wieder an mit dem Schrauben und reinigen unserer „Ölsardine“, denn wir wollten optimal vorbereitet sein für das Hauptrennen am Nachmittag.

Das Hauptrennen sollte dann über 10 Runden gehen, wie wiedereinmal als einer der ersten raus in die Aufwärm Runde in Richtung Startaufstellung, dann merkten wir dass die Diva – Ölsardine anfing rum zu zicken – Leistung / keine Leistung – ein Zylinder / zwei Zylinder – dies veranlasste uns in langsamer Fahrt in die Boxengasse ab zu biegen und nicht in die Startaufstellung zu fahren.

Kurze Diagnose, Probleme mit der Elektrik, vermutlich hat die komplette Elektrik zuviel Öl abbekommen und somit nicht mehr einwandfrei funktioniert … :-(((

Dadurch konnten wir leider nicht ins Renngeschehen eingreifen und ein weiterer Nuller (keine Punkte) wird unserem Konto gut geschrieben …

IMG_4749 Der einzige Trost für uns, wir konnten aus der Boxengasse ein sehr interessantes Rennen mit vielen Kämpfen und Positionswechsel uns in Ruhe anschauen.

Die vielen Probleme lassen aktuell sehr viel Spielraum für die neue Saison aufkommen … mal sehen …

Aktuell haben wir die Teilnahme beim IDM Finale in Hockenheim abgesagt, macht so keinen Sinn.

Wir werden zum Saison Finale der Internationalen Sidecar Trophy am 8./9. September in Hockenheim an den Start gehen, hoffentlich mit weniger Problemen und mehr Erfolg.

Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden – Euer Markus