… von P16 auf P2 nach vorne gerast …im zweiten Rennen in Schleiz bei der Int. Sidecar Trophy :-)

Ein sehr gelungenes zweites Rennen haben wir in Schleiz beim Gaststart in der Int. Sidecar Trophy abgeliefert. Unser Team, Freunde und die Zuschauer waren begeistert von der Aufholjagd vom 16. Startplatz auf zwischenzeitlich die 2. Position.

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Erst einmal vielen Dank an Marta, für die vielen tollen Bilder vom Wochenende in Schleiz und danke auch dass ich Sie hier benutzen darf.

Aber wie immer fange ich mal wieder von vorne an … wie schon angekündigt ist seit Schleiz Ondrej der neue Beifahrer im Team und das Team wurde dadurch ein wenig größer: Ondrej als Beifahrer, seine Frau Marta als Fotograf und gelegentlicher Beifahrer, Marek als Mechaniker und Petr ebenso als Mechaniker.

Das Wetter für das Wochenende war nicht so gut angesagt, in der Vorschau war angekündigt dass das komplette Wochenende nass werden sollte. Für mich und Onrej war klar dass wir das ganze erst einmal langsam angehen lassen, er muss als erstes mal sich zurecht finden und ich muss schauen wie gut es mit Ihm klappt.

Freitag 17 Uhr dann das erste freie Training, wir fuhren im hinteren Drittel des Feldes auf die Strecke und legten gemütlich los. 1-2 Runden ließen wir uns Zeit für die Strecken Besichtigung und dann steigerten wir Runde um Runde das Tempo. Am Ende des Trainings fühlten wir uns ganz wohl und wurden mit der Rundenzeit von 1,473 auf P8 geführt. Wir waren mit unserer ersten gemeinsamen Ausfahrt sehr zufrieden.

Technisch mussten wir für das erste Qualifying am Samstag Morgen nichts ändern, wir haben nur die Daten aus dem Datarekording ausgelesen und einen normalen Service gemacht. Am 11 Uhr in der früh ging es dann ins Q1, weiterhin fühlte sich alles ganz gut an und wir kamen schnell auf die 1,47 wie im freien Training, aber leider nicht schneller. Viel experimentieren kann man in den Trainings nicht, denn durch die lange Strecke kann man nicht so viele Runden fahren in den 20 Minuten. Mit dieser Zeit landeten wir nun auf der 11. Position und hofften das wir diese im Q2 noch verbessern könnten.

Das Wetter war den Sidecars irgendwie wohlgesonnen, denn obwohl es in der Nacht sehr stark regnete und teilweise auch stürmte waren die Trainings der Gespanne bisher alle auf trockener Piste. So auch das Q2, in welchem wir unsere Verbesserung der Rundenzeit planten. Doch wie immer kam alles ganz anders und bei der ersten Start/Ziel Durchfahrt schlug die Defekt-Hexe mal wieder zu, bei Vollgas verschluckte sich der Motor und ging sofort aus … wie ließen Ende der Geraden das Gespann ins Fahrerlager rollen und stellten schon fest dass es sehr stark nach Benzin roch. Ondrej schob mich bis ins Zelt und dort stellten wir sehr schnell fest dass die Benzinleitung an der oberen Einspritzung sich gelöst hatte und somit Unmengen von Benzin die Airbox fluteten – wir hatten Glück dass dies nicht auf den Auspuff kam, sonst wäre unser schönes Gespann abgefackelt. 😦

Glück im Unglück, dass war kein großer Schaden, konnte schell behoben werden, aber das Training war damit futsch und somit auch eine Verbesserung der Rundenzeit. Dies bescherte uns dann den Startplatz 16 für beide Rennen.

Allerdings fehlten uns nun einige Test-Kilometer um zu bestätigen dass die Übersetzung und die Fahrwerkseinstellungen passen … wir sprachen mit anderen Teams und entschieden uns auch ohne es zu probieren die Übersetzung gravierend zu ändern und das Fahrwerk leicht anzupassen.

Am Samstagabend dann das erste Rennen, nun zeigte sich der Wettergott mal von der anderen Seite und er öffnete seine Schleusen … da war an ein abtrocknen nicht zu denken, deshalb Fahrwerk auf weich eingestellt und die Brems Verteilung nach hinten gedreht. Zum Start gab es zwei Einführungsrunden, denn wie schon gesagt waren die Trainings bisher nur auf trockener Piste.

Der Start ist mir nicht so gut gelungen und irgendwie fühlte ich mich bei der richtig nassen Piste nicht wohl, so verbesserten wir auch nicht unsere Position. Als ich dann auch noch im Zweikampf feststellte dass das Vorderrad sehr leicht blockierte und nur mit viel Glück kein Crash passierte, beschloss ich für mich einfach nur fertig fahren, denn hier ging es für uns um nichts, es war einfach nur Training für die IDM Lauf 14 Tage später. Wir beendeten unspektakulär das Rennen auf P12. Wir und das Team waren nicht ganz zufrieden, aber wichtiger war dass wir nichts kaputt gemacht haben. Der Wetterbericht für Sonntag versprach eine trockene Piste und für uns eine neue Chance zu zeigen was möglich ist. 🙂

Dann nach langem warten durften wir am späten Sonntagnachmittag zum zweiten Rennen an den Start. Das Wetter war zwar wechselhaft, aber die Strecke war weitgehend trocken. Also mit Slicks und Trocken Setup ab in die Besichtigungsrunde und nach dem beziehend der Startposition dann in die anschließende Einführungsrunde. Aus dieser zurück sollte eigentlich der Start erfolgen, doch leider hatte ein Team massive Probleme und das Gespann musste aus der Startaufstellung geborgen werden. Somit gab es eine weitere Einführungsrunde und dann endlich der Start.

Dieser gelang auch ganz gut, laut Fritze könnte der aber auch noch besser gehen … dann wurde es aber in der ersten Kurve recht eng, 22 Gespann brauchen halt Platz … ohne Lackaustausch verbesserten wir uns um ein paar Plätze und zeigten wo es hingehen soll.

Bei der ersten Überfahrt über Start/Ziel wurde mir schon die Verbesserung auf P13 angezeigt, dies motivierte mich sehr und so kämpften wir uns weiter nach vorne. Auf den schnellen Geraden hatten wir keine Chance gegen die 1000er Gespanne, aber am Buchhübel angesaugt und in der folgenden kurvigen Passage konnten wir unsere Vorteile ausspielen. Von mehrerern Fahrern bekamen wir ein großes Lob für die sauberen Überholmanöver und auch die Bestätigung dass Sie auch meist keine Chance hatten dran zu bleiben.

So verbesserten wir Runde um Runde unsere Position, hatten sehr viel Spaß auf der Strecke und booten den Zuschauern eine gute Show. Ich konnte es gar nicht glauben als im weitern Verlauf des Rennens mir auch einstellige Positionen angezeigt wurden. Dies krönte dann mit der Anzeige von P2 in der letzten Runde, ich hatte ein mächtiges Grinsen im Gesicht, doch dies sollten im letzten drittel der Strecke weichen … denn Lingo, ebenfalls als IDM Fahrer, hier auch nur als Gast unterwegs, wollte mit aller Gewalt zeigen dass man Ihn als 1000er nicht so einfach überholt und hielt massiv mit Lackaustausch dagegen … dies nutzen die Teams Krist und Wirth und schoben sich ebenfalls wie Lingo vorbei sodass aus P2 „nur“ P5 wurde … ärgerlich, aber zum Glück ist nichts schlimmeres passiert und wie gesagt es war nur Training.

Ganz vorne waren Team Kapsch/Billich mit Ihrer 1000er die aber wegen Frühstart eine Zeitstrafe bekommen hatten und nun auf P6 gewertet wurden. Das Rennen gewannen unsere Teamkollegen Peter/Jens welche auch die schnellste Rundenzeit fuhren …herzlichen Glückwunsch … wir sind sehr zufrieden, wir fuhren die 3. schnellste Rundenzeit und sind heute noch von unserer Aufholjagd begeistert.

Das Team ist größer geworden und die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt, vielen Dank an Alle die geholfen haben, an alle Freunde und Sponsoren die das möglich machen.

In etwas mehr als einer Woche sind wir wieder in Schleiz, zur IDM, da müssen wir zeigen dass dies keine Eintagsfliege war. 🙂

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße Euer Markus

Zolder ist immer eine Reise wert … eigentlich …

Warum das „eigentlich“, weil einfach im Vorfeld viel Unruhe war, viel geklärt werden musste und vor Ort es auch zum Schluss irgendwie keinen Spaß mehr machte … aber da kann Zolder mit dieser schönen Strecke nichts dafür …

Im Vorfeld zum IDM Lauf in Zolder hat es sich leider ergeben das Steffen und ich uns trennen mussten, das ist wirklich schade,  denn menschlich wie auch im Team auf dem Gespann hat es gut funktioniert. D.h. dann für uns neben der technischen Fehlersuche auch noch der zusätzliche Stress mit der Beifahrer Suche.

Sehr schnell sind wir dann mit Luca Schmidt ins Gespräch gekommen und die Vorfreude war sofort groß, mit dem Nachwuchs Beifahrer, an den Start zu gehen, doch leider kam sehr schnell die Rückmeldung dass der Beifahrer im Ausland mindestens 16 Jahre alt sein muss – das Rennen ist 12 Tage zu früh :-((((

Über den gemachten Facebook  Poost kamen einige Rückmeldungen bzw. Angebote, aber davon musste ich den meisten eine Absage erteilen, denn meiner Meinung nach ist die IDM nicht die geeignete Veranstaltung zum Einstieg für Anfänger. Vor allem bn ich zuversichtlich dass nun die Technik funktionieren sollte und ich dann schnelle Runden drehen will.

Dann kam zum Glück die erlösende Meldung aus Österreich, Markus Billich hat Zeit und würde sich sehr freuen mit mir in Zolder an den Start zu gehen. -> somit war die Beifahrer Frage geklärt. 🙂

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Wir waren am Donnerstag recht früh in Zolder angekommen, sodass es viel Zeit gab um mit dem einen oder anderen zu plaudern und sich über die Strecke zu unterhalten. So im nachhinein betrachtet wurde eigentlich so negativ über diese Strecke gesprochen, Betonwände zu nah, sehr eng, teilweise keine Auslaufzonen, … dass das beste gewesen wäre gleich wieder einzupacken und die Heimreise anzutreten. -> dies haben wir natürlich nicht getan. Im Gegenteil Markus und ich (2x Markus) nutzten die Zeit und liefen ganz gemütlich die Strecke ab und besprachen die kritischen Stellen.

Im Vorfeld war auch klar dass in Zolder mehr Gespanne zum Training zugelassen werden als im Rennen erlaubt sind, d.h. es wurde eine richtige Ausscheidung gefahren und die letzten drei Gespanne dürfen erst einmal nicht am Rennen teilnehmen.

Somit war der Druck für uns schon sehr groß, denn wir waren nicht 100%ig sicher dass die Technik komplett funktioniert und wenn Sie nicht funktioniert dann wird es schwer werden sich zu qualifizieren.

Danke an Biele-Pixx für die schönen Bilder.

Am Freitag standen dann 2 freie Trainings an und die erlösende Nachricht bei den ersten Meter im ersten freien Training war …. der Schaltautomat funktioniert beim rauf und runter schalten, danke an Viviano von viva moto. Die nächste gute Nachricht war, das die Brese auch das tat was Sie tuen sollte und somit wurde von Kurve zu Kurve von Runde zu Runde das Gefühl für die Strecke, das Gespann und den neuen Beifahrer immer besser. Markus Billich hat sich sehr schnell zurecht gefunden sodass wir das Tempo spielerisch steigern konnten. Irgendwie fühlte sich das komplette Paket gut an und so war es für uns nicht verwunderlich das wir am Ende vom Training auf P15 von 27 lagen. Für den einen oder anderen war das wohl überraschend, zumal wir auch das erste mal in Zolder am Start sind … für mich selber war es klar, wenn die Technik funktioniert traue ich uns einen Platz im Mittelfeld zu! 🙂

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Für das zweite freie Training änderten wir noch ein paar Kleinigkeiten und mit dem guten Gefühl und der steigenden Strecken Kenntnis verbesserten wir unsere Rundenzeit von 1,53 auf 1,50 und blieben damit weiterhin im vorderen Mittelfeld. Zum 1. Quali war trotzdem die Anspannung sehr groß, denn wie gesagt, wer sich nicht qualifiziert der darf nicht am Rennen teilnehmen. Aber auf der Strecke war die Anspannung sehr schnell vergessen und das positive Gefühl überwog und uns gelangen sofort ein paar schnelle Runden. Im Hinterkopf hatten wir dass eine 1,48 am Samstag unser Ziel sein könnte, wir mussten unser Ziel für Samstag korrigieren, denn wir fuhren am Freitagabend im 1. Quali schon die 1,484 und steigerten uns somit um ca. 5 Sekunden in drei Trainings – wir waren sehr zufrieden und sehr begeistert von dieser Leistung.

Am Samstagvormittag dann das 2. Qualifying, hier war nun die Hoffnung sehr groß dass wir die Zeit nochmal stark verbessern können, denn mit den aufgezogenen neuen Reifen sollte schon locker eine Sekunde Verbesserung möglich sein (dachten wir), doch leider war ich zu verbissen unterwegs und kam über ein 1,497 nicht hinaus. Dadurch verloren wir 2 Plätze in der Startaufstellung und fanden uns dann auf P17 für beide Rennen wieder. Aber trotzdem waren wir weiterhin sehr zufrieden, denn wir waren das schnellste 600er „nicht WM“ Gespann und in der Rundenzeit nur 6 Sekunden hinter den ehemaligen Weltmeistern.

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Am Samstagabend dann der Start zum ersten Rennen, dieser muss zukünftig noch besser gehen, aber wir waren trotzdem gut dabei. Der Weg zur ersten Kurve ist in Zolder sehr weit, sodass mindestens 2 Tausender Gespanne uns aus beschleunigten und vor uns in die erste Kurve einbogen. Dies korrigierten wir dann aber gleich wieder in den nächsten Kurven Kombinationen.

Wir waren gut unterwegs, es machte Spaß, war nicht anstrengend und so fuhren wir vor bis auf P13 in der achten Runde … dann beim raus beschleunigen aus der hinteren Schikane fühlte sich alles sehr zäh an, die Drehzahl Region oberhalb von 13.000 Umdrehungen funktionierten nicht mehr sauber und ich befürchtete das Schlimmste – Motorschaden … deshalb liest ich das Gespann, in der Medical Center Kurve ausrollen und somit beendeten wir das Rennen vorzeitig mit einem technischen Ausfall.

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Im Fahrerlager zurück gleich mal, trotz Motor Ruhe, das Gespann gestartet und dann sofort festgestellt dass es kein Motorschaden ist …. puhhh … Glück gehabt … irgendetwas stimmt mit der Benzinzufuhr nicht (war die Vermutung) … daher habe wir mit Hilfe von Diego Romero das komplette System überprüft und vorsichtshalber die Benzinpumpe getauscht und hofften den Fehler gefunden und beseitigt zu haben.

Leider gab es am Sonntag kein Warmup wo wir dies testen konnten und somit sind wir mit einem unguten Gefühl in das zweite Rennen am Sonntag Mittag gestartet.

In der Startaufstellung durften wir einen Platz aufrücken, da es aus dem ersten Rennen einen Ausfall gab, somit konnte auch Ilse nachrücken und konnte zumindest das zweite Rennen fahren.

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Der Start war sehr schlecht, denn ich probierte eine neue Startprozedur, mit der ich anscheinend nicht zurecht komme (vielleicht Übungssache). So kamen wir als einer der letzten durch die erste Kurve … in den nächsten Kurven schlossen wir gut auf, sodass wir auf der Gegengrade, beim anbremsen auf die Schikane schon wieder ein paar Plätze gut machen konnten. Dann beim raus beschleunigen aus dieser Schikane entdeckte ich auf der Kuppe die gelbe Flacke und dann sogar die doppel gelbe Flacke … auf der Kuppe angekommen sah ich dann was passiert war oder gerade noch passierte … auf jeden Fall ein großes Chaos auf der Strecke … ein Gespann überschlug sich, ein weiteres dadurch abseits der Piste, das nächste direkt vor uns drehte sich und zum Glück ist nach meinem heutigen Wissenstand keiner der Beteiligten schlimmer verletzt worden … gute Besserung an alle.

Beim Restart des Rennens waren wir wieder mit dabei, doch leider setzte unser Drehzahl direkt wieder ein und wir beendeten frustriert das zweite Rennen.

Auf der einen Seite war die Stimmung am Boden, auf der anderen Seite waren wir mit der gezeigten Leistung im Training sehr zufrieden – darauf können wir aufbauen.

Fast vergessen, vielen Dank an Markus Billich, er war leider nur in Zolder als Ersatz Beifahrer dabei, für den Großteil der restlichen Saison werde ich zusammen mit Ondrej Kopecky an den Start gehen, ich freue mich darauf.

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Den ersten Test zusammen, absolvieren wir am nächsten Wochenende mit der Int. Sidecar Trophy in Schleiz … ich hoffe ohne technische Probleme. :-)))

Vielen Dank nochmal an das Technik Team, Fritze, Uwe und Lars, ohne Euch wäre das ganze nicht möglich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße, euer Markus

Erster Lauf zur IDM (Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft) – jeder Anfang ist schwer … ;-)

Am letzten Wochenenden waren wir auf dem Lausitzring zu unserem ersten Lauf in der IDM-Sidecar … die Vorfreude war groß und die Enttäuschung nach dem Wochenende noch größer 😦

Ein Teil der Fotos sind von Sascha Biele – Biele Pixxx Sportfotografie, vielen Dank für die schönen Bilder. (bitte ohne Rücksprache mit Sacha diese Bilder nicht benutzten)

Aber wie immer fangen wir doch einfach mal von vorne an zu erzählen … im Vorbericht zu diesem Rennen hatte ich drauf hingewiesen das „der weiße Wahl“ es auf jeden Fall so nicht geben wird, aber die “ Stormtroopers“ wie Steffen und ich schon liebevoll bezeichnet wurden bleiben Euch erhalten. 🙂

Die weiße Lackierung war nur eine Notlösung für das Trainingslager, zum ersten Lauf in der IDM sind wir in einem ähnlichen Look wie 2018 an den Start gegangen und präsentieren unsere Sponsoren auf schwarz/rot/weißem Untergrund. – Danke an Alle die uns unterstützen.

Freitags war das Freie Training und das 1. Quali, wir waren sehr motiviert weil wir die Hoffnung hatten dass wir alle aufgetretenen Probleme im Griff haben und uns für das Wochenende weitere Hilfe zugesagt war. Aber schon im ersten Turn stellten wir fest dass wir nicht alles im Griff hatten, der Schaltautomat wollte weiterhin nicht seine Arbeit tun, weder beim hoch- noch beim runterschalten und die Bremse war so weich und teigig dass ich kein Vertrauen zu Ihr aufbauen konnte.

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Überraschend war dann das es in der Zeiten Liste gar nicht so schlecht aussah wie es sich auf der Strecke angefühlt hat. … Bis zum Q1 war genügend Zeit den Dingen auf den Grund zu gehen, bzgl. Elektrik hieß dies telefonieren und versuchen mit unserem Telefon Joker irgendwie eine Lösung zu finden und bzgl. Bremse … rauchten uns erst einmal die Köpfe …

Die Bremsbeläge wurden für das Rennen extra geschliffen und geprüft, die Bremsflüssigkeit zuletzt erst getauscht, einer der beiden Hauptbremszylinder im Winter getauscht und die Dichtungen in den Bremssättel auch. -> also entlüfteten wir die Bremse nochmal und zogen neue Flüssigkeit ein, die Bremse wurde ein wenig härter aber trotzdem bekamen wir keinen wirklichen Druckpunkt hin.

Also ging es mit fast den gleichen Problemen in das Q1 immer noch mit der Hoffnung dass sich die Probleme lösen lassen und somit die Rundenzeiten sich leicht verbessern lassen. Dem war leider nicht so, schon ab der zweiten Runde war die Bremse wieder sehr weich und teigig und alle Gänge rauf wie runter mussten von Hand geschaltet werden. … ein befreundeter Mechaniker und Namensvetter von mir sagte zum Thema „fahren ohne Schaltautomat“ … „Markus, die Klassik startet an diesem Wochenende in Schleiz“ … 😦

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Unter diesen Voraussetzungen war es ein regelrechter Kampf um überhaupt an die Zeit aus dem Freien Training heran zu kommen, an eine Verbesserung war gar nicht zu denken. Steffen machte einen guten Job und als Team auf dem Gespann war das Zusammenspiel gegeben, somit eigentlich beste Voraussetzungen für gute Rundenzeiten wenn uns da die Technik nicht im Weg stehen würde.

Eigentlich dachten wir auch dass mit dem Wechsel von der Ducati auf die Yamaha oder anders ausgedrückt von der Diva zu Geisha auch die Schrauberei weniger wird … dies ist leider noch nicht so.

In der Nacht von Freitag auf Samstag haben wir dann die komplette Bremsanlage zerlegt und neu zusammengesetzt und leider kein besseres Ergebnis hinbekommen. Die Hilfeversuche im Bereich Elektrik verliefen leider auch im Sande sodass im Q2 am Samstagvormittag keine Verbesserung für uns möglich war, wir mussten uns mit dem vorletzten Startplatz begnügen.

Am späten Samstagnachmittag dann das erste Rennen, die Vorfreude war nicht wirklich groß, denn die Distanzen sind in der IDM wesentlich länger als in der Trophy und mit dem Wissen dass ich rauf und runter jeden Gang mit Kupplung schalten muss schrieb mir kein Lächeln ins Gesicht.

Dann der Start, der ging richtig gut und wie verbesserten uns gleich um 3-4 Positionen. Wir flogen sogar an unseren Teamkollegen #11 Peter und Jens vorbei, diese starteten 2 Plätze vor uns. Aber Sie korrigierten dies gleich in den ersten Kurven nach Start und Ziel wieder und stellten die gewohnte Reihenfolge wieder her. Das Feld sortierte sich sehr schnell und zog sich auseinander, wir kämpften wie die wilden merkten aber nach jeder Kurve beim raus beschleunigen wie wir Zeit verlieren gegenüber den Teams mit Schaltautomat. In den ersten Runden schafften wir es die Pace halbwegs mitzugehen und so kam es zu mehrfachen Positionswechsel innerhalb einer Runde. Doch durch die wieder weich werdende Bremse konnten wir über die komplette Distanz unser Tempo nicht halten und ich sagte mir lieber weiter hinten ankommen als überhaupt nicht ankommen.

 

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Ergebnis P13 in unserem ersten IDM Rennen und P6 in der 600er Wertung … trotz allem waren wir zufrieden dass wir die ungewohnte längere Distanz gemeistert hatten und dass wir keine konditionellen Probleme hatten.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten wir dann wieder einiges probiert, sind teilweise auch an die Grenzen unseres Verstandes gestoßen, denn wirkliche Fehler konnten wir nicht finden. Sodass wir am Sonntagnachmittag mit den gleichen Gegebenheiten in das 2. Rennen gegangen sind … zusätzlich war blöd dass wir erst am späten Nachmittag unser Rennen hatten, ohne ein Warmup oder so … das lange Warten zehrt an einem.

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Das zweite Rennen ist dann leider auch schnell erzählt, ein noch besserer Start brachte uns in der Anfangsphase ein paar Plätze nach vorne, welche wir dann aber Stück für Stück wieder verloren, durch die bekannten Probleme. Aber auch hier waren wir stolz auf uns dass wir die Distanz gemeistert und das Rennen beendet haben. P15 im Rennen und P8 in der 600er Wertung. Danke an Uwe, Fritze und Lars für das fleißige Schrauben, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben dass es weniger wird.

Das Rennen in Assen bei den Ducat Club Races haben wir kurzfristig abgesagt, denn so macht es keinen Sinn. Zu Hause angekommen sind wir direkt wieder auf Fehlersuche gegangen, haben die ersten schon identifiziert und die neue Elektronik ist auch schon bestellt.

Wir sind sehr guter Dinge dass bis zum 2. IDM Lauf in Zolder endgültig ale Probleme beseitigt sind und wir wirklich „mitspielen“ können.

Ich halte Euch auf dem Laufenden – Eurer Markus

Lausitz kann kommen :-) … nach dem Motorschaden in Brünn gab es einiges zu tun …

In den letzten Wochen nach Brünn habe ich einige Kilometer zurückgelegt, Motoren wegbringen, Motoren abholen, ECU wegbringen und wieder abholen … usw. …

So sieht das Trauerspiel aus, Motor den wir in Brünn leider kaputt gemacht haben liegt in der Kiste und Gespann steht ohne Motor da. Um auf Nummer sicher zu gehen haben wir dann gleich mal beide Motoren weggebracht …

Im Detail dann sehr ernüchternd was man so entdeckt wenn der Motor geöffnet wurde. Kurbelwelle, 1x Pleuel und 2x Kolben konnten gleich in die Tonne.

-> beruhigend für uns, wir wissen warum und hoffen das der Fehler uns nicht mehr passiert! 🙂

Nebenbei haben wir auch mal die Bremse überprüft und bearbeitet, denn was nützt der gute Vortrieb wenn man kein Vertrauen zur Bremse hat.

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Am letzten Wochenende kam dann der Einsatz Motor, für den IDM Saison Auftakt in der Lausitz, zurück und das Gespann wurde wieder zusammengebaut.

Beinahe vergessen, auf Wunsch von Diego haben wir auch in Perfektion den Motor „eingefahren“, mit dem letzten Turn waren wir so gegen Mitternacht fertig. Die wilde Konstruktion vor dem Kühler sorgte für ausreichend „Fahrtwind“ … mit offenen Türen und Fenster sorgten wir für Frischluft für uns.

Wir haben das Motorrad perfekt vorbereitet und sind sehr gespannt auf den Auftakt in der Lausitz, die Strecke kennen wir …

Ganz fertig sind wir nicht geworden (siehe Bilder) aber eines kann ich versprechen, als „großer weißer Wahl“ gehen wir nicht an den Start. 🙂

Ich werde zeitnah von dem IDM Saison Auftakt in Lausitz berichten … viele sportliche Grüße, euer Markus

Mit der Int. Sidecar Trophy in Brünn – Fortsetzung der Fehlersuche …

Eigentlich dachten wir mit dem Wechsel von der Diva zur Geisha (von Ducati zu Yamaha) würde auch das viele Schrauben ein Ende finden … erstens kam es anders …

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Das Trainingslager in val de Vienne beendeten wir vorzeitig Freitags um die Mittagszeit, denn da trat ein Fehler auf, den wir nicht identifizieren konnten. Leider trat dieser Fehler in der Werkstatt dann nicht mehr auf und wir waren gespannt wie es hier in Brünn funktionieren wird.

Ab dem ersten freien Training bis hin zum Sprintrennen trat der Fehler dann auf, immer in den schnellen Rechtskurven schaltete die ECU kurz die Leistung ab und dies passierte dann innerhalb einer Runde an mindestens fünf Stellen.

Der Fehler hinterließ keinen Fehlercode den wir nachverfolgen konnten, daher haben wir fast das komplette Gespann zerlegt, jeden Stecker, jeden Sensor, jede Lötstelle, gelöst, geprüft und neu verbunden …

Leider schafften wir im ersten Quali-Training keine Gemessene Rundenzeit hin zu bekommen und im zweiten quälten wir uns dann mit diesem Fehler um den Kurs und konnten uns gerade so als Letzter qualifizieren. 😦

Wieder ein paar Änderungen gemacht, mit der Hoffnung nun den Fehler gefunden zu haben (wie zwischen allen Trainings und Rennen) starteten wir dann in das Sprintrennen am Samstagabend.

Das Wetter war am ganzen Wochenende sehr kalt, zwischen knapp über 0 bis hin zu 6 Grad, also sehr winterlich … vor dem Sprintrennen zogen Wolken auf und es fing ganz leicht an zu Nieseln -> Reifenpoker … ich fahre nicht gern mit Slicks im feuchten, daher entschied ich mich sehr kurzfristig für die Regenreifen. Wie sich kurze Zeit später rausstelle waren wir mit dieser Entscheidung fast alleine.

Wie gesagt, wieder was geändert, starteten wir von Pos.22, wieder mit Hoffnung … die Reifenwahl bewies sich als perfekt, denn der Regen wurde stärker … ein guter Start beförderte uns direkt einige Plätze nach vorne, die Regenreifen sorgen für ein übriges.

Runde für Runde machten wir Plätze gut, schoben uns vor bis auf Pos. 4 im gesamten Feld und dann gab es plötzlich, 2 Runden vor Schluß, einen Abbruch mit roter Flagge. Leider wird dann die Zieldurchfahrt der Runde zuvor gewertet, da waren wir noch auf P7 – trotzdem waren wir zufrieden, denn der Fehler war immer noch aktiv und es war eine ganz schöne Quälerei.

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Uns war klar dass wir so das Hauptrennen nicht fahren können, also machten wir uns weiterhin Gedanken was den Fehler auslösen konnte und bereiteten das Gespann mit einer neuen Variante für das Warmup am Sonntagmorgen vor. Am frühen Abend erreichten wir dann wieder einmal unseren „Telefonjoker“ Viviano, welcher auch noch eine Idee für uns hatte.

Dann am Sonntag Morgen bei Graupelschauer ab ins Warmup, wieder mit Hoffnung und diesmal war Sie berechtigt, es funktionierte und wir konnten zum ersten mal an diesem Wochenende komplett durchfahren ohne Fehler. Freudig drehten wir ein paar schnelle Runden und hatten dabei ein Grinsen auf dem Gesicht. 🙂

Die Vorfreude auf das Hauptrennen war sehr groß, denn wenn nun alles funktioniert, sollte es uns möglich sein einige Plätze gut zu machen. Dann um die Mittagszeit der Start zum Rennen, … der Start war schlecht, ich hatte vergessen darauf zu achten ob es noch feucht ist an unserem Startplatz. Das hieß nun erst mal keine Position beim Start gewonnen, doch dann robbten wir uns ran, an einem nach dem anderen schoben wir uns vorbei, sogar Überholmanöver in der Außenkurve waren möglich … so gut hat es sich angefühlt … Uwe hatte an der Box uns beobachtet und den Daumen hoch angezeigt, also sah es auch von außen gut aus.

Dann in der 5. Runde ein abruptes Ende, in der Rechtskurve nach Start / Ziel plötzlich keine Leistung mehr – Motorschaden – mi wirklich langen Gesichtern wurden wir später in die Box geschleppt.

Das Wochenende war ja nur ein Test für uns, danke an die Trophy Gemeinde dass wir dabei sein durften … daher ist der Schaden ärgerlich und teuer … aber wir sind nun guter Dinge dass wir für unseren eigentlichen Saison Start in der IDM am Lausitzring gut gerüstet sind.

Danke noch an Uwe den Einzelkämpfer und ein wenig Stolz bin ich auf Steffen und mich, denn wir haben weitgehend an unserem Gespann selber geschraubt. 🙂

… ich halte Euch auf dem Laufenden und hoffe beim nächsten mal auf positivere Info – viele Grüße, Euer Markus

Trainingslager auf dem Circuit val de vienne – die Höhen und Tiefen –

Eigentlich ist aber genau dafür doch ein Trainingslager da, zum Testen, zum Finden der Fehler, um Dinge auszuprobieren und ggf. auch zum Reparieren, oder?

In diesem Sinne war es, trotz allem, ein gutes Trainingslager 2019.

Nach 5 Jahren Abwesenheit waren wir wieder dabei, im Carlos Trainingslager, das ist eines der größten, mir bekannten, Trainings für Gespanne und Solo Motorräder zusammen. Hier sind mind. 50-70 Gespanne am Start und auch viele Solos und das Feld ist bunt gemischt von Oldtimer über Trophy Teilnehmer, IDMer bis hin zur WM ist alles vertreten.

Carlos (Carlo Auer) hat das richtige Wetter bestellt, am Montag war es noch ein wenig feucht von der Nacht und der Rest der Woche war es dann komplett trocken. Morgens immer noch ein wenige kühl, denn in der Nach gingen die Temperaturen auf den Gefrierpunkt runter, trotzdem konnten wir um die Mittagszeit uns über ca. 15 Grad freuen … von Tag zu Tag mehr sodass am Freitag sogar knappe 20 Grad erreicht wurden … :-)))

Für uns war von Anfang an klar dass wir Montag Morgens nicht die ersten auf der Strecke sein werden, denn das Steuergerät (ECU) konnten wir erst Freitags vor der Abfahrt testen und die neue Airbox bekamen wir sogar erst am Sonntagabend in val de vienne. Dies bedeutete dass wir Sonntag Nacht bzw. Montag Vormittag erst einmal die Airbox angepasst haben und die damit verbunden restlichen Anpassungen erledigen mussten bevor wir auf die Rennstrecke gehen konnten.

Dies haben Uwe und Fritze in Ihrer gewohnten Art und Weise gut auf die Reihe bekommen, sodass wir vor der Mittagszeit schon unseren ersten Rollout machen konnten. Dabei ging es hauptsächlich darum, zu schauen ob die Technik funktioniert, die Sitzposition passt und ob für Steffen die Griffe bzw. Griff-Löcher passen.  nebenbei natürlich auch darum wie ich nun wieder mit 600 ccm 4-Zylinder statt 1200 ccm 2-Zylinder zurecht komme.

Der erste Eindruck war ganz gut, Sitzposition bis auf ein paar kleine Änderungen ganz gut, Griffe für Steffen passten und das Fahrgefühl für die 600 ccm „Rennsemmel“ war auch schnell wieder da. Meiner Meinung nach muss dass 600er Gespann ähnlich  gefahren werden wie ein 2-Takter, denn vernünftig geht es nur voran in einem Drehzahlband zwischen 9500 – 15000 Umdrehungen.

Leider machte sich dann aber sehr schnell der schon bekannte Fehler vom Prüfstand bemerkbar, plötzlich und unkalkulierbar geht das Moped unter Volllast aus … zum Glück brachte uns dies in keine missliche Situation auf der Rennstrecke … aber leider haben wir bis Mittwoch um die Mittagszeit keine Lösung gefunden … :-(((

Nachdem wir dann ca. 30 Minuten telefonische Audienz mit unserem Elektronik Spezialisten hatten, wobei wir jeden einzelnen Sensor durchgesprochen haben, fanden wir das Problem und somit auch die Lösung. Die Unterdruck Schläuche waren falsch angeschlossen und somit bekam das Steuergerät ständig falsche Informationen und hat aus Sicherheitsgründen dann das Moped ausgeschaltet!!! … Dies wurde dann sofort geändert und bewies sich dann am Nachmittag als der richtige Schritt.

Runde um Runde bauten wir nun Vertrauen zur Technik auf, keine Motor Kontrolleuchte, kein Aussetzer … so war es möglich dass wir die Rundenzeiten verbesserten und sogar eine Trainings Session von 30 Minuten komplett durchfahren konnten. Am Donnerstag fuhren wir dann unsere schnellsten Runden in Frankreich, das Vertrauen war da, das Zusammenspiel von Steffen und mir passte wieder perfekt und die Technik funktionierte. :-)))

Dann leider am Freitag das böse erwachen, zu dem Zeitpunkt wo wir eigentlich daran dachten wie wir unsere Zeiten noch verbessern könnten schlug wieder der Fehlerteufel zu, wieder unter Volllast, plötzlich eine „wild Blinkende“ Kontrollleuchte, im gleichen Moment Leistungsverlust und die Leuchte ging nicht mehr aus. Wir suchten nach schlechten Verbindungen, nach aufgescheuerten Kabel, … und fanden leider nichts, deshalb stellten wir Freitag um die Mittagszeit das Training ein, wir waren mit unserem Latein am Ende.

Mit einem Fehler im System das Training zu beenden ist unangenehm, aber wir sind guter Dinge dass wir auch diesen finden werden und in knapp 2 Wochen in Brünn bei der Sidecar Trophy mitspielen können.

Die Jungs haben eine schönes und schnelles Moped aufgebaut, vielen Dank an Lars, Fritze und Uwe und Steffen hat sich auch super umgewöhnt an diese 600er Nähmaschine. :-)))

… ich mache keine Versprechen mehr, Ihr hört einfach wieder von mir, Euer Markus

Prüfstand zerlegt und wieder zusammen gesetzt … Restliche Arbeiten erledigt … nun auf dem Weg ins Trainingslager :-)

Die Jungs sind schon auf dem Weg zu mir in die Nähe von Stuttgart und von hieraus geht es dann Morgen in der Früh weiter nach Frankreich … die Infos vom Prüfstand sind von vor zwei Wochen.

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Im ersten Moment sah das Projekt Prüfstand so aus als würde es scheitern bevor es überhaupt losgehen kann … wir hatten vergessen die Maße auszutauschen (Länge Gespann mit Länge Prüfstand) und so standen wir vor Ort mit einem großen Gespann und einem sehr klein wirkenden Rollenprüfstand.

Aber Diego vertraute uns und lies uns seinen Prüfstand zerlegen, Voraussetzung am Samstagabend sieht er wieder so aus wie vorher. Leider haben wir dies nicht bildlich festgehalten, aber wichtig war, das Ziel wurde erreicht und die Gespanne passten dann darauf. :-)))

Es war am Freitag sehr viel Arbeit und auch der erste Motor tat nicht so ganz was er sollte, im oberen Drehzahlbereich rutschte die Kupplung oder hatte das Hinterrad zu viel Wheelspinn … nach mehreren Test fanden wir heraus das die Kupplung rutschte und haben diese dann überprüft und repariert. Am Abend konnten wir dann die erste erfolgreiche Bremsung machen und fanden so einen zufriedenen Abschluss des Tages.

Am Samstag dann Motorwechsel an der Yamaha und zwischendurch mal kurz die Kawa auf die Rolle genommen. Nach der Mittagszeit dann wieder die Yamaha auf der und wir schafften es mehrere positive Messungen zu machen. Aber wir stellten fest dass es auch noch einiges an Arbeit gibt bis es ins Trainingslager gehen kann.

Zum Beispiel war die Airbox nur eine Leihgabe von Michael Grabmüller (danke Michi), denn die neu bestellte Airbox bekommen wir vermutlich erst in val de Vienne. Deshalb haben wir vorsichtshalber auch noch eine gebrauchte aus Frankreich gekauft, diese könnten wir im Notfall anpassen – aber die neue wäre schon besser.

Die Verkleidung musste auch noch ein wenig in Form gebracht werden, wir waren beim Abschleifen leider zu eifrig, dass erschwerte die Vorbereitungen für eine Lackierung sehr. Deshalb steht das Design fürs Trainingslager noch nicht final, mal schauen wie es aussieht wenn wir in die Saison starten.

Auch die Elektrik hatte noch die eine oder andere Überraschung für uns bereit gehalten, so musste kurzerhand das Steuergerät nochmal hin und her geschickt werden und der Schaltautomat umgepinnt werden – ob alles so funktioniert wie es soll sehen wir dann leider erst auf der Strecke – wäre super wenn das hoch- u. runter schalten dann ohne Kupplung klappt. :-)))

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Die Einkäufe fürs Trainingslager sind gemacht (dies ist ein kleiner Teil davon), die Transporter und Hänger sind gepackt und Uwe, Fritze, Lars, Steffen und Marie sind schon unterwegs, genauso wie Team 11, Peter, Jens und Patrik.

Wir freuen uns auf eine Woche in Frankreich, auf dem circuit du val de vienne und laut Wetterbericht sieht es auch ganz gut aus. 1 Woche „dumm im kreis rum fahren“, 1 Woche testen, testen, testen, …. 1 Woche Benzin Gespräche, …. 1 Woche Spaß haben, … einfach eine Woche Gespann fahren … :-))))

Die letzten Wochen waren sehr stressig, aber irgendwie sind wir alle an unsere Grenzen gegangen und wir haben es zusammen geschafft dass wir nun auf dem Weg nach Frankreich sind.

Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber vielleicht schaffe ich es aus Frankreich ein paar aktuelle Infos zu posten.

Ich halte Euch auf dem laufenden, viele liebe Grüße Euer Markus

Es geht gut voran, die Technik haben wir im Griff, unseren Sponsoren gefällt das was wir tun und sie unterstützen uns weiter!!!

Wir kommen gut voran, die Verkleidung ist verlängert, verstärkt und angepasst. Dabei haben wir natürlich darauf geachtet das sie nicht zu schwer wird. Ebenso wurde die Airbox mit der Einspritzung angepasst und alles nötige an die richtige Position gebracht. 🤔

Die Elektrik haben wir auch weitgehend im Griff, für den „Schaltautomat“, der bei  DHL verschollen ging, haben wir heute den Ersatz bekommen.

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D.h. der eingebaute Yamaha R6 Motor läuft schon, würde ich Euch auch gerne zeigen und hören lassen, aber leider kann ich keine Videos hier einstellen. :-(((

Helm X-lite 803

Auch fern der Technik sind wir sehr rührig und auf der einen Seite sind wir sehr froh dass unsere letztjährigen Sponsoren uns treu bleiben und uns auch auf unserem Weg in die IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) weiterhin unterstützen und auf der anderen Seiten freuen wir uns auch über neue Sponsoren.

Wie hier die Nolangroup mit den X-lite Helmen mit denen wir auch schon in früheren Jahren schon gute Erfahrungen gemacht haben => vielen Dank Euch

Die Farbwahl ist Absicht, denn es kommt des öfteren vor dass wir längere Zeit am Vorstart in der Sonne stehen, da heizt sich ein heller Helm nicht so sehr auf wie ein dunkler. 🙂

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Auch neu dazu gekommen und somit ein weiterer Dank an FREY daytona. Sie unterstützen schon viele viele Jahre die Sidecar Szene und auch wir haben seit vielen Jahren gute Erfahrungen mit den speziellen Sidecar Stiefel. Daher freut es uns umso mehr dass auch wir die Unterstützung bekommen. => vielen Dank

Unser nächsten Schritte … kürzere Abstände zwischen den Posts … die Elektronik muss abgestimmt werden und die Vorbereitungen für das Trainingslager in Frankreich stehen auch an.

Viele Grüße, Euer Markus, ich halte Euch auf dem Laufenden :-)))

 

 

 

 

 

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr – viel passiert seit dem letzten „Post“

Leider unterschätze ich immer wieder wie aufwendig das Schreiben hier ist. Denn obwohl ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist, möchte ich Euch dabei natürlich auch informieren und auch ein wenig unterhalten und dann dauert das gleich mal 2-3 Stunden.

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Unser Umbau auf den 600er Motor geht voran … allerdings gleicht so ein Umbau einem Neuaufbau und eigentlich muss fast alles neu gemacht werden. Einer der wichtigen Punkte ist die Verkleidung und die Sitzposition für mich als Fahrer. Wir haben uns dafür entschieden die Komponenten der Ducati nicht zu verändern, sodass auch eine andere Verkleidung komplett neu angepasst werden muss. Unser Fahrwerk ist für größere Fahrer gedacht und ist somit ein paar Zentimeter länger und dies wirkt sich auch bei der Verkleidung aus, siehe folgende Bilder.

Das erste Probe Sitzen fühlte sich gar nicht so schlecht an, anders als bei der Diva, aber ganz gut. Allerdings viel uns dann sehr schnell auf dass die Verkleidung zu kurz ist, ist halt eine für ein „nicht verlängertes“ Fahrwerk. Schnell waren wir uns einig wo geschnitten werden muss … gesagt getan … 🙂

Schneiden war einfach … das wieder zusammenführen der beiden Teile etwas komplizierter, aber in der Summe hat alles besser gepasst und schneller geklappt als wir im Vorfeld befürchtet haben. 🙂

Zur richtigen Sitz Position gehört natürlich auch die richtige Position der Bremse und der Schaltung. An der Bremse hat sich nichts geändert, da bleibt die Position gleich, bei der Schaltung müssen wir uns mal wieder komplett neu erfinden. …. Im Gegensatz zum Ducati Motor führen wir bei dem R6 Motor die Umlegung der Schaltung vorne um den Motor … für diejenigen die es noch nicht wissen, ich Bremse mit links und Schalte mit rechts … da gewöhnt man sich dran. Die Schaltung sollte am Ende leichtgängig und mit so wenig Spiel wie möglich sein, damit präzise Schaltvorgänge möglich sind.

Die Elektrik, das Herzstück eines modernes Gespanns, ist eine sehr große Herausforderung, aber auch davon lassen sich die Jungs nicht abschrecken und geben vollgas. Fritze mit Hilfe von dem Elektrik Azubi Lars sind hier ganz kräftig am wirbeln und man sieht schon ganz große Fortschritte. Wir benutzen einen Racing Kabelbaum, aber auch dieser passt in ein Gespann nicht einfach 1 zu 1 rein, gegenüber einem Solo Motorrad muss der Kabelbaum verlängert werden, daher bauen wir aus 2 Kabelbäumen einen neuen. …. Jungs Ihr macht echt tolle Arbeit ….

Die Elektrik ist fast fertig, sieht echt gut und sehr professionell aus. Parallel sind wir natürlich an den anderen Baustellen dran. Verkleidung wieder perfekt zu einem Stück laminieren ohne dass Sie zu schwer wird. Schauen und einen Plan machen wie wir mit der Airbox hinkommen, die Herausforderung sind hier die oberen Einspritzdüsen und die beweglichen Trichter … wie Ihr seht geht uns die Arbeit nicht aus und die Winterpause könnte schon fast wieder zu kurz sein 😦

Ich halte Euch weiter auf dem laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

 

Nach der Saison ist vor der Saison … oder so :-)

Die Vorbereitungen für die neue Saison haben schon früh angefangen, darüber hatte ich ja schon berichtet und dass es einen Klassenwechsel geben wird und zukünftig ein 600er Motor unser Gespann antreiben wird, auch.

Allerdings bevor ein Neuaufbau stattfinden kann muss erst einmal alles zerlegt werden und so hat Steffen und Lars kräftig Gas gegeben und unsere schöne Diva bis aufs Chassis komplett zerlegt.

Am Ende des Zerlegen ist dann nicht mehr wirklich so viel am Chassis dran, aber dieser Zustand ermöglicht dann wirklich im Detail zu prüfen ob das Fahrwerk noch komplett in Ordnung ist. Sogar die Tankblase wurde ausgebaut dass auch der letzte Winkel geprüft werden konnte. -> Ergebnis der Prüfung … sehr guter Zustand, beste Basis für schnelle Runden … 🙂

Damit das komplette Paket nachher auf einem aktuellen Stand ist bekommt unser Gespann auch eine andere Verkleidung, diese ist zwar nicht neu aber in einem sehr guten gebrauchten Zustand. Trotzdem wurde Sie komplett runter geschliffen um auch hier ein paar Kilo ein zu sparen … danke für die viele Schleifarbeit …

Wie Ihr vielleicht schon im Bericht vom Flughafen Bautzen entdeckt habt hat auch ein anderer Anhänger mit angebauten Zelt den Weg zu uns gefunden, dies vereinfacht uns den Transport, das Laden und vor allem den sauberen Auftritt vor Ort! … Danke an das Team Ruppert für den fairen Deal …

So langsam trudeln auch die benötigen neuen Teile für den Aufbau ein, neuer Motor-Halter, neue Elektronik, Bremsen-Teile, neues Fahrwerk, … d.h. der Neuaufbau kann in Angriff genommen werden.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße Euer Markus