8. Platz in der IDM 600 – Sidecar Festival in Oschersleben mit IDM Finale und Sidecar Superprix bonovo Action Lauf

Kurzfristig haben wir uns entschlossen in Oschersleben nicht nur beim Finale der IDM an den Start zu gehen sondern auch am Sidecar Superprix bonovo Action Lauf teilzunehmen 🙂 das hieß dann am Samstag 6 Trainings und zwei Rennen.

Bei der ersten Anfrage an Ondrej, ob wir beides fahren sollten antwortete er mir … „mir reicht am Samstag auch 4 mal Fahren“ … als ich Ihm dann erklärte, es ist ein gutes Training, wir müssen nicht alle Saisons durchfahren, es kostet auch nichts und ggf. können wir auch Preisgeld gewinnen, dann kam ein ja.

Zusätzlich zum normalen kleinen Team bestehend aus Fritze, Marta, Ondrej und mir hatten wir dieses mal Besuch und große Hilfe von unseren holländischen Freunden Team #85 Mathilde und Wout sowie unserem Super FAN – Zdenek.

Zdenek, wirklich unser größter FAN und mittlerweile Freund, überraschte uns am Freitag mit der Info das er das ganze Team plus das Tschechische Team aus der Trophy (Katharina u. Ihr Fahrer) und Kathrin zum Essen einladen würde, er habe schon bestellt und wir müssen das Essen nur abholen.

Am frühen Samstagmorgen begann das Spektakel, als erstes war das freie Training der IDM angesagt und der Zeitplan sah vor dass wir ca. alle 30 Minuten raus auf die Strecke mussten.

Wir fühlten uns sehr wohl und obwohl es noch sehr frisch war und es noch nicht viel Gripp auf der Strecke gab, fuhren wir eine gute 1,41 Rundenzeit – zum Auftakt ein guter Anfang. Doch leider konnten wir uns an dieser Rundenzeit nicht lange erfreuen, denn in der letzten Runde ging kurz nach Start und Ziel, in Richtung Hasseröder Kurve das Gespann aus und es war nicht mehr möglich selbständig in die Box zurück zu fahren. Daraufhin wurden wir abgeschleppt, aber statt zum Zelt leider in Richtung technische Abnahme … dort nahm man wahr dass es kein Unfall sondern ein technisches Problem war und dann durften wir durchs halbe Fahrerlager zurück schieben.

Mit dem Wissen dass wir in knapp 20 Minuten zum nächsten Training starten könnten, haben wir die Daten ausgelesen und versucht den Fehler zu finden. Im ersten Augenblick deutete alles auf die Lambdasonde hin, doch mit einer Neuen, änderte sich der Zustand nicht. Jetzt fingen wir an Sensor für Sensor zu tauschen, doch dies änderte ebenfalls nichts am Zustand, somit war unsere letzte Chance nach der Verkabelung der ECU zu schauen und alle Relais und Stecker zu überprüfen bzw. neu zu stecken -> dies brachte dann den gewünschten Erfolg, allerdings mit dem faden Beigeschmack dass wir keinen erkennbaren Fehler gefunden haben.

Allerdings kostete uns diese Fehlersuche ca. 2,5 h Zeit und wir haben dadurch das freie Training Superprix und das erste Zeit Training der IDM verpasst. Zur zweiten Hälfte des ersten Zeit Trainings des Superprix waren wir wieder zurück im Spiel und wir schafften es noch 5 Runden zu drehen ohne dass ein Fehler auftrat, wir waren happy und die Rundenzeit war mit 1,41 auch erst einmal akzeptabel, bei dem Stress den wir hatten.

Für uns alle war klar das die Prioritäten dieses Wochenende auf den beiden IDM Rennen lag, denn hier hatten wir eine theoretische Chane uns in der Meisterschaft noch zu verbessern, daher war es nun ein komisches Gefühl mit dem verpassten Q1 ins Q2 IDM zu starten, mit dem Wissen im Hinterkopf dass wir auf jeden Fall eine gezeitete Runde benötigen und dann am besten auch noch die Zeit verbessern.

Deshalb dann erst einmal auf Nummer sicher ein paar flotte Runden gedreht um eine Zeit zu haben, diese lag wiederum bei 1,41 … dann einen kurzen Abstecher in die Box um uns zu beraten und dann in den letzten 7 Minuten nochmal raus auf die Strecke. Wie bei den beiden letzten Veranstaltungen ging dieses Konzept auf, denn am Ende vom Training schafften wir eine 1,39 und hatten somit unsere bisher schnellste Runde hier in Oschersleben zurückgelegt. Das hieß dann für uns der 12 Startplatz bei den IDM Rennen und damit waren wir sehr zufrieden.

Am frühen Nachmittag dann der Start zum IDM Sprint Rennen, es war ein passabler Start … unser Plan war das Rennen schadlos zu überstehen und sicher einige Punkte einzufahren, denn wir hatten die Chance in der Gesamtwertung ein paar Plätze gut zu machen. Unsere direkten Mitstreiter Kranenbourg/Zimmermann waren wegen Motorschaden nicht am Start und das Team Zimmermann/Seegers musste auf einen Ersatzbeifahrer zurückgreifen.

Sehr schnell bildete sich eine kleine Kampfgruppe von 5 Gespannen und in dieser Gruppe gab es mehrere Führungswechsel und sehr enge Zweikämpfe. Auch dieser Lauf wurde per YouTube live übertragen und so konnte man auch live bei unseren Zweikämpfen dabei sein und hat z.B. auch ein gelungenes Ausbremsmanöver von uns miterleben könnnen.

Am Ende des Rennen waren wir mit unserem 11. Platz ganz zufrieden … trotzdem waren wir uns gleich sicher dass wir den Superprix Lauf 2 Stunden später nicht fahren werden, denn es war noch nicht sicher ob das Gespann weiterhin fehlerfrei läuft.

Am Sonntagmorgen standen dann 2x Warmup auf dem Programm, diese nutzten wir für einen weiteren Funktionscheck und die freudige Nachricht war, dass das Gespann weiterhin problemlos lief.

Gegen 11.25 Uhr war dann der Start zum IDM Gold Race über 18 Runden und irgendwie lief uns bei den Vorbereitungen zum Rennen die Zeit davon, bzw. wir hatten alle die Startzeit im Kopf statt die 15 Minuten früher die wir normalerweise zum Vorstart müssen – daher passierte es uns zum ersten mal dass die Boxenausfahrt schon geschlossen war und wir nicht auf die P12 in der Startaufstellung fahren durften. 😦

Generell würde ich sagen, dumm gelaufen und wir verlieren damit nur ein paar Positionen, denn normalerweise darf man in die Einführungsrunde dem Feld hinterher starten und sich in der Startaufstellung dann hinten anstellen. Aber leider gab es hier ein Fehler der Rennleitung und Sie ließen uns nicht zur Einführungsrunde raus … wir waren damit nicht alleine, der aktuelle Britische Meister Tod Ellys stand hinter uns und konnte dies auch nicht fassen … die Boxenampel ging erst auf grün als das Starterfeld richtig gestartet war und komplett an uns vorbei war … das hieß dann einen Verlust von mindestens 15 Sekunden und mit kalten Reifen dem Feld versuchen hinterher zu jagen, dass war kein Spaß, denn es dauerte eine 3/4 Runde bis die Reifen auf Temperatur waren und eine normale Kurvenfahrt möglich war! Ich habe nach dem Rennen mich beim Sportkommisar erkundigt bzw. beschwert, nach Prüfung des Vorgangs bekam ich dann später einen Anruf mit einer förmlichen Entschuldigung, aber im Nachgang könnte man nichts an diesem Fehler ändern.

Verärgert über das späte auf die Strecke lassen gaben wir bei der Aufholjagd alles und schafften es am Ende des Rennes noch auf den 13. Platz. Den Umständen entsprechend waren wir zufrieden, ärgerten uns aber über unseren eigenen Fehler und das Verpassen des normalen Starts.

Direkt nach dem Rennen waren wir uns einig dass wir nach diesen stressigen 18 Runden kein weiteres Rennen mehr fahren wollten und uns vom bonovo Superprix abmelden.

Zurück im Zelt machte uns Marta (Frau von Ondrej) dann sehr schnell klar dass wenn wir schon mal da sind nun auch das letzte Rennen noch fahren sollten, dass hieß dann für uns einen kleinen Service am Gespann machen und uns auf die nächsten 16 Runden vorbereiten. 🙂

Dieses mal waren wir wieder pünktlich am Vorstart und wir konnten ganz normal unsere Startposition im Grid einnehmen. Von P14 aus gelang uns ein guter Start und wir waren direkt mitten im Geschehen. im Mittelfeld ging es sehr eng zur Sache, es gab viele Zweikämpfe und Positionswechsel, gefühlt war dies unser bisher bestes Rennen in der Saison und wir sind stolz auf uns am Ende auf P10 gelandet zu sein 🙂 … wie Fritze geschrieben hat, P10 bei den „Großen“ erreicht 🙂 🙂 🙂

Dies war ein super Abschluss, besser kann man die Saison nicht beenden.

Vielen Dank an Marta mal wieder für diese tollen Bilder, vielen Dank an Mathilde und Wout für euren Besuch und eure Hilfe, vielen Dank an Zdenek für die Unterstützung und Motivation, vielen Dank an Fritze und Uwe, die uns dies ermöglichen, vielen Dank an Ondrej für den tollen Job im Seitenwagen, vielen Dank an alle Unterstützer, Helfer und Sponsoren ohne die wir dies nicht leisten könnten.

Im Endergebnis der 600er Wertung der Internationalen Motorrad Meisterschaft haben wir den 8. Platz erreicht, wir sind damit sehr zufrieden, vor allem wenn man schaut wer vor uns platziert ist und welche Mittel diesen Teams zur Verfügung stehen.

Jetzt nach dieser kurzen Saison ist schon wieder vor der nächsten Saison und die ersten Vorbereitungen, Veränderungen werden schon in die Wege geleitet. -> eines kann ich Euch schon verraten, das Team Schwegler/Kopecky wird auch 2021 zusammen an den Start gehen. 🙂

Auch nach der Saison, bzw. im Winter halte ich Euch auf dem Laufenden, denn ich bin mir sicher es wird einiges zu berichten geben. …. bis dahin, Euer Markus

Hockenheimring – Heimrennen von Markus, leider ohne Ondrej

Eigentlich wollte Ondrej und ich zusammen in Hockenheim angreifen und durch gute Leistung uns ein paar verlorene Punkte zurückholen … aber dann kam alles ganz anders.

Im Laufe des Mittwochs verkündete die Bundesregierung dass ein großer Teil der Nachbarstaaten zum Risikogebiet erklärt wurden und somit eine Einreise aus diesen Ländern nur mit Quarantäne oder mit einem negativen Corona Test möglich ist – hierzu zählt auch Tschechien!

Nun muss man wissen dass man dort einen Test mit einem Vorlauf von 2 Tagen beantragen muss – somit haben wir zusammen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entschieden dass Ondrej nicht nach Hockenheim kommen wird. 😦

Aber Ondrej hatte schon Anfang der Woche Gerüchte gehört dass dies so kommen könnte und mich gebeten mich nach einem Ersatzbeifahrer zu erkundigen … spontan haben Fritze und ich an Kathrin Arnschek gedacht, Sie bringt Erfahrung aus der Klassik und der Sidecar Trophy mit. Schnell war der Kontakt aufgenommen und Kathrin hat sofort zugesagt, auch mit dem Hinweis dass wir es Ihr dann erst kurzfristig sagen können … dies geschah dann Mittwoch Nachts.

Kathrin kommt aus der Nähe vom Sachsenring und somit war schnell klar das Fritze und Kathrin zusammen nach Hockenheim fahren werden und so war das Team am Donnerstagabend vollständig.

Am Freitagmorgen sind wir dann sehr früh zur Papierabnahme und das Drama sollte damit beginnen … mit der Erfahrung vom letzten Jahr und der Info die ich im Vorfeld bekommen hatte waren wir uns sicher dass wir das Lizenz Thema für Kathrin im Griff haben – denn Sie hatte für diese Veranstaltung sich eine RaceCard beim DMSB bestellt.

Aber leider mussten wir lernen dass diese RaceCard nicht ausreicht, sondern eine B+ Lizenz benötigt wird 😦 … alle Beteiligten waren sehr bemüht eine Lösung zu finden, vielen Dank dafür, aber dann stellte es sich heraus dass die einzige Lösung ist die B+ Lizenz zu beantragen … in sehr vielen Telefonaten mit den Mädels vom DMSB klärten wir es ab wie wir dies innerhalb von ein paar Stunden über die Bühne bekommen könnten, denn um die Mittagszeit wollten wir am Freien Training teilnehmen.

Mit Hilfe des Sport Kommissar und vor allem durch die Hilfe seiner Sekretärin (glaube ich) konnten wir zusammen das Thema angehen, aber uns lief die Zeit davon, denn zum erlangen der B-Lizenz wird eine Ärztliche Untersuchung und ein Sehtest benötigt. Die ärztliche Untersuchung konnte Kathrin im Medical Center machen, doch leider keinen Sehtest. Daher mussten wir für den Sehtest aus dem Fahrerlager raus und zu einem Optiker in die Innenstadt nach Hockenheim. Mittlerweile hatte das Freie Training schon begonnen, leider ohne uns … mit der Unterschrift vom Arzt und vom Optiker konnten wir den Lizenz Antrag zurück an den DMSB schicken, wir hatten mittlerweile sogar die Handynummern und uns wurde versprochen dass statt 12 Uhr bis 14 Uhr unser Antrag bearbeitet wird -> dies geschah dann auch und ca. um 13.30 Uhr war dann klar dass wir wieder im Spiel waren 🙂

Am Freitag Abend fand dann das erste Zeit Training statt, das hieß die erste Ausfahrt von Kathrin und mir konnte beginnen. 🙂 Im Vorfeld haben wir darüber gesprochen dass wir ein paar Runden zum Kennenlernen drehen und dann erst mal in die Boxengasse abbiegen, genauso machten wir es. Die ersten Runden fühlten sich schon sehr gut an obwohl die Strecke teilweise sehr rutschig war. In der Boxengasse haben wir uns kurz besprochen und sind dann nochmal für 2-3 schnelle Runden raus auf die Strecke – dies hat sich rentiert, denn am Ende vom Training lagen wir auf P14 und dies für die erste gemeinsame Ausfahrt – wir waren sehr zufrieden.

Samstag um die Mittagszeit dann das zweite Zeit Training. Das Wetter hatte sich verändert und es waren zum Glück eindeutige Bedingungen – zwar eindeutig nass, aber dass kam uns entgegen, denn im Nassen muss der Beifahrer nicht so genau nach den Griffen schauen bzw. ist es nicht ganz so schlimm wenn die Griffe für den Ersatzbeifahrer nicht so optimal passen, denn bei diesen Bedingungen geht es hauptsächlich Druck auf das Hinterrad zu bringen.

Die ersten Runden fühlten sich sehr gut an so dass wir von Runde zu Runde schneller wurden, bis wir im zweiten Drittel des Trainings plötzlich, bei der Anfahrt auf das Motodrom, einem wilden Dreher mit beinahe Überschlag absolvierten – mit einem sehr guten Stunt von Kathrin konnte ich das Gespann gut abfangen … wir sortierten uns kurz, fuhren zurück in die Box, dort kurz die Technik kontrolliert und schnell war klar dass wir nochmal raus fahren. In der verbleibenden Zeit fuhren wir noch zwei schnelle gezeitete Runden, das waren unsere schnellsten Runden diese Trainings und damit waren wir in diesem Training auf P10 gelandet.

Allerdings waren die Rundenzeiten des Q1, weil es trocken war, eindeutig schneller und somit mussten wir uns mit der Startposition P14 zufrieden geben.

Im Vorfeld war klar dass es in Hockenheim nur ein Rennen gibt und dies fand dann am Samstagabend statt. Das Wetter war mittlerweile sehr wechselhaft, teilweise hatte es abgetrocknet und dann setzte plötzlich wieder der Regen ein. Deshalb gab es zum Rennen dann wieder ein bisschen Ungewissheit welche Reifen die richtige Wahl sind … auch Reifenpoker genannt. Wir entschieden uns für Regenreifen, wie die Mehrheit des Starter Feldes – auch hier bin ich ganz ehrlich, bei solchen Verhältnissen gehe ich auf Nummer Sicher, lieber fahre ich die Regenreifen kaputt als auf Slicks dass Gespann kaputt zu machen.

Dann kam der Start bei wieder einsetzendem Nieselregen, dieser klappte eigentlich sehr gut, doch in der ersten Kurve gab es einen Unfall vom Team Zimmermann, diese kamen von der Strecke ab und überschlugen sich Mitten auf der Strecke (soweit nicht schlimmeres passiert) … allerdings wurde dadurch das Feld sehr durcheinander gebracht, denn jeder versuchte irgendwie am Gespann und Beifahrer vorbei zu kommen.

Einen kurzen Moment schoss mir der Gedanke durch den Kopf dass es hier zu einem Abbruch kommen könnte, doch dieser verflog schnell denn ein paar Meter weiter waren alle Teams wieder voll am Gas. Die Streckenposten machten einen super Job, der bei der nächsten Durchfahrt war nichts mehr vom Unfall zu sehen und alles konnte gewohnt weiter laufen.

Kathrin und ich nutzen unser gutes Gefühl aus dem nassen Training und drehten sauber und schnell unsere Runden, sodass wir uns auf Position 10 wieder fanden. Gegen Ende des Rennens trocknete es dann stärker ab, sodass jedes Team mit Regenreifen so seine Probleme bekam, denn die Reifen werden bei abtrocknender Piste zu heiß und bieten nicht mehr genügend Gripp beim Beschleunigen und beim Bremsen. Dies merkten wir auch sehr stark, denn beim Beschleunigen war das Gespann sehr unruhig und beim Bremsen ebenso – hier wäre es hilfreich gewesen wenn ich die Bremskraft hätte mehr aufs Vorderrad verstellen können, die Bremsverstellung gibt es zwar, aber da komme ich beim Fahren nicht hin. 🙂

Am Schluss wurde es nochmal sehr spannend, denn das Team Kranenbourg / Zimmermann konnte das Tempo nicht mehr halten und der Abstand reduzierte sich in der letzten Runde auf 0,5 Sekunden bei der Zieldurchfahrt.

Es war ein super Rennen, vielen Dank an Kathrin fürs Aushelfen und den sehr guten Job im Seitenwagen. Ebenso vielen Dank an alle die uns bei der Lizenz Thematik unterstützt haben und an Fritze und komplette Team und unsere Sponsoren.

Vielen Dank auch für die tollen Bilder an Biele-Pixxx und an Henk Teerink.

Zeitnah folgt nun der Bericht vom Sidecar Festival – bonovo Cup, viele Grüße euer Markus

Lausitzring – Rennstrecke oder Acker? – es war ein tolles Wochenende in der Lausitz :-)

Leider ist in den letzten Jahren die Rennstrecke qualitativ schlechter geworden und es wurde nicht in eine neue Asphaltierung investiert, daher heißt auch der Titel Acker oder Rennstrecke. Hier finden vielen Truck-Rennen statt und dies merkt man der Rennstrecke auch sehr an, Sie ist sehr uneben, wellig und dies vor allem auch in den Bremszonen. Trotz allem gefällt mir persönlich das Streckenlayout sehr gut und ich habe mich sehr schnell hier wieder zurecht gefunden. 🙂

Ondrej war noch nie auf dem Lausitzring unterwegs, daher hieß es für uns, schon wieder einmal, das wir das Freie Training am Anfang zum Strecken kennenlernen nutzten. Als Fritze dies mitbekommen hat, hatte er gedanklich schon das freie Training abgehakt.

Also ging es am Freitag, um die Mittagszeit, zur ersten Ausfahrt auf die Strecke … die ersten 2-3 Runden war ich noch ein wenig vorsichtig unterwegs und habe somit Ondrej die Zeit gegeben sich zurecht zu finden.

Dann verschärfte ich die Gangart von Kurve zu Kurve von Runde zu Runde und es fühlte sich alles sehr gut an und Ondrej kam sehr gut zurecht. Als wir am Ende vom Training in Boxengasse zurück fuhren, kam uns Fritze freudestrahlend entgegen, denn trotz Strecke kennenlernen belegten wir die 9. Position – wir waren sehr zufrieden.

Am frühen Abend dann das erste Zeit-Training, wir haben uns sehr wohl gefühlt und konzentriert unsere Runden gedreht und am Ende waren wir knapp 1,5 Sekunden schneller als im freien Training … wir waren damit weiterhin sehr zufrieden und belegten den neunten Startplatz.

Nach diesem Training konnten wir schon feststellen dass es im Mittelfeld immer interessanter wird, denn der Zeitenzettel zeigte uns dass 6 Gespanne innerhalb von 2 Sekunden lagen.

Samstag um die Mittagszeit dann das zweite Zeit-Training, voll motiviert mit einem neuen Hinterreifen gingen wir ins Training, doch wie so oft, in dieser Situation, waren die ersten Runden viel zu verkrampft, hektisch und zusätzlich ließen wir uns noch unnötig in Zweikämpfe verwickeln.

Das beste was ich tuen konnte war in die Box einzubiegen und einmal durch zu schnaufen … Fritze teilte uns direkt mit das wir zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Plätze eingebüßt hatten – da sagte ich scherzhaft zu Ihm dass jetzt eine eine Sekunde schnellere Rundenzeit nicht schlecht wäre … 🙂 … wir fuhren wieder raus, es war noch Zeit für 2-3 Runden und diese Zeit nutzten wir perfekt. Am Ende des Training waren wir bei einer Rundenzeit von 1,54 und somit die angesprochene Sekunde schneller und haben uns 2 den 3 verlorenen Plätze wieder zurück geholt. Somit stand am Ende von Q2 dann der Startplatz mit P 10 fest.

Samstag am frühen Abend dann das erste Rennen, bis dato hatte die Technik gut funktioniert … das Moped warm laufen gelassen und zum zweiten Aufruf dann zum Vorstart gefahren, beim Ausrollen mit geringer Drehzahl ging plötzlich der Motor aus … mhhhh … dann ab in die erste Runde in Richtung Startaufstellung, alles fühlte sich gut an, bis es wieder zum Ausrollen kam, wieder aus … puhhh, leichte Nervosität machte sich breit … dann die Einführungsrunde, beim Fahren fühlte sich alles gut an, dann das Ausrollen in Richtung Start Position – Moped wieder aus … Gedanklich war ich schon am Arm heben, doch der Motor sprang sofort wieder an und zum erlöschen der roten Ampel war ich voll da und absolvierte einen klasse Start. 🙂

Irgendwo zwischen Platz 7-8 bogen wir in die erste Kurve und wir konnten direkt spüren wie eng wir alle zusammen unterwegs waren. Es wurde sehr hart gekämpft, mit anlehnen und Lack Austausch, aber niemals unfair. Den einen oder andern Zweikampf nutzte die dahinter fahrende Konkurrenz scharmlos aus und schob sich an uns vorbei, so waren wir am Ende mit unserem 12 Platz und unserer Rundenzeit von 1,54 sehr zufrieden.

Ungewohnt aber sehr gerne angenommen fand unser zweites Rennen am Sonntag um die Mittagszeit statt (sonst sind wir immer am Nachmittag die letzten). Diesmal haben wir direkt den Öldruck Sensor deaktiviert, denn dieser scheint für das Fehlverhalten / Abschalten die Ursache zu sein.

Wieder sind wir gut gestartet, konnten uns dieses mal aber viel besser in der Kampfgruppe behaupten und fuhren einen sehr guten 10 Platz nach Hause. Ondrej hat einen sehr guten Job gemacht und unsere Abstimmung miteinander wird immer besser.

Vielen Dank Martha für die tollen Bilder und vielen Dank Fritze für die gute Arbeit am Gespann -> es fühlt sich alles gut an und im Rahmen unserer Möglichkeiten machen wir alle zusammen einen guten Job.

Die letzten Rennen werden spannend, denn die Abstände in der Gesamtwertung sind teilweise sehr eng und es kann noch viel passieren.

Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden, viele Grüße euer Markus

Saisonauftakt in Assen P16 im ersten Rennen und P11 im zweiten Rennen

In der 600er Gesamtwertung der IDM erreichen wir damit den 8. Platz – wir sind sehr zufrieden damit! 🙂

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Vielen Dank Biele PIXXX für diese tollen Bilder …

Als Fahrer bin ich erst das zweite mal in Assen und Ondrej war bisher noch gar nicht hier, dass hieß für uns das wir im freien Training, um die Mittagszeit, erst einmal langsam anfingen, Stecke erkunden und versuchen eine Linie zu finden. Zurück in der Box gab dies erst einmal einen großen Anpfiff von Fritze, der hatte nicht mehr daran gedacht dass wir langsam anfangen wollten … somit beendeten wir das Freie Training als 16ter.

Vielen Dank Henk Terrnik für diese tollen Bilder …

Am frühen Abend war dann das erste Zeittraining, das Einrollen im freien Training hatte uns Sicherheit gegeben und somit konnten wir motiviert das Training aufnehmen.

Assen ist an sich eine schöne Strecke mit einem schönen drumherum, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe sehr großen Respekt vor dieser Strecke. Der Streckenverlauf ist sehr schnell und hat einige Abschnitte, da kann ich nur für mich sprechen, wo man „sehr dicke Eier“ benötigt -> damit will ich sagen, mutig sein muss, denn gefühlt ist hier der Grad zwischen schnell durch die Kurve kommen und schnell abfliegen sehr schmal.

Trotz diesem Hintergedanken lief das Training für uns ganz gut … in den ersten paar Minuten ließen wir uns in Zweikämpfe mit ein paar 1000er Gespanne verwickeln, das war nicht wirklich zielführend und daher fuhren wir an die Box. Nach ein paar Minuten und einer kurzen Durchsprache konnten wir noch ein – zwei schnelle Runden drehen und waren am Schluss mit einer Rundenzeit von 1,55022 und P10 sehr zufrieden.

Das zweite Zeittraining war dann am Samstag um die Mittagszeit, die Wetterbedingungen waren leider schlechter als am Tag zuvor und es regnete ganz leicht.

Sehr schnell war dann klar dass wir unsere Zeit, bei diesen Bedingungen nicht verbessern werden. Wir versuchten unser Mögliches, ohne dass Gespann im Kiesbett zu versenken und waren daher mit der erreichten 1,56238 zufrieden. Da es aber Rennkollegen gibt die im Regen besser zurechtkommen oder im ersten Training auch noch nicht so gut unterwegs waren, verloren wir leider zwei Plätze und mussten uns mit P12 für die Startaufstellung begnügen.

Nach dem Training nutzen wir die Chance für ein freiwilliges Wiegen und das war dann ernüchternd – das Gespann könnte eigentlich 12 KG leichter sein und im Gesamtpaket könnten wir ca. 40 KG leichter sein … puhhh, da muss wohl einiges von der Speisekarte gestrichen werden, denn für so  viele Carbon Teile haben wir kein Geld. 🙂

Bei der Analyse der Trainings waren wir uns einig dass das Gespann sehr stark, in den schnellen Rechtskurven, über das Vorderrad schiebt und wir damit sehr viel Zeit verlieren. Um dies zu verringern wäre eine Möglichkeit dass Ondrej in diesen Kurven weiter nach vorne rutscht und mir mit der Verlagerung seines Gewichtes mehr Druck auf das Vorderrad gibt oder wir im Bereich des Vorderrades ein bisschen Gewicht reinlegen. Da so auf die Schnelle die Veränderung von Ondrejs Griffe nicht möglich war entschieden wir uns 3 KG Blei im vorderen Schacht zu platzieren – schauen wir mal.

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Am Abend dann das erste Rennen, der Start gelang und die ersten Runden konnten wir ganz gut mitspielen, … das Gewicht wirkte sich positiv in den Rechtskurven aus, der Druck am Vorderrad war da. … Aber leider hatte das Gewicht auch eine nachteilige Auswirkung, so ab der 3. Runde fühlte sich das Gespann fahren so an, als ob ich schon 30 Minuten am gleichen Gerät im Fitnessstudio trainiere und obwohl ich sehr durchtrainiert bin verlor ich Runde um Runde die Kraft und die Sicherheit. Leider verloren wir damit genauso Platz um Platz und wären beinahe nicht ins Ziel gekommen, denn durch die Erschöpfung fand ich die Linie in der Start/Ziel Schikane nicht mehr und wir kamen erst kurz vor der Boxenmauer auf die Strecke zurück und ins Ziel. …. Puhh, nochmal Glück gehabt … damit wurden wir leider nur 16ter.

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Zum ersten mal konnte ich einen Tipp nicht wirklich umsetzten, denn die 3 KG Gewicht haben mich kaputt gemacht und die Empfehlung war sogar noch mehr rein zu packen. Für das zweite Rennen am Sonntag Spätnachmittag / Abend haben wir das Gewicht dann auf 1 KG reduziert.

Da das zweite Rennen der Gespanne oftmals das letzte Rennen am Sonntag ist hieß es erst mal wieder warten … kein Warmup, sondern einfach nur warten und mitbekommen wie sich der Zeitplan dann weiter nach hinten verschiebt. 😦

Dann war es endlich soweit, das Wetter spielte mit, weiterhin war es warm und trocken. Das Starterfeld hatte sich verkleinert, ein paar Teams hatten schon frühzeitig Ihre Teilnahme am zweiten Rennen abgesagt, da Sie doch am Montagmorgen wichtige Termine hatten. Somit wurde die Startaufstellung angepasst und wir starteten von P10.

Der Start gelang ganz gut und schnell bildete sich eine kleine Kampfgruppe aus den Teams RCN Racing, Lingo, dem französischen Gaststarter Vinet und uns, wir waren schon im Training sehr eng zusammen gewesen.

Wir führten diese Kampfgruppe sehr lang an und die Boxentafel die uns Fritze und Marek zusammen zeigte, wies uns die ganze Zeit daraufhin dass unsere Mitstreiter direkt hinter uns sind. Dann schaffte es Lingo sich an uns vorbei zu pressen und diesen Moment nutzte auch das Team RCN, denn für Wiggert ist es das Heimrennen mit entsprechend guten Strecken Kenntnissen. Wiggert und Caro waren auch wirklich schneller und Sie schoben sich auch an Lingo vorbei und schafften sich ein wenig abzusetzen. Wir selber blieben an Lingo (1000er Gespann) dran und verteidigten uns nach hinten gegen den Franzosen Vinet, welcher sich mehr als einmal neben mir zeigte. Wir nutzten Runde für Runde um zu studieren wo wir mit unserem 600er Gespann schneller waren als Lingo und nutzen dann in der letzen Runde unsere Chance um uns an Lingo vorbei zu schieben.

Bei der Zieldurchfahrt hatten wir damit den 11ten Platz uns gesichert und damit sind wir sehr zufrieden. 🙂 In der Gesamtwertung beider Läufe befinden wir uns im 600er Feld auf der 8. Position … mal sehen wie es kommende Woche in Lausitz läuft.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße Euer Markus.

Most – die Strecke liegt uns – Heimrennen für Ondrej und schnell waren wir auch :-)

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Knapp 500 km sind es von mir nach Most, je nach Verkehr sind das zwischen 4,5 – 6,5 Stunden mit dem VW Bus ohne Anhänger … für die Jungs von Königswartha sind es um die 3,5 Stunden und Ondrej mit Familie brauch ungefähr genauso lang.

Die Strecke an sich gefällt mir sehr gut, es gibt eigentlich nur eine Stelle mit der ich mich nicht wirklich anfreunden kann – das ist die Schikane bzw. das Eck am Ende der Start/Ziel Graden. 😦

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Genau von diesem Punkt stammt auch diese Bilderserie, aber da komme ich dann später dazu … ich fange doch einfach mal von vorne an.

Im Laufe des Freitag Mittags sind wir alle zusammen in Most eingetroffen, Alle = komplette Familie von Ondrej, Freundin der Familie Lenka, Petr, Fritze und ich. Am späten Abend kam dann Marek mit Freundin Zdenca auch  dazu.

Wir konnten es erst einmal ruhig angehen lassen, da das erste freie Training war am frühen Abend war.

Aber mit der Ruhe war es dann schnell vorbei, denn als wir uns für das Training vorbereiten wollten und das Gespann warmlaufen lassen wollten, sprang der Motor sehr schlecht an und als er dann richtig lief klapperte er – dies gab in der kompletten Runde entsetzte Gesichter, denn das war der gleiche Motor mit dem wir, vor einer Woche, am Nürburgring, so gute Zeiten gefahren waren.

Erste Diagnose, vermutlich leichter Motorschaden – freies Training fand dann ohne uns statt und nachdem wir uns das Training angeschaut haben fingen wir an den Motor auszubauen.

Beim Blick in die Airbox gab es die nächsten entsetzten Gesichter, die Airbox war leicht bedeckt mit ALU-Abrieb – aber wir konnten auf den ersten Blick nicht entdecken wo dies herkommen könnte. Dann haben wir die Airbox und Einspritzung runter gebaut und diesen ALU-Abrieb auch im 2. und 3. Zylinder wieder gefunden … kein Wunder das der Motor nicht mehr wollte … aber in diesem Moment hatten wir noch keine Idee wo dieser Abrieb herkommen kann?! – am späteren Abend waren wir uns dann einig das dies vermutlich von unserer vorderen Felge stammt, dort läuft der Bremssattel so nah am Felgenbett vorbei dass es ab und zu passiert dass sich dort ein Steinchen verklemmt und für einen solchen Abrieb sorgt … aber wie kommt der dann in die Airbox?

Bei genauerem hinsehen entdeckten wir diese „ALU-Späne“ auf dem kompletten Gespann und wir vermuten dass über die Kabelzuführungen diese in die Airbox gelangt sind, denn diese haben wir leider bisher nicht komplett luftdicht verschlossen 😦

Der Motor Wechsel beschäftigte uns länger als gedacht, vielleicht sollte man den Fahrer nicht schrauben lassen !!!! … denn ich hatte beim Umbau des Öl Systems einen Adapter vergessen und das kostete uns mindestens 2h bis wir diesen Fehler entdeckt hatten – danke Uwe für den „goldenen Tipp“. 🙂

23.30 Uhr war es dann endlich soweit, der Ersatzmotor war drin und lief zum ersten mal … müde, aber mit einem lächeln auf dem Gesicht stellten wir die Arbeit ein.

Am Samstag Morgen dann die letzten Handgriffe und wir waren wieder zurück „im Spiel“.

Gegen 10 Uhr fand dann das erste Quali statt, da wir noch nicht auf der Strecke waren, waren wir heiß aufs Fahren und gingen als einer der ersten ins Training. Wie schon oben geschrieben gefällt mir die Strecke sehr gut und Ondrej und ich waren hier auch schon zusammen gefahren … mit diesem Wissen im Hinterkopf, dem Gedanken dass das Training auch nicht sehr lange ist, verloren wir nicht viel Zeit und  gaben schon ab der zweiten Runde richtig Gas. Laut Fritze waren wir im ersten Teil des Trainings die Schnellsten und es dauerte einige Zeit bis wir eingeholt wurden.

Am Ende des Trainings waren wir selber über unsere sehr gute Leistung überrascht, wir haben den guten Lauf vom Nürburgring mit nach Most gebracht und waren 3. und befanden uns mit Michael Grabmüller und Kees Endefeld innerhalb von der gleichen Sekunde mit einer Rundenzeit von 1,48 🙂

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Das komplette Team war happy, trotz Motor Wechsel hatten wir die Technik im Griff und Ondrej und ich konnten unser Zusammenspiel in sehr gute Rundenzeiten umsetzen.

Das zweite Quali war dann um 14 Uhr, das Gespann war von Fritze, Petr und Marek wieder optimal vorbereitet und wir konnten optimistisch ins nächste Training starten.

Leider wurde dieses Training vorzeitig abgebrochen und wir konnten in den gefahrenen 5 Runden unsere Zeit nicht verbessern, Grabi ging es genauso, Kees verbesserte sich um 1 Sekunde und Mike Roscher zusammen mit Anna Burkard verbesserten Ihre Rundenzeit um starke 4 Sekunden und schoben sich auf die verdiente P1 -> das hieß für uns Startplatz 4 – wir waren auch damit sehr zufrieden.

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Am Abend so gegen 17.30 Uhr dann das Sprint Rennen … der Weg zur ersten Kurve ist hier in Most auch sehr weit und die Befürchtung dass das eine oder andere 1000er Gespann vorbeiziehen konnte bewahrheitete sich nicht, denn unser Start war gut … trotzdem verloren wir einen Platz, denn das Team TSR mit Ronja Mahl als Beifahrerin hatte noch einen besseren Start als wir und schob sich mit Ihrer 600er Honda an uns vorbei.

Diesen Platz holten wir uns schnell wieder zurück und da Michael Grabmüller aus der Boxengasse gestartet war, fuhren wir damit vor auf Platz drei. Allerdings ist Most eine schnelle Strecke und wenn man sein 1000er Gespann gut bewegen kann, dann kann man hier schneller sein als eine 600er. Dies stellten wir dann auch in der vorletzten Runde fest, das Kapsch Team kam Runde für Runde besser zurecht und zog so mit Ihrer 1000er Suzuki an uns vorbei und meinen angedachten Konter vereitelte ein Verschalter … wir kamen als vierter ins Ziel, knapp vor Grabi der mit riesen Schritten durch das Feld gepflügt war. Das komplette Team war sehr happy mit der Leistung, den tschechischen Freuden hat es Spaß gemacht unseren Erfolg mit zu erleben und unser persönlicher FAN Zdenek (siehe Foto) lobte uns sehr! 🙂

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Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen, mit Siegerehrung, bester Versorgung von Martha und Ondrej, dem einen oder anderen Kalt Getränk und ein bisschen Musik.

Am Sonntag Morgen gab es sogar ein WarmUp, das gibt es leider nicht so oft für die Sidecars – dies nutzen wir für die letzten Optimierungen.

Dann gegen 10.30 Uhr der Start zum zweiten Rennen, der war wieder gut, trotzdem verloren wir ein paar Plätze. Bei der Aufholjagd nach vorne kam es dann in der dritten Runde zu der Bilder Sammlung (erstes Bild hier im Post), nachdem wir auf Start/Ziel ein Gespann passiert hatten wollte ich noch später bremsen als sonst und dies ging schief.

Mit quietschenden Rädern drehten wir uns am Ende der Graden raus, ein paar Gespanne zogen an uns vorbei … kurz neu sortiert und die Verfolgung wieder aufgenommen. Von P10 kämpften wir uns wieder nach vorne auf P6, nur beim erfahrenen Peter Schröder kamen wir in den letzten beiden Runden nicht vorbei, denn er wusste genau wo er uns den Schwung nehmen konnte, dass wir gegen seine 1000er keine Chance hatten (aber sportlich war alles fair).

Mit diesem 6. Platz in der Gesamtwertung und dem 3. Platz in der 600er Wertung waren wir weiterhin sehr zufrieden. Das war dann trotz Motorschaden ein gelungenes Wochenende und wir konnten weiterhin beweisen dass wir den Abstand zur Spitze verkürzt haben.

Vielen Dank an alle Besucher die uns unterstützt haben, vielen Dank an alle Sponsoren die uns dies ermöglichen, vielen Dank an Martha für die tollen Bilder.

Kurzfristig haben wir uns entschieden dass wir nochmal nach Most fahren, wir werden im Rahmen der Klassik Motorsport, 1 Woche vor dem Start in der Deutschen Meisterschaft in Assen, noch einen Gaststart machen – wir freuen uns darauf.

Und wie immer, ein wenig zeitversetzt, halte ich euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße, euer Markus

Gutes Training in Oschersleben und ein fast perfekter Gaststart in der Int. Sidecar Trophy auf dem Nürburgring

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Vor knapp 3 Wochen durften wir zum ersten mal auf die Rennstrecke, die IGG (Interessengemeinschaft Gespannrennen) hat zwei Trainingstage in Oschersleben organisiert wo wir in der Summe 11 mal 30 Minuten Fahrzeit zur Verfügung hatten.

Diese 11 Trainings haben wir sehr gut genutzt und wir haben all dass nachgeholt was wir eigentlich im März im Trainingslager testen wollten. 🙂

Die Technik hat bestens funktioniert, Ondrej und ich haben uns sehr gut eingefahren, sodass am Ende gute Rundenzeiten gefahren wurden und wir sehr zufrieden waren!

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Mit der guten Vorbereitung in Oschersleben sind wir dann voll motiviert am letzten Wochenede an den Nürburgring zum Gaststart in der Int. Sidecar Trophy gefahren.

Fritze und Uwe sind schon am Donnerstag Nachmittag los, genauso wie Ondrej und Marek – Sie haben sich dann in der Nacht ca. 300 km vor dem Ziel getroffen.

Ich selber bin erst am Freitag Morgen losgefahren, denn das erste freie Training war am Abend so gegen 19 Uhr.  So gegen 13 Uhr waren wir dann alle zusammen im Fahrerlager angekommen und haben unser Zelt mit neuer Dachplane aufgebaut.

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Nachdem das Zelt eingeräumt war kümmerten wir uns um das Gespann, haben alles nochmal durchgeschaut, die letzten notwendigen Arbeiten erledigt, die technische Abnahme bestanden und das Gespann für das erste Training vorbereitet.

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Dann ging es los zum ersten Training … Ondrej war zum ersten mal auf dem Nürburgring, ich war schon lange nicht mehr hier und die komplette Grand Prix Strecke wurde fast 20 Jahre schon nicht mehr gefahren -> das hieß für uns das wir es erst einmal langsam angehen lassen, um die Strecke zu erkunden, uns wohl zu fühlen und um dann Runde für Runde schneller zu werden.

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Der Plan weicht oftmals von der Wirklichkeit ab … irgendwie fühlte es sich alles so gut an sodass wir ab der zweiten Runde schon schneller wurden. Zurück im Fahrerlager kam uns dann Fritze und Marek mit einem großen Grinsen auf dem Gesicht entgegen, wir waren 4. Schnellste von 30.

Dies war eine sehr positive Überraschung mit der wir wirklich nicht gerechnet haben und im Fahrerlager war der ein oder andere auch über unsere schnelle Zeiten verwundert.

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Am Samstag standen dann weitere 3 Trainings und das Rennen an … zum Training am Samstag Morgen haben wir die Übersetzung erst einmal überprüft, festgestellt dass wir nicht die drauf hatten die wir meinten und daher diese angepasst.

Dann ging es ab auf die Strecke, alles fühlte sich wieder gut an, Ondrej kam schon sehr gut mit der neuen Strecke zurecht sodass wir schnell auf gute Rundenzeiten kamen und unsere bisherige beste Runde um 6 Sekunden unterbieten konnten.

Trotz dass alle Teams Ihre Zeiten verbessert haben schafften wir es die 4. Position zu halten, vor uns waren nur Teams die entweder in der IDM vorne mitmischen oder WM Teilnehmer sind, wir waren weiterhin sehr zufrieden.

Zwischen den Trainings habe ich mich immer wieder mit Markus Schlosser abgestimmt und er hat mir dankenswerterweise ein paar Tipps gegeben, dies hat mir sehr geholfen … danke Markus.

Zum dritten Training haben wir dann nochmal meine Sitzposition optimiert sodass beim Fahren sich die Beine in einem anderen Winkel befinden. Dies fühlte sich sofort gut an, konnten wir dann aber nicht in bessere Rundenzeiten umsetzen da das Training vorzeitig abgebrochen wurde. Ein Gespann mit einem technischen Defekt rollte rückwärts auf die Rennstrecke und gefährdete die anderen Fahrer.

Am Nachmittag dann das 4. Training, alle Teams gingen sehr motiviert auf die Strecke und sehr schnell purzelten die Rundenzeiten. Auch wir schafften es ein weiteres mal unsere Rundenzeit zu verbessern. 🙂

Doch leider haben sich unsere Mitstreiter auch weiter verbessert und wir haben dadurch einen Platz verloren und sind nun in der Startaufstellung auf P5 zurück gerutscht. -> aber dass ist immer noch die zweite Startreihe und weiterhin waren wir Schnellsten „nicht WM Teilnehmer“ -> daher waren wir weiterhin sehr zufrieden mit unserer Leistung.

c09cc303-2b0c-4b54-a465-a511484360bd Die Aussage dass nur „WM-Starter“ vor uns platziert waren ist nicht ganz richtig, denn auf P2 war der junge Ted Peugeot qualifiziert dem das Fahrerlager schon den Spitznamen „der Marques der Gespannszene“ gab. Der Junge ist 17 Jahre und sitzt dieses Jahr zum ersten mal am Steuer eines Renngespanns und als Beifahrer hat er seinen erfahrenen Vater im Boot sitzen. -> die Leistung von Ted war überragend!!! 🙂

Am frühen Abend dann das Rennen mit dem Start aus der zweiten Reihe – beinahe wären wir sogar von der Pool gestartet 🙂 denn im Vorfeld hieß es das die Startpositionen ausgelost werden um den Stress im Training zu vermeiden und ich als Glücksfee habe für uns die 1 gezogen gehabt … dies wurde aber kurz vor dem Start wieder auf normal geändert und somit erfolgte die Startaufstellung gemäß den Rundenzeiten aus dem Training.

Die Startaufstellung war sehr eng, dies spürten wir dann auch gleich, denn als die Ampel erlosch kamen wir gut vom Fleck, aber unser Vordermann Kees Endefeld, der zum ersten mal mit seiner Yamaha einen Start hinlegte, Stand wie ein Stein … puhhh … rechts die Mauer, links kamen die anderen Gespanne von hinten angerauscht, wir verloren einige Plätze und an uns fuhren ein paar Gespanne vorbei die ich das ganze Wochenende noch nicht auf der Strecke gesehen hatte. 😉

Aber wir ließen uns davon nicht unterkriegen und erkämpften uns Platz für Platz wieder zurück, bis wir schließlich wieder in der Region unseres Startplatzes waren. Von dieser Aufholjagd beflügelt gingen wir dann auch in den Zweikampf mit dem Team Zimmermann, der war zwar hart aber auch fair … er hielt dagegen und wolle auch gleich seinen Platz wieder zurück erobern, ich hielt dagegen und ließ in der Linkskurve (Anfahrt zur Dunloop) länger stehen und blieb vorne … doch damit passte die Linie für die darauffolgende Rechtskurve leider gar nicht und wir verabschiedeten uns aus der Spitze des Feldes mit einem Dreher … zum Glück nichts weiter passiert und nur rückwärts mit dem Hinterrad ins Kiesbett gerutscht … es zogen einige Gespanne an uns vorbei, doch wir hatten Glück dass wir wieder weiterfahren konnten.

Ein paar Meter brauchten wir um wieder Tempo aufzunehmen und der Kies aus dem Gespann war, ein kurzer Blick zu Zurück und mit der Bestätigung von Ondrej dass alles in Ordnung war ging es zur Aufholjagd. Von Position 13 haben wir es geschafft, in den verbleibenden Runden, noch auf P10 vor zu fahren.

Im ersten Moment waren wir enttäuscht, doch als wir die Verbesserung unserer Rundenzeit um einen weitere Sekunde gesehen haben waren wir wieder happy.

Das Rennen hatten wir uns anders erhofft, aber zum Glück ist nichts weiteres passiert, trotzdem sind wir mit dem erreichten, den guten Rundenzeiten und mit der funktionierenden Technik sehr zufrieden und fahren optimistisch zum nächsten Rennen nach Most. 🙂

Vielen Danke an Fritze, Uwe und Marek die vor Ort das Moped perfekt vorbereitet haben und auch danke an Lars dass er in der Werkstatt unterstützt so wie es die Zeit zulässt.

Einen großen Dank an unsere Sponsoren die trotz Corona zu uns stehen und uns weiterhin unterstützen.

Vielen Dank an Ring-Race-Rixx für die tollen Bilder von der Strecke.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Most und ich hoffe dass ich positives von dort berichten kann, viele Grüße, Euer Markus

 

Hightech hält Einzug bei Team #19

Wie versprochen kommt nun endlich der Einblick in unsere technischen Änderungen … diese wollten wir euch eigentlich vor Ort zeigen, aber da immer noch nicht klar ist wann es das normale Racing mit Zuschauer wieder geben wird, zeigen wir es Euch hier.

Über die neue Airbox von Markus Schlosser hatten wir schon geschrieben, wir erhoffen uns durch das große Volumen einige Vorteile … unter anderem haben die guten Werte auf dem Prüfstand gezeigt dass es in die richtige Richtung geht. Damit unsere Motoren nicht so viel „Dreck“ fressen müssen fahren wir diese Saison auch mit einem Gitter und einem Filter-Flies  – bisher hatten wir darauf verzichtet und hatten damit auch viel Glück das nichts passiert ist, denn ein Stein im Ansaug kann unangenehm werden.

Eines meiner Sorgenkinder war mein Schalt-Fuß, nicht immer, aber ab und zu schlief mir der Fuß ein und ein sauberes Schalten war nicht mehr möglich, sodass wir in dem einen oder anderen Rennen gegen Ende dadurch Plätze verloren haben.

Diese Saison testen wir daher mal eine 2-Pedal-Schaltung … d.h. mit einem Pedal wird rauf und mit dem zweiten runter geschaltet … das hatte ich mir im Laufe der Saison schon mal angeschaut, aber noch keine so schöne Lösung gesehen wie diese von dem Franzosen Simon Perillat. 🙂 Dadurch ist der Fuß mehr in Bewegung als bisher in der Schalt-Gabel und ich erwarte dass dann der Fuß nicht mehr einschläft.

Diese Änderung verursacht dann weitere Änderungen an der kompletten Schaltung, sodass wir dann sogar einen neuen Schaltautomaten benötigten, denn der Abstand zwischen den Umlenk Punkten war zu gering für unseren bisherigen.

Da der Abstand aber immer noch zu gering war hat uns Simon mal schnell ein paar Sonderteile gebaut und wir haben jetzt die gewünschte Position hin bekommen … so haben wir einen von Vivamoto top eingestellten Schaltautomaten und eine komplett leichtgängige Schaltung im Einsatz – mal sehen wie ich damit zurecht komme?

Ab und zu drücke ich als Fahrer auch mal meinen Willen durch, bzw. ich bestelle oder beschaffte dann einfach das Teil was ich ändern will … so geschah es auch mit der neuen Batterie, das war auch der Wunsch von Viviano, aber die Jungs meinten die tut doch noch … jetzt ist die neue da und auch eingebaut 🙂 … neben der besseren Leistung ist sie auch kleiner und leichter.

Letzte Saison war auch schon früh klar dass wir eine Neue Verkleidung benötigen, daher haben wir dann Kontakt mit Harald Endeveld (HP Sidecar Parts) auf genommen und von Ihm wie versprochen zeitnah die neue bekommen. Die kleine Herausforderung für Harald war, das er die Standard Verkleidung verlängern musste, denn wir fahren ein verlängertes Chassis.

Das absolute Highlight ist aber unser neues Cockpit / Display – bisher hatten wir das normale R6 Cockpit und ein 2D MiniDash für die Rundenzeiten – dies zusammen wird nun ersetzt durch das große 2D Display – damit sollen den Jungs (Mechaniker) sowie auch mir als Fahrer mehr Informationen und vor Allem gezieltere Informationen zur Verfügung gestellt werden. … da bin ich gespannt drauf … allerdings warten wir gerade noch auf Material, sodass das erste Training nächste Woche noch mit der alten Ausstattung gefahren wird.

Etwas weniger Technik zum Schluss … 🙂 … wir werden von Xlite – Nolangroup Deutschland GmbH auch in der neuen Saison unterstütz, vielen Dank und für die neue Saison haben wir uns für die nationalen Landesfarben entschieden.

Zusätzlich hat sich Ondrej die wintex Kombi anpassen lassen und mit seinem Spitznamen signiert.

Wir hoffen das diese technischen Änderungen unseren Drang nach vorne unterstützen, in diesem Sinne tuen Ondrej und ich sehr viel für die körperliche Fitness.

Gespannt schauen wir nun nach vorne, nächste Woche zwei Tage Training in Oschersleben und wenn die Termine bestehen bleiben dann starten wir Anfang Juli bei der Trophy am Nürburgring und in Most.

Fast vergessen – vielen Dank an die Jungs für die tolle Arbeit und euren Einsatz.

Ich halte Euch weiterhin auf dem laufenden, euer Markus

Corona und kein Ende in Sicht … aber eins ist sicher – Gesundheit steht über Allem!

Erst einmal muss ich mich entschuldigen dass Ihr so lange nichts von uns / mir gehört bzw. gelesen habt, aber ich wollte hier auch nicht rum jammern und genügend Spekulationen über Corona gibt es im Netz auch … ich verspreche auch ohne dass die Saison gestartet ist werde ich wieder regelmäßiger informieren! 🙂

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Aber wie immer fange ich doch einfach mal von vorne an, … der letzte Bericht war von unserem Besuch auf dem Prüfstand mit dem vorzeitigen Ende durch den Motorschaden … den Fehler hatten wir sehr schnell identifiziert, uns war eine Einspritzdüse der oberen Einspritz Leiste rausgerutscht und dann wurde der erste Zylinder geflutet -> der Motor war vorher neu revidiert und musste nun nochmal revidiert werden. Das ist zwischenzeitlich auch schon wieder gemacht, sodass auch dieser wieder Einsatzbereit ist. 🙂

Das Bild zeigt einen Ausschnitt von der neuen Befestigung der Düsen, danke Jungs, damit sollte sichergestellt sein dass dies fix in Ihrer Position sind und nicht mehr raus rutschen.

Ca. 2 Wochen nach unserem Desaster waren wir dann wieder auf dem Prüfstand, danke an Sepp dass er sich die Zeit genommen hat und danke an Viviano für die elektronische Betreuung. -> diesmal ging alles gut und wir waren mit unseren Werten sehr zufrieden.

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Mit diesem Erfolg im Rücken liefen die Vorbereitungen für die Saison auf Hochtouren und das Trainingslager bei Carlo stand vor der Tür … dann kam Corona … Covid 19wirklich doof hat auch noch unsere Startnummer bekommen … und alles wurde anders … wir mussten das Trainingslager noch vor der offiziellen Absage canceln, denn Ondrej hatte schon signalisiert dass die Aus- und Einreise nach Tschechien nur mit 14-Tagen Quarantäne möglich wäre und dies konnte er weder seiner Familie noch seinem Arbeitgeber antun. -> ein paar Tage später wurde die komplette Veranstaltung dann abgesagt…

Als nächstes Highlight freuten wir uns dann auf die Teilnahme bei unseren Freunden vom Puschwitzer Dreieck, hier wollten wir dieses Jahr nicht nur Ausstellen (siehe die Bilder vom letzten Jahr) sondern auch teilnehmen … bis kurz davor hatten wir die Hoffnung dass diese Veranstaltung stattfinden wird, aber auch Sie musste abgesagt werden … sehr sehr schade, denn es wäre ein Heimspiel für das Team gewesen und der Organisator hatte natürlich auch schon mit dem Aufbau begonnen.

Aber das sollte erst der Anfang sein, nach und nach wurden die Veranstaltungen in der Trophy, IDM und der WM abgesagt, sodass es aktuell so aussieht als wird es vor Ende Juni kein Rennen geben! 😦 😦 😦

Aus den Spekulationen was, wann, wo möglich sein wird halten wir uns heraus … wir müssen einfach schauen wie sich die nächsten Wochen entwickeln, was die inländische Politik und auch die europäische Politik so veranstaltet!

Zum Glück gibt es auch ein Leben abseits vom Rennsport … wirklich? … der eine oder andere tut sich damit schwer …. trotzdem ist es sehr schade dass wir nicht zum Fahren kommen und unser Rennsportfreunde nicht treffen …

So verbringt der Eine die Zeit im Garten bzw. mit Renovierungsarbeiten am Haus, der andere kümmert sich um das Unterhaltungsprogramm für die Kinder (früh übt sich – hat sogar was mit Moped zu tun) und der nächste schraubt am Auto/Motorrad.

Das Gespann wird dabei aber nicht vergessen, wir nutzen die Zeit und optimieren an allen Stellen, wie zum Beispiel Schaltung, Verkleidung, Batterie, Elektrik, Display, Motorständer für den Ersatzmotor … dazu berichte ich dann einfach separat …

Jetzt, Anfang Mai, sieht es so aus das frühestens Ende Juni Anfang Mai die Saison beginnt … Hier der von der IG Gespannrennen veröffentlichte vorläufige neue Rennkalender:

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Schauen wir mal … ich halte Euch auf dem Laufenden, euer Markus.

Zu den finalen Vorbereitungen der Saison gehört auch ein Besuch auf dem Prüfstand – auch hier liegen Freud und Leid nicht weit auseinander …

Am letzten Freitag haben wir unseren Rennkollegen Sepp Sattler – Sattler Motorsport – in Triftern besucht und wir waren mit unserem Gespann auf seinem Prüfstand.

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Fritze und Uwe kamen von Königswartha runter und sind daher schon Donnerstags losgefahren und ich startete am Freitag Morgen so um 4.30 Uhr.

Mit dabei war unser Spezialist für die Elektronik, Viviano von Viva Moto aus Stuttgart-Stammheim, der sich intensiv mit unserem Steuergerät / ECU beschäftigt hat.

Die ersten Eindrücke waren sehr positiv und als Laie war ich doch sehr verwundert wie viele Informationen aus der ECU ausgelesen werden können … 🙂 … die Daten der letzten Saison waren komplett sichtbar – ohhhh, da bin ich als Fahrer wirklich gläsern, da gibt es keine Ausreden … hihi … gibt es bei mir sowieso nicht.

Warm fahren, dann die ersten Probeläufe zum Abgleich bzw. zur Anpassung der Werte, dann ein abruptes Ende … Benzin tropft, Motor geht aus, Anspannung und Angst im Raum -> zum Glück hat sich nichts entzündet.

Erste Diagnose, Probleme an der oberen Einspritzleiste, erster Zylinder geflutet und somit einen Motorschaden erlitten (Details wissen wir erst wenn der Motor zerlegt ist).

Dies hieß dann Abbruch und direkt mal planen wie schnell wir wieder hier zum Prüfstand zurück kommen können, denn ohne diese Voreinstellungen macht es keinen Sinn ins Trainingslager zu fahren.

Die Ungeplanten zusätzlichen Kosten erfreuen uns nicht – daher sind neue Sponsoren sehr willkommen. ….. Sponsoren gesucht ….

Ich halte Euch auf dem Laufenden, euer Markus

Termine Saison 2020 – das ist unser Plan

Die Arbeiten am Gespann gehen gut voran und der Terminkalender für die kommende Saison steht – ist allerdings davon abhängig dass wir auch genügend Unterstützung zusammen bekommen.

Termine 2020

Permanent Starter in der IDM und Gaststarts in der Trophy und WM

23. – 27. März 2020 Trainingslager Val de Vienne (F)
10. – 12. April 2020 Int. Sidecar Trophy Brünn (CZ)
25. – 26. April 2020 Puschwitzer Dreieck Puschwitz (D)
16. – 17. Mai 2020 2. WM Lauf Lausitzring (D)
21. – 24. Mai 2020 IDM 1. Lauf Red Bull Ring (A)
03. – 05. Juli 2020 IDM 2. Lauf Most (CZ)
24. – 26. Juli 2020 IDM 3. Lauf Schleiz (D)
14. – 16. August 2020 IDM 4. Lauf Assen (NL)
11. – 13. September 2020 IDM 5. Lauf Lausitzring (D)
25. – 27. September 2020 IDM 6. Lauf Hockenheim (D)
03. – 04. Oktober 2020 IDM – Sidecar Festival Oschersleben (D)

Weitere Sponsoren sind sehr willkommen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße, euer Markus