Hockenheim: … Fast perfektes Training und keine Zielankunft … by by Diva …

Mal wieder lag Freud und Leid sehr eng zusammen, so war das Training / Qualifying ganz gut gelaufen aber in den Rennen gab es keine Zielankunft.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dieses Foto spiegelt gut das Wochenende in Hockenheim wieder, denn trotz der neuen Ausbaustufe konnten wir kein Traing, kein Qualifying und kein Rennen komplett fahren -> die Diva ist anscheinend nur Kurzstrecken tauglich! :-(((

Die Vorbereitungen waren sehr gut, ein neuer ALU Tank zum auffangen des Ölnebels hat uns Eckart Rösinger mal auf die Schnelle gebaut und damit wir das aufgefangene Öl zurück in den Motor bekommen wurde eine kleine Pumpe installiert.

Genau diese Pumpe sorgte zwar dafür dass kaum noch Öl in die Airbox gelang (bester Zustand in der Saison), aber machte an diesem Wochenende auch viele neue Probleme.

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Foto von KDL-Foto, danke Erich

Aber wie immer fange ich doch mal von vorne an zu erzählen, oder.

Freitag Nachmittag, die Veranstaltung war schon im vollem Gange, durften auch wir von der Sidecar Trophy zu unserem ersten und einzigen Freien Training auf die Strecke. Dieses Training war auch sehr nötig, denn es wurde an diesem Wochenende der ganz kleine Kurs gefahren, über die Querspange, hinter der Mercedes Tribüne vorbei (ich glaube ca. 2,3 km Streckenlänge).

Leider fuhren wir nicht wie gewohnt als einer der ersten raus, sondern mitten im Feld, da stellten wir dann gleich fest dass diese Strecken Variante nicht viele Überhol Möglichkeiten bietet. Der Kurs war zwar sehr eckig und es war schwer die Leistung des Zweizylinders auf die Straße zu bekommen, aber für die erste Ausfahrt fühlte es sich ganz gut an. 🙂 … bis dann plötzlich Steffen klopfte … dies ist diese Saison ein klares Signal für technische Probleme … Trainings Ende und schauen was los ist 😦

Der erste Fehler war schnell gefunden, die neue Pumpe war leicht undicht und so entschlossen wir uns zu einer sehr unkonventionellen Lösung und integrierten die Pumpe in eine „Vesper Box“ aus Plastik (Hauptsache dicht eingepackt). Die Überraschung kam dann mit dem Zeiten Zettel, trotz unbekannter Streckenführung und gemütlichem herumrollen waren wir auf P8 von 21 Gespannen. … „freu“ mit einen Rundenzeit von 1,22 …

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Dann am Samstag kurz vor der Mittagszeit das erste Qualifying, dieses mal wieder bei den ersten dabei die das Training aufgenommen haben. 🙂  … dadurch dann direkt ein paar freien Runden und ein gutes Gefühl … dann leider wieder Steffen am klopfen … ist aber nicht er schuld, Steffen macht einen sehr guten Job da hinten … nein leider wieder technische Probleme, wieder Öl dort wo es nicht hin gehört! 😦

Diesmal wurde als Fehler diagnostiziert, dass der Auslass auf der Kurbelgehäuse Entlüftung undicht wurde, der Kleber hat nicht gehalten. Dagegen hat die Vesper Box Ihren Zweck erfüllt und das Öl aus der undichten Pumpe aufgefangen! … also den passenden Kleber besorgt und das Plastik Teil neu geklebt … und das haben wir auch alleine ohne Uwe und Fritze alles hinbekommen! (Lars, Steffen und ich).

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Das Resultat des 1. Zeittrainings überraschte uns dann doch, wir verbesserten uns von P8 auf P6 und verbesserten unsere Zeit um 5 Sekunden auf 1,17 -> was wäre denn möglich wenn wir keine Probleme hätten …. mhhhh …

Dann am späten Nachmittag das zweite Zeittraining, wieder früh raus und ein paar freie Runden erwischt und bei entspannter Fahrt ein gutes Gefühl gehabt. Aber leider fingen die technischen Probleme noch früher an und wir mussten das Training nochmal früher beenden. … irgendwie frustrierend …

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Die Überraschung war groß dass uns die 3 gefahrenen Runden ausreichten die Zeit wiederum zu verbessern, eine weitere Sekunde gefunden, Zeit verbessert auf auf 1,16 und plötzlich befinden wir uns auf P3 und in der ersten Startreihe … „freu, freu“ …

Der neue Defekt, der sich sehr schnell als ältere Beschädigung vom dem Ketten Verlust aus Oschersleben entpuppte, war schnell gefunden. Ein kleiner Riss im Motorgehäuse, welcher bei Erwärmen größer wird und wodurch dann viel Öl austritt. 😦

Hier jetzt mal einen ganz großen Dank an die vielen Zuschauer / Mitstreiter die begeistert zu uns kamen, die uns motiviert haben, die fasziniert sind von dem Ducati Motor in einem Gespann, die uns auf der Strecke zujubeln oder uns Szenenapplaus spenden, ….danke Euch … genau bei diesen waren auch ein paar Solisten, die sich im Detail informierten und uns ganz spontan auch Hilfe und Material zur Reparatur anboten – die Hilfe nahmen wir an, reparierten den Riss und gingen frohen Mutes am nächsten Tag an den Start.

Sonntag Morgens dann das erste Rennen, ein wenig aufgereget, 1. Startreihe sind wir ja nicht gewöhnt. Ampel geht aus, Start erfolgt, aber leider schossen wir nicht nach vorne, wir standen auf der rechten Seite, welches die dreckige Seite ist, unser Hinterrad hatte keinen Grip und drehte sehr viel durch. Die Spitze zog los, Bereuter / Kolloch schossen aus der Startreihe hinter uns, an uns vorbei und das F2 Schaffrath ebenfalls.

Als fünfter bogen wir in die erste Kurve, aber in Schlagdistanz zu den vor uns fahrenden. Das Schweizer F2 schnappten wir uns sehr schnell wieder und folgten dem Führungstrio bestehend Axelson, Wirth und Bereuter. D.h. wir lagen auf einem sehr guten 4. Platz und waren zu diesem Zeitpunkt in der 1000er Wertung auf P3 mit immer größer werdendem Abstand zu unseren Verfolgern.

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Dann fing Steffen leider wieder an zu Klopfen, wie schon gesagt, nicht weil er nicht mehr konnte, sondern weil es zu gefährlich wurde und immer mehr Öl austrat. 😦 😦 😦

Also für uns, in guter Position liegend, Rennabbruch und ab in die Box … schnell mal unter die Verkleidung geschaut und festgestellt dass unsere kleine Pumpe komplett undicht wurde und unser Vesper Box zu klein war für die austretende Öl-Menge!

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Weitere Versuche die Pumpe wieder dicht zu bekommen scheiterten, somit sagten wir unsere Teilnahme für das zweite Rennen am Nachmittag ab. Der Frust war sehr groß, so gut im Training platziert und dann beim Rennen nicht ins Ziel kommen bzw. gar nicht teilnehmen können.

Das sind jetzt wegen technischen Ausfällen 7x Null Punkte und trotzdem haben wir es geschafft in der Gesamtwertung der 1000er Klasse noch auf Position 5 zu kommen (wir hätten vermutlich unser Ziel Top 3 erreicht ohne die viele Ausfälle).

By by Diva … es gäbe viele Gründe das Projekt weiter zu führen, Klang, Emotionen, Zuschauer, Besonderheit, Auffallen, …. aber wir wollen in der Meisterschaft vorne dabei sein, dass ist so nicht möglich, daher werden wir für die Saison 2019 umbauen und nicht mehr mit Ducati 1198s an den Start gehen.

Wir halten Euch auf dem laufenden, viele Grüße Euer Markus

 

Finale in Hockenheim – wir sind bereit …

Am Red Bull Ring hat die Diva mal kurzerhand einen neuen Spitznamen bekommen … „Ölsardine“ … denn leider haben wir es im Laufe der Saison noch nicht geschafft dieses Problem in den Griff zu bekommen. 😦

Über die Kurbelgehäuse Entlüftung drückt uns der Motor zuviel Öl in die Airbox, sodass eine lange Renndistanz nicht zu bewältigen ist und es auch jedesmal problematisch für Steffen wird.

Für das Finale in Hockenheim haben sich Fritze und Uwe viele Gedanken über eine weitere Ausbaustufe gemacht, das Ergebnis könnt Ihr dem Plan entnehmen. Wir haben einen neuen Auffangbehälter bauen lassen, vielen Dank an Eckart Rösinger, mit mehr Volumen und mit längeren Verbindungen, in der Hoffnung dass dieser besser funktioniert als die bisherigen Varianten.

Wir sind sehr gespannt ob wir mit dieser Ausbaustufe mehr erfolg haben werden.

Trotz der vielen Probleme freuen wir uns sehr auf das Finale am kommenden Wochenende in Hockenheim.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße, Euer Markus

Red Bull Ring – auf den Spuren von Lorenzo – leider nicht ganz so erfolgreich … 2x P3 und 1x nicht gestartet …

Optisch sieht die Ausbeute doch gar nicht so schlecht aus und mit 2x dritten Platz in der 1000er Wertung sind wir auch sehr zufrieden, doch leider konnten wir am Hauptrennen wegen Elektrik Problemen nicht teilnehmen. 😦

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Aber fangen wir doch einfach mal wieder vorne an zu erzählen … auf den Spuren von Jorge Lorenzo der mit seiner Ducati, das Wochenende zuvor hier am Red Bull Ring gewinnen konnte, freuten wir uns sehr auf die Veranstaltung hier in der Steiermark.

Am Freitag Spätnachmittag / früher Abend angereist, traf sich unser kleines Team in der Box Nr. 7 auf dem Red Bull Ring, Lars, Steffen, Marie und ich. Uwe mit Fritze und Team Kimeswenger waren zur gleichen Zeit in Assen beim WM Lauf und Anne mit den Jungs vom Böblinger Garagenteam waren schon seit Donnerstag in Most am Start.

Am Abend dann schnell die Box bezogen, Papier Abnahme und auch Fahrzeug Abnahme erledigt.

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Für Samstag sind 2 Trainings und der Supersprint am Abend angesetzt. Steffen ist zum ersten mal als Teilnehmer am Red Bull Ring, Bremsbeläge mussten eingefahren werden und die Reifen sind auch schon nicht mehr die besten, daher war es klar das wir es im ersten Training nicht übertreiben wollen. Wir fuhren als erster ins Training raus und nach ca. 13 von 15 Minuten Training in die Box, wir waren verwundert dass uns keiner überholt hatte und dass Lars und Marie strahlend auf uns zu kamen -> wir waren 3. Schnellste von 22 Gespannen. 🙂

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Da waren wir von uns selber doch sehr beeindruckt, denn eigentlich waren wir ganz entspannt unterwegs und dachten nicht dass wir sehr schnell gefahren sind.

Aber leider gab es auch schon wieder schlechte Nachrichten, das Öl bleibt einfach nicht dort wo es sein soll und es war schon wieder Schrauben angesagt.

Direkt nach der Mittagszeit dann das 2. Qualifying, mit der Hoffnung, dass wenn wir jetzt richtig Gas geben unsere Zeit verbessern, aber auch mit dem Wissen, das mit zuviel Druck dies nicht funktioniert.  Nach ca. 12 von 25 Minuten Training klopfte Steffen und signalisierte dass wir wieder Probleme mit dem Öl haben, daher brachen wir das Training ab. Wir verbesserten zwar unsere Rundenzeit um ca. 1,7 Sekunden doch unsere Gegner machten größere Schritte und somit vielen wir von P3 auf P7 zurück, womit wir immer noch sehr zufrieden waren.

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Aber wie beschrieben hatten wir weiterhin Probleme mit dem Öl, was uns dazu verleitete die Diva kurzerhand in „Ölsardine“ um zu benennen. 😦

Also wieder Schrauben, Öl wegwischen und eine neue Ausbaustufe testen. Hierzu nutzten wir den Telefonjoker und fragten nach Rat bei Fritz und Uwe.

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Die neue Ausbaustufe sah vor dass ein paar Schläuche anders verbunden werden und somit wir den Überdruck / Unterdruck besser in den Griff bekommen. Aber ich darf an dieser Stelle vorwegnehmen, auch diese Ausbaustufe war nicht zielführend. 😦

Am frühen Abend dann das erste Rennen über 6 Runden oder einfach auch Supersprint genannt. Auf der Position 7 in der 4. Startreihe bezogen wir unseren Startplatz, im Gegensatz zu den letzten Rennen waren die Reihen sehr weit auseinander, ich glaube das waren die Startreihen für die Autos. Dann der Start, eigentlich ganz gut gelungen, aber durch die größeren Abstände der Reihen konnten wir erst einmal keine Plätze gut machen. In der ersten Kurve wurde es dann sehr eng und innen zogen die 600er Wirth und Bachmaier vorbei.

Dies konnten wir aber in der darauffolgenden Bergauf Passage wieder zu unseren Gunsten korrigieren und fuhren vor bis auf Position 5 in direkter Verfolgung von Bereuter / Kolloch. In den folgenden Runden zeigte Wirth / Uhlig immer wieder Ihre Nase und schoben sich in der 5. Runde auch vorbei. Auch Günther Bachmaier setzte sich mal auf der Start-Ziel-Geraden neben dran, kam aber nicht vorbei. Somit kamen wir auf der Position 6 ins Ziel was für uns bedeutet 3. Platz in der 1000er Wertung und unser 2. Podium in dieser Saison … Freu ….

Am Sonntag Morgen dann das Sprintrennen, wieder über eine Distanz von 6 Runden und bei uns mit der Hoffnung verbunden dass wir diese Distanz auch mit auftretenden Problemen schaffen können – echt doof dass man schon mit solchen Gedanken vorbelastet in ein Rennen gehen muss. 😦

Dann gleiches Szenario wie beim Supersprint – die Ampel geht aus und wir starten gut, doch unsere Mitstreiter starten besser und plötzlich schieben sich die Teams Kapeller und Gusse, ebenfalls in der 1000er Klasse unterwegs, an uns vorbei – uppsss – damit hatten wir nicht gerechnet.

Doch dies konnten wir wiederum in der Bergauf Passage und der nachfolgenden Gerade korrigieren und folgten Bereuter / Kolloch auf P5. Mit im Starterfeld war auch eine französische Paarung mit Ihrem 600er F2 Gespann, diese machten vor ein paar Jahren schon mal einen Gaststart in der Sidecar Trophy in Hockenheim und fuhren uns damals ganz kräftig um die Ohren. Sie waren aber zum ersten mal auf dem Red Bull Ring und lernten Runde für Runde die Strecke besser kennen … im ersten Rennen noch weiter hinter uns schoben Sie sich zum Ende der 4. Runde an uns vorbei … es machte sehr viel Spaß Ihnen zu zuschauen, denn Sie hatten Ihr F2 sehr gut im Griff und fuhren eine schöne Linie. Eine Attacke wäre zwar gegen Ende nochmal möglich gewesen, aber ich lies davon ab weil wir sowieso unterschiedlich gewertet werden. Dies hieß dann wieder der gleiche Zieleinlauf, P6 insgesamt und in der 1000er Wertung wieder P3 und ein weiteres Podest. 🙂 … freu … freu …

Auch bei diesem Sprintrennen hatten wir wieder unsere Probleme mit dem Öl und wir fingen gleich mal wieder an mit dem Schrauben und reinigen unserer „Ölsardine“, denn wir wollten optimal vorbereitet sein für das Hauptrennen am Nachmittag.

Das Hauptrennen sollte dann über 10 Runden gehen, wie wiedereinmal als einer der ersten raus in die Aufwärm Runde in Richtung Startaufstellung, dann merkten wir dass die Diva – Ölsardine anfing rum zu zicken – Leistung / keine Leistung – ein Zylinder / zwei Zylinder – dies veranlasste uns in langsamer Fahrt in die Boxengasse ab zu biegen und nicht in die Startaufstellung zu fahren.

Kurze Diagnose, Probleme mit der Elektrik, vermutlich hat die komplette Elektrik zuviel Öl abbekommen und somit nicht mehr einwandfrei funktioniert … :-(((

Dadurch konnten wir leider nicht ins Renngeschehen eingreifen und ein weiterer Nuller (keine Punkte) wird unserem Konto gut geschrieben …

IMG_4749 Der einzige Trost für uns, wir konnten aus der Boxengasse ein sehr interessantes Rennen mit vielen Kämpfen und Positionswechsel uns in Ruhe anschauen.

Die vielen Probleme lassen aktuell sehr viel Spielraum für die neue Saison aufkommen … mal sehen …

Aktuell haben wir die Teilnahme beim IDM Finale in Hockenheim abgesagt, macht so keinen Sinn.

Wir werden zum Saison Finale der Internationalen Sidecar Trophy am 8./9. September in Hockenheim an den Start gehen, hoffentlich mit weniger Problemen und mehr Erfolg.

Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden – Euer Markus

Moto GP am Red Bull Ring – Ducati gewinnt -> ist das ein gutes Vorzeichen für uns?! – was meint Ihr?

Der Ausfall im Hauptrennen in der letzten Runde in Oschersleben, durch die gerissene Kette, hat doch leider mehr Schäden hinterlassen als auf den ersten Blick gedacht. Doch die Jungs sind sehr sehr fleißig, danke an Uwe, Fritze, Lars, Steffen und Marie. Aus der Ferne trage ich meinen Anteil bei indem ich die Ersatzteile beschaffe.

Was ist denn alles von dem Schaden betroffen? – Kette gerissen und weg, Kettenrad hinten kaputt, Ritzel vorne ebenfalls beschädigt, Kupplungsnehmerzylinder (das rote Teil auf dem Bild) kaputt, Motorgehäuse hat leichte Blessuren, ein paar Streben vom Fahrwerk verbogen – > damit es uns nicht langweilig wird …

Zum Glück gibt es Leute wie Louis Christen, der schnell Ersatzteile liefern kann und immer mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

Alle benötigten Ersatzteile haben wir noch bekommen oder sind noch auf dem Wege, sodass der Einsatz am kommenden Wochenende beim Int. Rupert Hollaus Gedächnis Rennen am Red Bull Ring nicht gefährdet ist! 🙂

Und so nebenbei versuchen wir unsere Diva ein wenig zu zähmen, d.h. mit einer nächsten Ausbaustufe versuchen die doch immer wieder auftretenden Probleme zu minimieren. Ab und zu hilft hier auch mal die Beschreibung im Detail zu lesen von den Produkten die wir einsetzen. 😦

Das Team freut sich sehr auf den nächsten Einsatz, wobei wir uns auf 3 Rennstrecken aufteilen: Anne ist mit der Klassik in Most, Uwe u. Fritze mit Kimi u. Jens bei der WM in Assen und Steffen, Lars und ich sind auf dem Red Bull Ring -> auf den Spuren der Moto GP 🙂

Ich halte Euch auf dem Laufenden, euer Markus

Sehr gut gestartet, gute Rundenzeiten, wieder nur einmal P4, ein Ausfall und viel Schrauben -> Kurzfassung Oschersleben

Die Diva macht sehr sehr viel Spaß, aber wie wir von Anfang an gewusst haben ist es ein Experiment, welches uns zeitweise an unsere Grenzen bringt und auch wir anfangen zu zweifeln.

-> da ist es doch immer wieder sehr motivierend wenn wir mitbekommen wer so alles nach uns und nach unserer Diva schaut und ggf. mit uns leidet … 🙂

Diese beiden Bilder sind symbolisch für das viele Schrauben was uns diese Saison begleitet.

Aber fangen wir einfach mal wieder vorne an … für Oschersleben hatten wir uns entschieden den Ersatzmotor einzubauen, denn die halbe Saison ist rum und der Einsatz Motor gehört mal durchgecheckt.

Der Motor hört sich gut an, irgendwie etwas aggressiver … dies half uns das wir schon in den beiden freien Trainings am Freitag sehr gute Zeiten gefahren sind und ein gutes Gefühl für das Qualifying entwickelten. Der Zeiten Vergleich mit dem letzten Jahr versprach dass wir vorne mitmischen können.

In die Qualis am Samstag sind wir dann mit einer sehr großen Erwartung gestartet und im Nachhinein, zeigte es sich, dass wir uns damit selber zu sehr unter Druck gesetzt haben, denn auf den ersten Blick waren die Zeiten schlechter als im freien Training. 😦

Doch auf dem Zettel mit den Rundenzeiten gab es auch den Vermerk das die Startnummer #19 (sind wir) sich bei Zeitnahme melden soll … dort bekamen wir dann mitgeteilt dass unser Transponder Signal sehr schwach ist und dadurch nicht alle Runden erfasst wurden.

Das hieß für uns, Transponder an einer neue Position befestigt, wieder auftretende Öl Probleme bekämpfen und dann ab in das zweite Quali. Fühlte sich für 2-3 Runden gut bzw. sehr gut an, bis ein Getriebeschaden vorzeitig ein Ende herbei führte. Aber auf dem Zeitenzettel spiegelte sich dass leider nicht wieder, von Position 4 rutschten wir zurück auf P9 und stellten dabei fest das von uns keine Zeit registriert wurde. Im Stress des Schraubens haben wir zwar die Position verändert aber leider vergessen den Transponder anzuschließen. 😦

Dann mal wieder auf zur Zeitnahme, Problem erklärt und dann den Hinweis bekommen dass es immer möglich ist die Zeiten zu ermitteln, aber wir hierzu die Freigabe vom Rennleiter benötigen … diese haben wir uns besorgt und dann waren wir plötzlich wieder zurück auf P4 … parallel zu dieser Aktion war Uwe und Fritze schon mit dem Motorwechsel beschäftigt, denn der Getriebeschaden sorgte für einen Motor Umbau … und das macht so kurz nach dem Training kein Spaß wenn alles noch heiß ist.

Knapp 3 Stunden waren Zeit zwischen Quali 2 und dem Sprintrennen am Samstagabend – nach ca. 2.30 Uhr war der Einsatzmotor wieder drin und lief! – Danke nochmal an Uwe und Fritze für den tollen Job und den Stress den Sie auf sich genommen haben!

Zur Sicherheit hatten wir noch einen 2. Transponder geliehen, denn bis dato wussten wir noch nicht ob unserer nun gescheit funktioniert. Pünktlich zum Sprintrennen war somit die Diva wieder startklar und um 17.30 Uhr wurde das Rennen gestartet … da es das letzte für den Tag war hatten wir sogar ein paar Zuschauer.

Die Startampel ging aus und uns gelang ein fast perfekter Start, von P4 aus flogen wir vor auf P2, auf gleicher höhe mit Thomas Axelson auf P1. Sehr eng ging es da vorne zu und uns war es klar dass unsere Verfolger uns dicht auf den Fersen sein mussten. Dies bestätigte sich bei  jeder Durchfahrt auf Start-Ziel, denn auf unserer Boxentafel bekamen wir angezeigt +0 was uns sagt, Hintermann direkt dran, kein Abstand.

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Bild von: Freeze the Speed, danke an Toni für die schönen Bilder

In der dritten Runde, wie die anderen Runden auch flott unterwegs, kam es dann plötzlich und unvermittelt zu einem Ausritt in der 3-fach Links nach der Hasseröder Kurve … plötzlich ging es geradeaus, Kiesbett, Wiese, Asphalt, geprüft ob Steffen (ein großer Dank an Steffen für das „blinde“ Vertrauen) noch da ist und alles ok ist und dann wieder zurück auf die Strecke. Dann bei etwas langsamerem Tempo geprüft ob mit der Diva alles in Ordnung ist, dies für Gut befunden und wieder richtig ran ans Gas. Dieser Ausritt hatte uns 5 Plätze nach hinten geworfen, aber sind wir einfach froh dass nichts schlimmeres passiert ist. Das Rennen beendeten wir dann auf Position 7 und in unserer Klasse mal wieder auf P4. Beim Abstellen des Gespann direkt nach dem Rennen stellten wir dann fest dass die Kupplung nicht mehr trennte … also war mal wieder Schrauben angesagt … 😦

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Bild von: Freeze the Speed, danke an Toni für die schönen Bilder

Wir hatten jetzt wenigstens reichlich Zeit bis zum nächsten Rennen, dem Hauptrennen am Sonntag Mittag, daher ließen wir das Moped erst einmal abkühlen. Beim Ausbau der Kupplung stellten wir dann sehr schnell fest dass sich ein paar Stahlscheiben der Kupplung gewölbt hatten … wir hatten kein Ersatz … Samstagabend auch kein Händler in der Nähe mehr offen … dann zum Glück Hilfe bei dem Solo Team Frankenberger gefunden (danke nochmal)

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Sonntag kurz vor der Mittagszeit, ein perfekter Start zum Hauptrennen, wieder nach vorne geschossen, P2 mit Tendenz auf P1 – aber im letzten Moment zurück gezogen und Thomas den P1 nicht streitig gemacht. 2 – 3 Runden konnten wir die Position halten und mal wieder zeigen das die Diva konkurrenzfähig ist, aber dann schlichen sich der eine oder andere Fehler ein (verschaltet, zu spät gebremst, unaufmerksam, …) wodurch unsere direkten Konkurrenten an uns vorbei zogen. 😦

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Somit lagen wir dann im Rennen auf P5 und da nur ein schnelleres 600er Gespann vor uns war auf P4 in unserer Klasse. Diese Position konnten wir sehr gut halten und robbten uns gegen Rennende näher an die vor uns fahrenden ran, sodass wir in der letzten Runde nochmal einen Angriff auf eine bessere Position starten konnten.

Aber leider kam es mal wieder anders, ein paar wenige Meter nach dem Beginn der letzten Runde, bei der Einfahrt in die Hasseröder Kurve plötzlich kein Vortrieb mehr und wir mussten das Gespann am Fahrbahnrand abstellen -> Kette gerissen in der letzten Runde 😦 😦 😦  irgendwie soll es nicht sein!

Im Moment sind wir sehr stark am Zweifeln ob das Ducati Projekt von uns fortgeführt wird, würde uns natürlich leichter fallen wenn sich ein Ducati Händler berufen fühlt uns zu unterstützen … Ideen sehr willkommen.

Danke an das komplette Team für das wiedereinmal spannende Wochenende.

In knapp 2 Wochen sind wir am Red Bull Ring … viele Grüße, Euer Markus

Schleizer Dreieck – 2x P4 aber es wäre mehr möglich gewesen …

Die Diva zickt nicht mehr rum und die technischen Verbesserungen funktionieren, das ist eine gute Basis für schnelle Rundenzeiten. 🙂

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Am Freitag Nachmittag fand das erste freie Training statt, da Steffen in Schleiz noch nicht gefahren war, hatte er nur theoretische Kenntnisse vom Streckenverlauf, daher ließen wir es langsam angehen. Runde für Runde steigerten wir das Tempo und fühlten uns dabei sehr wohl. Am Ende des Trainings waren wir dann sehr überrascht dass wir auf P5 gelistet waren und dies mit einer Rundenzeit von 1,44 welche ohne großartige Anstrengung gefahren wurde.

Ein weiterer positiver Punkt war dass die technischen Verbesserungen funktionierten, das Öl blieb dort wo es hingehört, die Kupplung trennte und die Gänge ließen sich schalten. -> nur der normale Service wurde gemacht und kein nächtliches Schrauben war erforderlich. 🙂

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Bild von Marie Schuster

Samstag Vormittag dann das erste Zeittraining, wir fuhren ein paar Runden, dann ab in die Box für uns zu besprechen (siehe Bild) und dann ein paar weitere Runden. Das Fahren ging ähnlich leicht wie im freien Training und wir konnten unsere Rundenzeit vom ersten Training bestätigen, bzw. leicht verbessern auf 1,43. Damit waren wir sehr zufrieden und da die Technik funktionierte folgte nur ein normaler Service mit ein paar kleinen Anpassungen. Wir veränderten die Übersetzung um besser aus den Kurven raus zu kommen und stellten das Fahrwerk noch ein bisschen straffer ein.

 

 

Am späten Nachmittag zum zweiten Training war es schwül warm und somit wollten wir uns nicht verausgaben sondern nur schnell zwei bis drei schnelle Runden drehen und die Rundenzeit nochmal ein klein wenig verbessern. In der dritten Runde zeigte mir mein Rundenzeiten Messer eine Zeit von 1,42 an und ich dachte mir das reicht dann und fuhr in die Box … wir beobachteten das restliche Training und stellten fest dass sich nur wenige Teams zeitlich verbesserten. Leider stellte sich dann heraus das mein System mir was falsches angezeigt hat und auch wir unsere Rundenzeit nicht verbessert haben. 😦

Dies bedeutete dann dass wir für die Startaufstellung 2 Plätze nach hinten rutschten, denn die Teams Sattler und Kirst schoben sich an uns vorbei. Trotzdem waren wir immer noch das schnellste Gespann der 1000er Trophy Wertung, Startplatz 9 und damit waren wir sehr zufrieden.

 

 

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Bild von Marie Schuster

Am Sonntag Morgen dann das Sprint Rennen, angedacht waren 10 Minuten + 2 Runden. Bedeckter Himmel und ein paar dunkle Wolken im Anmarsch, doch es blieb zum Glück trocken. Den Start erwischten wir super gut und pflügten durch das Vorderfeld auf Position 4 vor und das überraschende daran war dass wir diese Postion die komplette erste Runde halten konnten. Erst in der zweiten Runde schoben sich die schnelleren Gespanne Stück für Stück wieder an uns vorbei und wir fanden uns wieder im vorderen Mittelfeld wieder.

Nach ein paar Runden mit spannenden Position Kämpfen bekam ich aber Probleme mit der Kupplungshand, ich war zwar am Kupplungshebel dran, hatte aber keine Kraft mehr diese zu betätigen und der Unterarm verhärtete immer mehr. Ich versuchte immer wieder die Hand zu entspannen, dies half aber nur kurzfristig. Somit war es mit den schnellen Runden vorbei und wir verloren Position für Position und ich war nur noch froh als die Zielflacke geschwenkt wurde. In der Ergebnis Liste fanden wir uns dann auf der Position 13 und waren damit leider nur 4er in der 1000er Wertung.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Im zweiten Rennen am Nachmittag war dann der Start gut, aber nicht so Bombastik wie im ersten Rennen. Irgendwie kamen wir alle zusammen gut durch die erste Kurve, folgen dann aber mit 3-4 Gespannen nebeneinander den Buchhübel hinauf. Wir mit unserer Diva befanden uns dabei im Sandwich zwischen dem Schweden Axelson auf der rechten Seite und Kirst auf der linken Seite, dies hat man dem Gespann auch dann angesehen. Wir konnten uns in den ersten Runden gut im Vorderfeld behaupten und hatten sehr spannende Position Kämpfe in welche teilweise bis zu 7 Gespanne beteiligt waren.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

In der Pause zwischen den beiden Rennen haben wir versucht den linken Arm wieder zu entspannen und lockerer zu bekommen, dies hat auch geklappt. Im Rennen selber Kuppelte ich nun auch nicht mehr beim hochschalten und beim runterschalten nicht mehr jeden einzelnen Gang. Trotzdem machte die Hand / der Arm nach ca. 3/4 der Distanz wieder Probleme und wir konnten in der Kampfgruppe nicht mehr so mitmischen, sondern nur noch von hinten zuschauen. Im Endeffekt reichte es dann für die 11. Position und leider wieder nur den 4. Platz in der 1000er Wertung. 😦

 

 

Steffen hat über das ganze Wochenende einen guten Job gemacht und sich sehr schnell rein gefunden obwohl er vorher noch nie hier gefahren war. Dei Jungs Lars, Fritze und Uwe haben in der Vorbereitung wie auch hier an der Strecke ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet denn die „Diva“ hatte keine Chancen zum „rumzicken“.  Ein Dank an Marie, denn Sie hat dieses Wochenende die Versorgung übernommen, es war sehr lecker und niemand musste hungern.

Ernüchternd für mich, in den Trainings waren wir immer das schnellste 1000er Gespann, dann der Bombastische Start und am Ende nur 2x P4  … und dies nur weil ich geschwächelt habe, sorry ans Team und an unsere Fans.  … ich arbeite an mir …

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Ich versuche zukünftig wieder zeitnaher zu berichten, nur leider habe ich gerade viel um die Ohren und bin daher etwas später erst mit dem Bericht fertig.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, das nächste Rennen ist Ende Juli in Oschersleben und dies ist die einzige gemeinsame Veranstaltung von Anne und mir.

Viele Grüße, Euer Markus

 

Diva – das Experiment mit dem Ducati Motor … viel Schrauberei aber auch viel Emotionen :-)))

In Most hat es sich schon alles sehr gut angefühlt und mit dem ersten Podest wurden wir auch belohnt. Aber trotzdem sorgt das Projekt noch für sehr viel Arbeit.

Mit der Unterstützung durch SR-Racing haben wir unseren vorhandenen Auspuff Endtopf reparieren und neu stopfen lassen sowie eine Kopie in Edelstahl anfertigen lassen. Der Edelstahl Endtopf wird nun bevorzugt eingesetzt werden, denn er ist robuster als der Titan Endtopf, dieser war durch die Vibration des 2-Zylinder schon gerissen.

Uwe und Fritze waren auch wieder sehr fleißig und haben die nächste Evolutionsstufe für die Schaltung gebaut 🙂 … unter Berücksichtigung der Hebelgesetze (wir haben dazu gelernt) wurden nun gleichgroße Hebel verbaut um somit den Schaltweg weiter zu verkürzen.

Auch das Öl-System bezogen auf die Kurbelgehäuse Entlüftung wurde nochmal verändert , sodass wir guter Hoffnung sind auch die volle Distanz überstehen zu können.

Genauso wurde Hand angelegt an die Kupplung, ein komplett neues Kupplung Paket bestehend aus Reib- und Stahlscheiben soll uns wieder ausreichend Vortrieb verschaffen. :-)))

Wie schon im letzten Bericht geschrieben, hatte uns der Rennkollege Axelsson mit einer stärkeren Feder für das hintere Federbein ausgeholfen – nun haben wir unser Federbein überarbeiten lassen und hoffen das wir nun wieder mehr Einstellmöglichkeiten haben, welche wir dann auch in Schleiz brauchen werden.

Wir freuen uns aufs kommende Wochenende da bestreiten wir unsere 4. Veranstaltung für dieses Jahr auf dem Schleizer Dreieck.

Infos vom Wochenende folgen zeitnah, viele Grüße, Euer Markus

Most – 3. Lauf der Int. Sidecar Trophy – die Diva … Sprinterin oder doch nur eine Zicke???

Am langen Pfingstwochenende waren wir mit der Trophy auf dem Autodrom in Most und für uns war eigentlich klar das wir nicht mehr so viel Schrauben wollen wie in Rijeka. 🙂

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Aber wie so oft im Leben kommt es anders als man es gerne hätte … oder so. Auf dem Weg nach Most habe ich noch schnell einen Abstecher nach Fürth gemacht und bei einem Online Händler durfte ich ausnahmsweise einen neuen Kupplungszylinder abholen welcher mir helfen sollte mit ca. 1/3 weniger Handkraft aus zukommen. 🙂

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Auf den ersten Blick sieht der Zylinder nicht viel anders aus als das Original, aber nun kann ich bestätigen dass er funktioniert und ich besser Kuppeln kann. Das hieß dann aber am Freitagabend schon mal anfangen mit Schrauben … originaler Zylinder raus, Neuer rein, dann die Hydraulik entlüften, … Freitag war das erste Training so um 10 Uhr, daher verlegten wir alle weiteren Aktivitäten auf den Freitag Morgen.

Nachdem Rijeka noch nicht ideal gelaufen war und irgendwie immer wieder ähnliche Probleme auftauchen, wie Kuppeln, Schalten, usw. war für uns ganz klar das die Sitzposition verbessert werden muss. Also Freitag Morgen in der früh alle eingeklebten Polster raus, Gespann auf die Böcke, dann Sitzprobe mit Kombi und Helm und Uwe schaute von unten sich die Fußstellung und die Pedal Positionen an. Sein Tipp war dann dass ich weiter nach vorne muss, damit die Arme entlastet werden und die Beine sich auch in einer besseren Postion befinden. Gesagt getan ging es mit diesem Setup in das Freie Training.

Das Fahrgefühl war wesentlich besser als bisher, wir fuhren das komplette Training gute Zeiten und verbesserten unser Rundenzeit vom Herbst / Winter 2017 erheblich nach unten auf 2,01 Minuten (gegenüber 2,07). Allerdings reichte dies nur zu Position 17 von 24, damit waren wir noch nicht zufrieden. Das Fahrwerk war noch viel zu weich und dadurch war keine gute Kurven Geschwindigkeit zu erreichen.

Unser zweites Team, Peter und Jens waren auch mit dabei in Most, sie absolvierten einen Gaststart in der Trophy.  Jens kennt sich gut mit dem Thema Fahrwerkseinstellung aus und half uns das Fahrwerk zu optimieren. Beim hinteren Dämpfer war dies aber nur mit einer Leihgabe von unserem Schwedischen Rennkollegen Axelson hin zu bekommen, denn die Feder war viel zu weich und wir selber hatten keine härtere die passte.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Mit diesem Setup ging es dann ab ins 1. Qualifying … aus der Zeiten Liste vom freien Training wusste ich das Norbert Kirst mit seiner 600er LCR F2 schnelle Runden drehen konnte und sich in einem Zeiten Bereich befand wo ich gerne hinkommen wollte. Daher sprach ich mich mit Norbert ab dass ich Ihm versuchen werde zu folgen. Erste Runde noch nicht ganz so flott, trotzdem spürte ich schon die Verbesserung vom Fahrwerk. 2. Runde dann hart ans Gas und Norbert versuchen zu folgen, dies klappte erstaunlicherweise sehr gut und ohne wenig Anstrengung … 1,56 … das hieß dann 5 Sekunden Verbesserung … wow … dann der Schreck, auf der Zielgeraden merkte ich den ersten Leistungsverlust und beim Anbremsen verschluckte sich die Diva und es gab eine riesen Rauchwolke – somit brachen wir das Training sofort ab und verließen die Rennstrecke über einen Rettungsweg am Ende der Start-Ziel-Geraden. 😦

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Bild von Simon Stäudten

Also wieder Schrauben, das Öl-Problem war wieder da … wie schon öfter gesagt, die Diva wurde früher nie so schnell bewegt wie jetzt und jeder der mit Gespannen zu tun hat weis dass sobald die Rundenzeiten schneller werden sich das Öl Thema wieder verschärft. Unsere Hoffnung dass leichte Änderungen am Öl-System helfen sollten, bestätigten sich im Q2 leider nicht. Hier kamen wir nur zwei Runden weit und mussten mit dem Selben Phänomen das Training abbrechen.  … aber immerhin waren wir sehr effektiv unterwegs, Q1 eine schnelle Runde mit Verbesserung auf 1,56 und P10 … im Q2 dann zwei schnelle Runden, noch eine Sekunde verbessert auf 1,55 und in der Startaufstellung nun P11 und zweit schnellster in der 1000er Trophy Wertung. 🙂

Daraufhin dann unsere neuste Vermutung, dass durch das viele Öl in der Airbox die Luftfilter dicht werden und der Motor nicht mehr genügend Luft bekommt … aber dringend Luft braucht und diese sich dann samt Öl aus der Kurbelgehäuse Entlüftung ansaugt. Also haben wir die Filter entfernt und durch dünnes Flies ersetzt und zusätzlich versucht dem Motor / Airbox mehr direkte Luft zukommen zu lassen (eine Art RamAir – siehe Bilder). Dies wollten wir dann am Sonntag Morgen im Warmup ausprobieren … aber wir verfolgten leider unser effektives / minimalistisches Training und kamen im Warmup auch nur eine Runde weit, ein gebrochener Schalthebel und ein Lappen in der Airbox gönnten uns diesen Spaß nicht.

Der Lappen Steckte zum Glück noch in der Einspritzanlage und richtete keinen Schaden an, den Schalthebel aus Alu konnte leider keiner im Fahrerlager schweißen. Daher verstärkten Uwe und Fritze zusammen, den Hebel mit Blechen und Nieten. Mit einem komischen Gefühl ging es dann zur Mittagszeit zum ersten Rennen, denn wir wussten nun nicht ob unser Öl System funktioniert und ob der provisorisch reparierte Schalthebel die anstehende Belastung aushält!?

Dann ein sehr guter Start, Postion gehalten oder sogar verbessert … das ist in dem Getümmel nicht immer so ganz einfach zu sehen, Ende der Start-Ziel-Graden gut aus dem Gedrängel raus gehalten aber dann 2 Plätze verloren. Unsere direkt Konkurrenz Chris Baert mit Ronja Mahl und Remy Gasche mit Steffen Werner zogen an uns vorbei und setzten sich vor uns. Es war ja nur ein Sprint Rennen, da gibt es kein Taktieren. Daher folgten Runden mit spanenden Zweikämpfen und einigen Positionswechsel und wir schafften es unsere Postion zurück zu erkämpfen und als zweiter in der 1000er Wertung die Ziellinie zu überfahren! … unser erstes Podest mit der Diva … juhuuuuu …

Das Rennen war sehr schnell gewesen, wir haben durchgängig 1,55er Rundenzeiten gefahren und Steffen hat eine super Leistung auf dem Seitenwagen gebracht und sich durchgebissen. Denn seine Rippen Prellung und sein gezerrter Arm machten Ihm noch schwer zu schaffen. … Leider dauerte diese Freude über den 2. Platz nicht sehr lange an, denn bei dem Versuch das Gespann zurück ins Fahrerlager zu fahren, stellten wir fest dass die Kupplung nicht mehr trennte. 😦 … und das hieß weiter schrauben und schauen ob wir das Problem in den Griff bekommen. Wir versuchten wirklich alles aber bis kurz vor dem 2. Rennen schafften wir es nicht den Fehler zu finden und somit konnten wir am Rennen nicht teilnehmen.

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Das Zusehen wurde uns, durch ein spanendes Rennen mit viel Aktion, versüßt.

Dieser zweite Platz und die erstaunlich guten Rundenzeiten stimmen uns optimistisch für den Rest der Saison. Wir haben gezeigt das die Diva und wir auch schnell unterwegs sein können und auch berechtigter Weise gesagt haben dass wir vorne mitspielen wollen.

Vielen Dank an das ganze Team dass dieses zum Teil erfolgreiche Wochenende ermöglicht hat, Uwe, Fritze, Marie, Steffen, Stefan … und danke an Jana für die Verpflegung und an Jens für die Fahrwerk Tipps.

Ich würde abschließend sagen, ja die Diva kann eine Sprinterin sein … aber Sie ist halt ein Mädel und auch ein wenig zickig … 🙂

Was war das mit dem Schrauben, gefühlt haben wir 3 Tage am Stück geschraubt …

Sonntag auf Montag haben wir dann noch mit ein paar Teams das Wochenende ausklingen lassen, danke an alle Gäste, es war ein schöner Abend.

Die nächste Veranstaltung ist in Schleiz, diese Wochenende mit Anne und Ihrer 125er Honda und in ca. 3 Wochen dann nochmal mit der Diva in der Trophy.

Ich halte Euch auf dem Laufenden – viele Grüße

Euer Markus

 

 

Rijeka – 2. Lauf der Int. Sidecar Trophy – die Höhen und Tiefen mit der Diva :-)))

Am letzten Wochenende hatte die Int. Sidecar Trophy  Ihren zweiten Lauf der Saison 2018, in Rijeka, auf dem Automotodrom Grobnik in Kroatien.

Uwe, Fritze, Lars, Steffen und einige Helfer haben alles dafür getan dass die Diva für diesen zweiten Lauf in der Saison optimal vorbereitet ist.

So wurde die Schaltung geändert und verbessert und ein neuer Öl-Auffangbehälter designed und gebaut. Dieser soll dann verhindern dass zuviel Öl in die Airbox gelangt.

Also technisch bestens vorbereitet machten sich Lars, Ronny, Steffen und ich auf nach Rijeka -> Uwe und Fritze waren parallel mit Kimi und Jens am Slowakiaring und Anne ebenfalls parallel auf dem Hockenheimring -> Dreiteilung des Teams 🙂

Am Freitag waren drei Trainings angesetzt und das erste Training begann so um 10 Uhr. Für Steffen und mich war es ganz klar, erst einmal nichts übertreiben und Strecke kennen lernen, denn wir waren beide zum ersten mal hier in Rijeka. So sind wir es dann auch angegangen und es fühlte sich nach wenigen Runden schon sehr gut an. So waren wir sehr gespannt auf den ersten Zeiten-Zettel und dann verwundert als wir Ihn in der Hand hatten,  keine Diva, keine Startnummer 19 drauf. Ich machte mich gleich auf zur Zeitnahme um einen Abgleich mit unserer Transponder Nummer zu machen, diese war zwar richtig hinterlegt, aber er wurde nicht erkannt. Zur Sicherheit bekamen wir einen zweiten Transponder, denn ab dem zweiten Training wurde es ernst und ohne Zeiten würden wir schlecht dastehen. Bei unserem eigenen Transponder änderten wir noch die Position.

Zu zweiten Training dann nun mit zwei Transponder gewappnet starteten wir mit einem guten Gefühl, welches sich nach 20 Minuten Training auch bestätigte. Ich denke für viele überraschend belegten wir mit der Diva die 8. Position von 20 und unsere direkte Konkurrenz wie Gasche, Baert und Axelsson befanden sich hinter uns. Dies bestätigten wir dann auch nochmal im dritten Training, verbesserten unsere Rundenzeit um eine weitere Sekunden und behaupteten den 8. Startplatz von mittlerweile 21 Startern. -> das hat sich echt gut angefühlt und dementsprechend war auch unsere Stimmung. 🙂

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Einziger Wermutstropfen am Abend war, dass wir bei der Durchsicht des Gespanns festgestellt haben dass der Krümmer vom vorderen Zylinder einen Haarriss hatte … hier konnte uns aber unser Rennkollege Ad Jossen mit seinem Schweißgerät weiterhelfen und hat fachmännisch eine Naht darüber gezogen.

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Samstag Morgen dann ein kurzes Warmup, dies nutzten wir wirklich nur als Funktionstest, ob der Krümmer hält und ansonsten auch alles funktioniert. Wir wollten uns in diesen 20 Minuten noch nicht verausgaben, denn für den Mittag waren noch 2 Sprintrennen angesetzt.

Dann am frühen Mittag das erste Rennen, obwohl mit 6 Runden gleichlang wie das folgende, ist dies der Supersprint und das nachfolgende Rennen der Sprint. Wir hatten einen guten Start und eine sehr gute Reaktion, denn das vor uns stehende Gespann des Holländer van Kampen kam nicht vom Fleck und wir mussten mit einem Haken an Ihm vorbei. Aus den hinteren Startreihen haben alle dieses Missgeschick mitbekommen und so ist zum Glück hierbei nichts passiert. Mit diesem guten Start konnten wir unsere Position halten und auch unsere direkte Konkurrenz hinter uns lassen. Aber dies war leider ab der dritten Runde nicht mehr möglich, die hohe Handkraft die für die Kupplung benötigt wird, die noch nicht optimale Sitzposition forderte Ihren Tribut und ich hatte große Mühe beim schalten, so mussten wir einen nach dem anderen passieren lassen und befanden uns dann am Rennende auf Position 14. Das positive aus diesem Rennen war der gute Start und die Verbesserung unserer Rundenzeit um weitere 2 Sekunden.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Nach dem Rennen wurden die Möglichkeiten diskutiert und mit Hilfe einer geliehen Kupplung Armatur von Kan Knappton bauten wir diese um. Ebenso verbesserten wir die Sitzposition und änderten nochmal die Schaltung. Damit konnte das zweite Rennen des Tages, das Sprintrennen in Angriff genommen werden.

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Wieder ging es mit einem guten Gefühl an den Start, doch schon in der Einführungsrunde habe ich festgestellt das die Kupplung nicht sauber trennt und ein schalten nur mit Zwischengas möglich ist. Trotzdem rollten wir in die Startaufstellung, absolvierten wiederum einen guten Start und konnten lange unsere Postion behaupten. Nur der Schwede Axelsson der nur wegen Motor Problemen im Training keine gute Zeit schaffte zog an uns vorbei. In der 5. Runde entbrannte dann ein Zweikampf mit dem Team Siegel, 600er LCR Gespann,  wir wechselten mehrfach die Positionen.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Einfahrt zur 6. und letzten Runde, Ende der Start und Ziel Graden ein Fahrfehler von mir, zu weit innen unterwegs, dort den Bremspunkt auf einer massiven Bodenwelle angesetzt, währenddessen Steffen gerade auf dem Weg zum Wechsel nach außen unterwegs war, Fahrwerk viel zu weich … das Gespann hebelte sich aus und wir machten einen wilden Haken nach rechts, kollidierten mit dem Team Siegel welches eine saubere Linie suchte zum Einbiegen. Siegel drehte es um und der Beifahrer Ewald verletzte sich leicht am Fuß, wir flogen ab und rasten geradeaus ins Kiesbett wobei Steffen sich den Arm und die Rippen prellte. -> zum Glück ist nichts gravierenderes passiert.

Die Verletzungen von Steffen waren nicht so schlimm dass er freiwillig mit den Sanitätern ins Medical Center gegangen ist, aber er wurde von einer Hilfsbereiten Dame aus der Nachbarbox (sorry habe den Namen vergessen) versorgt und mit Wärmestrahlung behandelt.

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Am Gespann wurden keine Beschädigungen festgestellt, es musste nur, aus allen Löchern und Ritzen einiges an Kies entfernt werden. Ob wir am Hauptrennen am Sonntag überhaupt teilnehmen wollten wir erst am Sonntag Morgen entscheiden wenn wir wissen wie es Steffen geht.

Steffen ging es am Morgen relativ gut, wie es einem halt so geht mit schweren Rippen Prellungen und gezerrtem Arm. Daher entschieden wir uns am Rennen teilzunehmen aber wir starten von hinten, um keinen zu behindern und Steffen turnt gar nicht. Dieses mitrollen sicherte uns immerhin ein paar Punkte für die Meisterschaft.

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Foto von Doreen Müller-Uhlig, sollte jemand die Fotos verwenden wollen bitte anfragen bei: Mail: dmmotorsportsmedia@gmail.com

Diese schönen Pokale sind uns leider verwehrt geblieben, aber wir arbeiten hart daran und sind optimistisch dass wir es diese Saison noch schaffen können.

Gute Besserung noch an Ewald Siegel und Steffen.

Nächstes Wochenende (Pfingswochenende) ist schon der 3. Lauf und wir gehen in Most an den Start.

Entschuldigt bitte, ist dieses mal mehr Text geworden.

Viele Grüße euer Markus

Optimierung, Verbesserung Fehlerbehebung – was passiert so alles zwischen den Rennen …

Nach dem ersten Einsatz in Brünn sind ein paar Dinge die da geändert werden müssen: Schaltung bzw. Schaltwege verkürzen, Nasen OP, Öl Auffangbehälter oder so …

Beim ersten Umbau der Schaltung hatten wir versucht die Schönheit beizubehalten, d.h. wir haben die schön geformte Carbon Schaltstange wieder mit eingebaut und haben die Hebel verändert. Leider haben wir dies gemacht ohne die Hebelgesetze zu beachten und uns damit einen großen Fehler eingebaut. Das Schaltgestänge, die Hebel sollten alle zusammen immer im rechten Winkel zueinander stehen – dass war bei uns nicht mehr so und somit haben sich die Schaltwege extrem verlängert -> wie Ihr seht, wir arbeiten dran damit dies in Rijeka funktioniert. 🙂

Weiterhin gibt es eine kleine Nasen OP – keine Angst – nicht beim Beifahrer oder beim Fahrer, sondern an der Diva! Vielleicht ist es ja dem einen oder anderen aufgefallen, die Nase der Diva war nicht schön und sehr tief. Dies wurde nun operativ entfernt und durch eine kleine Spoiler-Lippe ersetzt, diese bringt dann vielleicht auch ein wenig mehr Druck auf das Vorderrad – schauen wir mal.

An unserem Problem mit dem Öl-Auffangbehälter von der Gehäuseentlüftung arbeiten wir auch, denn unser Kunstwerk von Brünn sollte nur ein Provisorium bleiben (siehe Bilder).

Weiterhin gibt es auch eine Ergänzung im Terminkalender, wir werden Ende September beim IDM-Finale in Hockenheim dabei sein.

Weitere Infos folgen in den nächsten Tagen.

Viele Grüße, euer Markus