Most – die Strecke liegt uns – Heimrennen für Ondrej und schnell waren wir auch :-)

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Knapp 500 km sind es von mir nach Most, je nach Verkehr sind das zwischen 4,5 – 6,5 Stunden mit dem VW Bus ohne Anhänger … für die Jungs von Königswartha sind es um die 3,5 Stunden und Ondrej mit Familie brauch ungefähr genauso lang.

Die Strecke an sich gefällt mir sehr gut, es gibt eigentlich nur eine Stelle mit der ich mich nicht wirklich anfreunden kann – das ist die Schikane bzw. das Eck am Ende der Start/Ziel Graden. 😦

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Genau von diesem Punkt stammt auch diese Bilderserie, aber da komme ich dann später dazu … ich fange doch einfach mal von vorne an.

Im Laufe des Freitag Mittags sind wir alle zusammen in Most eingetroffen, Alle = komplette Familie von Ondrej, Freundin der Familie Lenka, Petr, Fritze und ich. Am späten Abend kam dann Marek mit Freundin Zdenca auch  dazu.

Wir konnten es erst einmal ruhig angehen lassen, da das erste freie Training war am frühen Abend war.

Aber mit der Ruhe war es dann schnell vorbei, denn als wir uns für das Training vorbereiten wollten und das Gespann warmlaufen lassen wollten, sprang der Motor sehr schlecht an und als er dann richtig lief klapperte er – dies gab in der kompletten Runde entsetzte Gesichter, denn das war der gleiche Motor mit dem wir, vor einer Woche, am Nürburgring, so gute Zeiten gefahren waren.

Erste Diagnose, vermutlich leichter Motorschaden – freies Training fand dann ohne uns statt und nachdem wir uns das Training angeschaut haben fingen wir an den Motor auszubauen.

Beim Blick in die Airbox gab es die nächsten entsetzten Gesichter, die Airbox war leicht bedeckt mit ALU-Abrieb – aber wir konnten auf den ersten Blick nicht entdecken wo dies herkommen könnte. Dann haben wir die Airbox und Einspritzung runter gebaut und diesen ALU-Abrieb auch im 2. und 3. Zylinder wieder gefunden … kein Wunder das der Motor nicht mehr wollte … aber in diesem Moment hatten wir noch keine Idee wo dieser Abrieb herkommen kann?! – am späteren Abend waren wir uns dann einig das dies vermutlich von unserer vorderen Felge stammt, dort läuft der Bremssattel so nah am Felgenbett vorbei dass es ab und zu passiert dass sich dort ein Steinchen verklemmt und für einen solchen Abrieb sorgt … aber wie kommt der dann in die Airbox?

Bei genauerem hinsehen entdeckten wir diese „ALU-Späne“ auf dem kompletten Gespann und wir vermuten dass über die Kabelzuführungen diese in die Airbox gelangt sind, denn diese haben wir leider bisher nicht komplett luftdicht verschlossen 😦

Der Motor Wechsel beschäftigte uns länger als gedacht, vielleicht sollte man den Fahrer nicht schrauben lassen !!!! … denn ich hatte beim Umbau des Öl Systems einen Adapter vergessen und das kostete uns mindestens 2h bis wir diesen Fehler entdeckt hatten – danke Uwe für den „goldenen Tipp“. 🙂

23.30 Uhr war es dann endlich soweit, der Ersatzmotor war drin und lief zum ersten mal … müde, aber mit einem lächeln auf dem Gesicht stellten wir die Arbeit ein.

Am Samstag Morgen dann die letzten Handgriffe und wir waren wieder zurück „im Spiel“.

Gegen 10 Uhr fand dann das erste Quali statt, da wir noch nicht auf der Strecke waren, waren wir heiß aufs Fahren und gingen als einer der ersten ins Training. Wie schon oben geschrieben gefällt mir die Strecke sehr gut und Ondrej und ich waren hier auch schon zusammen gefahren … mit diesem Wissen im Hinterkopf, dem Gedanken dass das Training auch nicht sehr lange ist, verloren wir nicht viel Zeit und  gaben schon ab der zweiten Runde richtig Gas. Laut Fritze waren wir im ersten Teil des Trainings die Schnellsten und es dauerte einige Zeit bis wir eingeholt wurden.

Am Ende des Trainings waren wir selber über unsere sehr gute Leistung überrascht, wir haben den guten Lauf vom Nürburgring mit nach Most gebracht und waren 3. und befanden uns mit Michael Grabmüller und Kees Endefeld innerhalb von der gleichen Sekunde mit einer Rundenzeit von 1,48 🙂

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Das komplette Team war happy, trotz Motor Wechsel hatten wir die Technik im Griff und Ondrej und ich konnten unser Zusammenspiel in sehr gute Rundenzeiten umsetzen.

Das zweite Quali war dann um 14 Uhr, das Gespann war von Fritze, Petr und Marek wieder optimal vorbereitet und wir konnten optimistisch ins nächste Training starten.

Leider wurde dieses Training vorzeitig abgebrochen und wir konnten in den gefahrenen 5 Runden unsere Zeit nicht verbessern, Grabi ging es genauso, Kees verbesserte sich um 1 Sekunde und Mike Roscher zusammen mit Anna Burkard verbesserten Ihre Rundenzeit um starke 4 Sekunden und schoben sich auf die verdiente P1 -> das hieß für uns Startplatz 4 – wir waren auch damit sehr zufrieden.

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Am Abend so gegen 17.30 Uhr dann das Sprint Rennen … der Weg zur ersten Kurve ist hier in Most auch sehr weit und die Befürchtung dass das eine oder andere 1000er Gespann vorbeiziehen konnte bewahrheitete sich nicht, denn unser Start war gut … trotzdem verloren wir einen Platz, denn das Team TSR mit Ronja Mahl als Beifahrerin hatte noch einen besseren Start als wir und schob sich mit Ihrer 600er Honda an uns vorbei.

Diesen Platz holten wir uns schnell wieder zurück und da Michael Grabmüller aus der Boxengasse gestartet war, fuhren wir damit vor auf Platz drei. Allerdings ist Most eine schnelle Strecke und wenn man sein 1000er Gespann gut bewegen kann, dann kann man hier schneller sein als eine 600er. Dies stellten wir dann auch in der vorletzten Runde fest, das Kapsch Team kam Runde für Runde besser zurecht und zog so mit Ihrer 1000er Suzuki an uns vorbei und meinen angedachten Konter vereitelte ein Verschalter … wir kamen als vierter ins Ziel, knapp vor Grabi der mit riesen Schritten durch das Feld gepflügt war. Das komplette Team war sehr happy mit der Leistung, den tschechischen Freuden hat es Spaß gemacht unseren Erfolg mit zu erleben und unser persönlicher FAN Zdenek (siehe Foto) lobte uns sehr! 🙂

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Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen, mit Siegerehrung, bester Versorgung von Martha und Ondrej, dem einen oder anderen Kalt Getränk und ein bisschen Musik.

Am Sonntag Morgen gab es sogar ein WarmUp, das gibt es leider nicht so oft für die Sidecars – dies nutzen wir für die letzten Optimierungen.

Dann gegen 10.30 Uhr der Start zum zweiten Rennen, der war wieder gut, trotzdem verloren wir ein paar Plätze. Bei der Aufholjagd nach vorne kam es dann in der dritten Runde zu der Bilder Sammlung (erstes Bild hier im Post), nachdem wir auf Start/Ziel ein Gespann passiert hatten wollte ich noch später bremsen als sonst und dies ging schief.

Mit quietschenden Rädern drehten wir uns am Ende der Graden raus, ein paar Gespanne zogen an uns vorbei … kurz neu sortiert und die Verfolgung wieder aufgenommen. Von P10 kämpften wir uns wieder nach vorne auf P6, nur beim erfahrenen Peter Schröder kamen wir in den letzten beiden Runden nicht vorbei, denn er wusste genau wo er uns den Schwung nehmen konnte, dass wir gegen seine 1000er keine Chance hatten (aber sportlich war alles fair).

Mit diesem 6. Platz in der Gesamtwertung und dem 3. Platz in der 600er Wertung waren wir weiterhin sehr zufrieden. Das war dann trotz Motorschaden ein gelungenes Wochenende und wir konnten weiterhin beweisen dass wir den Abstand zur Spitze verkürzt haben.

Vielen Dank an alle Besucher die uns unterstützt haben, vielen Dank an alle Sponsoren die uns dies ermöglichen, vielen Dank an Martha für die tollen Bilder.

Kurzfristig haben wir uns entschieden dass wir nochmal nach Most fahren, wir werden im Rahmen der Klassik Motorsport, 1 Woche vor dem Start in der Deutschen Meisterschaft in Assen, noch einen Gaststart machen – wir freuen uns darauf.

Und wie immer, ein wenig zeitversetzt, halte ich euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße, euer Markus

Gutes Training in Oschersleben und ein fast perfekter Gaststart in der Int. Sidecar Trophy auf dem Nürburgring

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Vor knapp 3 Wochen durften wir zum ersten mal auf die Rennstrecke, die IGG (Interessengemeinschaft Gespannrennen) hat zwei Trainingstage in Oschersleben organisiert wo wir in der Summe 11 mal 30 Minuten Fahrzeit zur Verfügung hatten.

Diese 11 Trainings haben wir sehr gut genutzt und wir haben all dass nachgeholt was wir eigentlich im März im Trainingslager testen wollten. 🙂

Die Technik hat bestens funktioniert, Ondrej und ich haben uns sehr gut eingefahren, sodass am Ende gute Rundenzeiten gefahren wurden und wir sehr zufrieden waren!

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Mit der guten Vorbereitung in Oschersleben sind wir dann voll motiviert am letzten Wochenede an den Nürburgring zum Gaststart in der Int. Sidecar Trophy gefahren.

Fritze und Uwe sind schon am Donnerstag Nachmittag los, genauso wie Ondrej und Marek – Sie haben sich dann in der Nacht ca. 300 km vor dem Ziel getroffen.

Ich selber bin erst am Freitag Morgen losgefahren, denn das erste freie Training war am Abend so gegen 19 Uhr.  So gegen 13 Uhr waren wir dann alle zusammen im Fahrerlager angekommen und haben unser Zelt mit neuer Dachplane aufgebaut.

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Nachdem das Zelt eingeräumt war kümmerten wir uns um das Gespann, haben alles nochmal durchgeschaut, die letzten notwendigen Arbeiten erledigt, die technische Abnahme bestanden und das Gespann für das erste Training vorbereitet.

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Dann ging es los zum ersten Training … Ondrej war zum ersten mal auf dem Nürburgring, ich war schon lange nicht mehr hier und die komplette Grand Prix Strecke wurde fast 20 Jahre schon nicht mehr gefahren -> das hieß für uns das wir es erst einmal langsam angehen lassen, um die Strecke zu erkunden, uns wohl zu fühlen und um dann Runde für Runde schneller zu werden.

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Der Plan weicht oftmals von der Wirklichkeit ab … irgendwie fühlte es sich alles so gut an sodass wir ab der zweiten Runde schon schneller wurden. Zurück im Fahrerlager kam uns dann Fritze und Marek mit einem großen Grinsen auf dem Gesicht entgegen, wir waren 4. Schnellste von 30.

Dies war eine sehr positive Überraschung mit der wir wirklich nicht gerechnet haben und im Fahrerlager war der ein oder andere auch über unsere schnelle Zeiten verwundert.

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Am Samstag standen dann weitere 3 Trainings und das Rennen an … zum Training am Samstag Morgen haben wir die Übersetzung erst einmal überprüft, festgestellt dass wir nicht die drauf hatten die wir meinten und daher diese angepasst.

Dann ging es ab auf die Strecke, alles fühlte sich wieder gut an, Ondrej kam schon sehr gut mit der neuen Strecke zurecht sodass wir schnell auf gute Rundenzeiten kamen und unsere bisherige beste Runde um 6 Sekunden unterbieten konnten.

Trotz dass alle Teams Ihre Zeiten verbessert haben schafften wir es die 4. Position zu halten, vor uns waren nur Teams die entweder in der IDM vorne mitmischen oder WM Teilnehmer sind, wir waren weiterhin sehr zufrieden.

Zwischen den Trainings habe ich mich immer wieder mit Markus Schlosser abgestimmt und er hat mir dankenswerterweise ein paar Tipps gegeben, dies hat mir sehr geholfen … danke Markus.

Zum dritten Training haben wir dann nochmal meine Sitzposition optimiert sodass beim Fahren sich die Beine in einem anderen Winkel befinden. Dies fühlte sich sofort gut an, konnten wir dann aber nicht in bessere Rundenzeiten umsetzen da das Training vorzeitig abgebrochen wurde. Ein Gespann mit einem technischen Defekt rollte rückwärts auf die Rennstrecke und gefährdete die anderen Fahrer.

Am Nachmittag dann das 4. Training, alle Teams gingen sehr motiviert auf die Strecke und sehr schnell purzelten die Rundenzeiten. Auch wir schafften es ein weiteres mal unsere Rundenzeit zu verbessern. 🙂

Doch leider haben sich unsere Mitstreiter auch weiter verbessert und wir haben dadurch einen Platz verloren und sind nun in der Startaufstellung auf P5 zurück gerutscht. -> aber dass ist immer noch die zweite Startreihe und weiterhin waren wir Schnellsten „nicht WM Teilnehmer“ -> daher waren wir weiterhin sehr zufrieden mit unserer Leistung.

c09cc303-2b0c-4b54-a465-a511484360bd Die Aussage dass nur „WM-Starter“ vor uns platziert waren ist nicht ganz richtig, denn auf P2 war der junge Ted Peugeot qualifiziert dem das Fahrerlager schon den Spitznamen „der Marques der Gespannszene“ gab. Der Junge ist 17 Jahre und sitzt dieses Jahr zum ersten mal am Steuer eines Renngespanns und als Beifahrer hat er seinen erfahrenen Vater im Boot sitzen. -> die Leistung von Ted war überragend!!! 🙂

Am frühen Abend dann das Rennen mit dem Start aus der zweiten Reihe – beinahe wären wir sogar von der Pool gestartet 🙂 denn im Vorfeld hieß es das die Startpositionen ausgelost werden um den Stress im Training zu vermeiden und ich als Glücksfee habe für uns die 1 gezogen gehabt … dies wurde aber kurz vor dem Start wieder auf normal geändert und somit erfolgte die Startaufstellung gemäß den Rundenzeiten aus dem Training.

Die Startaufstellung war sehr eng, dies spürten wir dann auch gleich, denn als die Ampel erlosch kamen wir gut vom Fleck, aber unser Vordermann Kees Endefeld, der zum ersten mal mit seiner Yamaha einen Start hinlegte, Stand wie ein Stein … puhhh … rechts die Mauer, links kamen die anderen Gespanne von hinten angerauscht, wir verloren einige Plätze und an uns fuhren ein paar Gespanne vorbei die ich das ganze Wochenende noch nicht auf der Strecke gesehen hatte. 😉

Aber wir ließen uns davon nicht unterkriegen und erkämpften uns Platz für Platz wieder zurück, bis wir schließlich wieder in der Region unseres Startplatzes waren. Von dieser Aufholjagd beflügelt gingen wir dann auch in den Zweikampf mit dem Team Zimmermann, der war zwar hart aber auch fair … er hielt dagegen und wolle auch gleich seinen Platz wieder zurück erobern, ich hielt dagegen und ließ in der Linkskurve (Anfahrt zur Dunloop) länger stehen und blieb vorne … doch damit passte die Linie für die darauffolgende Rechtskurve leider gar nicht und wir verabschiedeten uns aus der Spitze des Feldes mit einem Dreher … zum Glück nichts weiter passiert und nur rückwärts mit dem Hinterrad ins Kiesbett gerutscht … es zogen einige Gespanne an uns vorbei, doch wir hatten Glück dass wir wieder weiterfahren konnten.

Ein paar Meter brauchten wir um wieder Tempo aufzunehmen und der Kies aus dem Gespann war, ein kurzer Blick zu Zurück und mit der Bestätigung von Ondrej dass alles in Ordnung war ging es zur Aufholjagd. Von Position 13 haben wir es geschafft, in den verbleibenden Runden, noch auf P10 vor zu fahren.

Im ersten Moment waren wir enttäuscht, doch als wir die Verbesserung unserer Rundenzeit um einen weitere Sekunde gesehen haben waren wir wieder happy.

Das Rennen hatten wir uns anders erhofft, aber zum Glück ist nichts weiteres passiert, trotzdem sind wir mit dem erreichten, den guten Rundenzeiten und mit der funktionierenden Technik sehr zufrieden und fahren optimistisch zum nächsten Rennen nach Most. 🙂

Vielen Danke an Fritze, Uwe und Marek die vor Ort das Moped perfekt vorbereitet haben und auch danke an Lars dass er in der Werkstatt unterstützt so wie es die Zeit zulässt.

Einen großen Dank an unsere Sponsoren die trotz Corona zu uns stehen und uns weiterhin unterstützen.

Vielen Dank an Ring-Race-Rixx für die tollen Bilder von der Strecke.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Most und ich hoffe dass ich positives von dort berichten kann, viele Grüße, Euer Markus

 

Hightech hält Einzug bei Team #19

Wie versprochen kommt nun endlich der Einblick in unsere technischen Änderungen … diese wollten wir euch eigentlich vor Ort zeigen, aber da immer noch nicht klar ist wann es das normale Racing mit Zuschauer wieder geben wird, zeigen wir es Euch hier.

Über die neue Airbox von Markus Schlosser hatten wir schon geschrieben, wir erhoffen uns durch das große Volumen einige Vorteile … unter anderem haben die guten Werte auf dem Prüfstand gezeigt dass es in die richtige Richtung geht. Damit unsere Motoren nicht so viel „Dreck“ fressen müssen fahren wir diese Saison auch mit einem Gitter und einem Filter-Flies  – bisher hatten wir darauf verzichtet und hatten damit auch viel Glück das nichts passiert ist, denn ein Stein im Ansaug kann unangenehm werden.

Eines meiner Sorgenkinder war mein Schalt-Fuß, nicht immer, aber ab und zu schlief mir der Fuß ein und ein sauberes Schalten war nicht mehr möglich, sodass wir in dem einen oder anderen Rennen gegen Ende dadurch Plätze verloren haben.

Diese Saison testen wir daher mal eine 2-Pedal-Schaltung … d.h. mit einem Pedal wird rauf und mit dem zweiten runter geschaltet … das hatte ich mir im Laufe der Saison schon mal angeschaut, aber noch keine so schöne Lösung gesehen wie diese von dem Franzosen Simon Perillat. 🙂 Dadurch ist der Fuß mehr in Bewegung als bisher in der Schalt-Gabel und ich erwarte dass dann der Fuß nicht mehr einschläft.

Diese Änderung verursacht dann weitere Änderungen an der kompletten Schaltung, sodass wir dann sogar einen neuen Schaltautomaten benötigten, denn der Abstand zwischen den Umlenk Punkten war zu gering für unseren bisherigen.

Da der Abstand aber immer noch zu gering war hat uns Simon mal schnell ein paar Sonderteile gebaut und wir haben jetzt die gewünschte Position hin bekommen … so haben wir einen von Vivamoto top eingestellten Schaltautomaten und eine komplett leichtgängige Schaltung im Einsatz – mal sehen wie ich damit zurecht komme?

Ab und zu drücke ich als Fahrer auch mal meinen Willen durch, bzw. ich bestelle oder beschaffte dann einfach das Teil was ich ändern will … so geschah es auch mit der neuen Batterie, das war auch der Wunsch von Viviano, aber die Jungs meinten die tut doch noch … jetzt ist die neue da und auch eingebaut 🙂 … neben der besseren Leistung ist sie auch kleiner und leichter.

Letzte Saison war auch schon früh klar dass wir eine Neue Verkleidung benötigen, daher haben wir dann Kontakt mit Harald Endeveld (HP Sidecar Parts) auf genommen und von Ihm wie versprochen zeitnah die neue bekommen. Die kleine Herausforderung für Harald war, das er die Standard Verkleidung verlängern musste, denn wir fahren ein verlängertes Chassis.

Das absolute Highlight ist aber unser neues Cockpit / Display – bisher hatten wir das normale R6 Cockpit und ein 2D MiniDash für die Rundenzeiten – dies zusammen wird nun ersetzt durch das große 2D Display – damit sollen den Jungs (Mechaniker) sowie auch mir als Fahrer mehr Informationen und vor Allem gezieltere Informationen zur Verfügung gestellt werden. … da bin ich gespannt drauf … allerdings warten wir gerade noch auf Material, sodass das erste Training nächste Woche noch mit der alten Ausstattung gefahren wird.

Etwas weniger Technik zum Schluss … 🙂 … wir werden von Xlite – Nolangroup Deutschland GmbH auch in der neuen Saison unterstütz, vielen Dank und für die neue Saison haben wir uns für die nationalen Landesfarben entschieden.

Zusätzlich hat sich Ondrej die wintex Kombi anpassen lassen und mit seinem Spitznamen signiert.

Wir hoffen das diese technischen Änderungen unseren Drang nach vorne unterstützen, in diesem Sinne tuen Ondrej und ich sehr viel für die körperliche Fitness.

Gespannt schauen wir nun nach vorne, nächste Woche zwei Tage Training in Oschersleben und wenn die Termine bestehen bleiben dann starten wir Anfang Juli bei der Trophy am Nürburgring und in Most.

Fast vergessen – vielen Dank an die Jungs für die tolle Arbeit und euren Einsatz.

Ich halte Euch weiterhin auf dem laufenden, euer Markus

Corona und kein Ende in Sicht … aber eins ist sicher – Gesundheit steht über Allem!

Erst einmal muss ich mich entschuldigen dass Ihr so lange nichts von uns / mir gehört bzw. gelesen habt, aber ich wollte hier auch nicht rum jammern und genügend Spekulationen über Corona gibt es im Netz auch … ich verspreche auch ohne dass die Saison gestartet ist werde ich wieder regelmäßiger informieren! 🙂

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Aber wie immer fange ich doch einfach mal von vorne an, … der letzte Bericht war von unserem Besuch auf dem Prüfstand mit dem vorzeitigen Ende durch den Motorschaden … den Fehler hatten wir sehr schnell identifiziert, uns war eine Einspritzdüse der oberen Einspritz Leiste rausgerutscht und dann wurde der erste Zylinder geflutet -> der Motor war vorher neu revidiert und musste nun nochmal revidiert werden. Das ist zwischenzeitlich auch schon wieder gemacht, sodass auch dieser wieder Einsatzbereit ist. 🙂

Das Bild zeigt einen Ausschnitt von der neuen Befestigung der Düsen, danke Jungs, damit sollte sichergestellt sein dass dies fix in Ihrer Position sind und nicht mehr raus rutschen.

Ca. 2 Wochen nach unserem Desaster waren wir dann wieder auf dem Prüfstand, danke an Sepp dass er sich die Zeit genommen hat und danke an Viviano für die elektronische Betreuung. -> diesmal ging alles gut und wir waren mit unseren Werten sehr zufrieden.

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Mit diesem Erfolg im Rücken liefen die Vorbereitungen für die Saison auf Hochtouren und das Trainingslager bei Carlo stand vor der Tür … dann kam Corona … Covid 19wirklich doof hat auch noch unsere Startnummer bekommen … und alles wurde anders … wir mussten das Trainingslager noch vor der offiziellen Absage canceln, denn Ondrej hatte schon signalisiert dass die Aus- und Einreise nach Tschechien nur mit 14-Tagen Quarantäne möglich wäre und dies konnte er weder seiner Familie noch seinem Arbeitgeber antun. -> ein paar Tage später wurde die komplette Veranstaltung dann abgesagt…

Als nächstes Highlight freuten wir uns dann auf die Teilnahme bei unseren Freunden vom Puschwitzer Dreieck, hier wollten wir dieses Jahr nicht nur Ausstellen (siehe die Bilder vom letzten Jahr) sondern auch teilnehmen … bis kurz davor hatten wir die Hoffnung dass diese Veranstaltung stattfinden wird, aber auch Sie musste abgesagt werden … sehr sehr schade, denn es wäre ein Heimspiel für das Team gewesen und der Organisator hatte natürlich auch schon mit dem Aufbau begonnen.

Aber das sollte erst der Anfang sein, nach und nach wurden die Veranstaltungen in der Trophy, IDM und der WM abgesagt, sodass es aktuell so aussieht als wird es vor Ende Juni kein Rennen geben! 😦 😦 😦

Aus den Spekulationen was, wann, wo möglich sein wird halten wir uns heraus … wir müssen einfach schauen wie sich die nächsten Wochen entwickeln, was die inländische Politik und auch die europäische Politik so veranstaltet!

Zum Glück gibt es auch ein Leben abseits vom Rennsport … wirklich? … der eine oder andere tut sich damit schwer …. trotzdem ist es sehr schade dass wir nicht zum Fahren kommen und unser Rennsportfreunde nicht treffen …

So verbringt der Eine die Zeit im Garten bzw. mit Renovierungsarbeiten am Haus, der andere kümmert sich um das Unterhaltungsprogramm für die Kinder (früh übt sich – hat sogar was mit Moped zu tun) und der nächste schraubt am Auto/Motorrad.

Das Gespann wird dabei aber nicht vergessen, wir nutzen die Zeit und optimieren an allen Stellen, wie zum Beispiel Schaltung, Verkleidung, Batterie, Elektrik, Display, Motorständer für den Ersatzmotor … dazu berichte ich dann einfach separat …

Jetzt, Anfang Mai, sieht es so aus das frühestens Ende Juni Anfang Mai die Saison beginnt … Hier der von der IG Gespannrennen veröffentlichte vorläufige neue Rennkalender:

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Schauen wir mal … ich halte Euch auf dem Laufenden, euer Markus.

Zu den finalen Vorbereitungen der Saison gehört auch ein Besuch auf dem Prüfstand – auch hier liegen Freud und Leid nicht weit auseinander …

Am letzten Freitag haben wir unseren Rennkollegen Sepp Sattler – Sattler Motorsport – in Triftern besucht und wir waren mit unserem Gespann auf seinem Prüfstand.

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Fritze und Uwe kamen von Königswartha runter und sind daher schon Donnerstags losgefahren und ich startete am Freitag Morgen so um 4.30 Uhr.

Mit dabei war unser Spezialist für die Elektronik, Viviano von Viva Moto aus Stuttgart-Stammheim, der sich intensiv mit unserem Steuergerät / ECU beschäftigt hat.

Die ersten Eindrücke waren sehr positiv und als Laie war ich doch sehr verwundert wie viele Informationen aus der ECU ausgelesen werden können … 🙂 … die Daten der letzten Saison waren komplett sichtbar – ohhhh, da bin ich als Fahrer wirklich gläsern, da gibt es keine Ausreden … hihi … gibt es bei mir sowieso nicht.

Warm fahren, dann die ersten Probeläufe zum Abgleich bzw. zur Anpassung der Werte, dann ein abruptes Ende … Benzin tropft, Motor geht aus, Anspannung und Angst im Raum -> zum Glück hat sich nichts entzündet.

Erste Diagnose, Probleme an der oberen Einspritzleiste, erster Zylinder geflutet und somit einen Motorschaden erlitten (Details wissen wir erst wenn der Motor zerlegt ist).

Dies hieß dann Abbruch und direkt mal planen wie schnell wir wieder hier zum Prüfstand zurück kommen können, denn ohne diese Voreinstellungen macht es keinen Sinn ins Trainingslager zu fahren.

Die Ungeplanten zusätzlichen Kosten erfreuen uns nicht – daher sind neue Sponsoren sehr willkommen. ….. Sponsoren gesucht ….

Ich halte Euch auf dem Laufenden, euer Markus

Termine Saison 2020 – das ist unser Plan

Die Arbeiten am Gespann gehen gut voran und der Terminkalender für die kommende Saison steht – ist allerdings davon abhängig dass wir auch genügend Unterstützung zusammen bekommen.

Termine 2020

Permanent Starter in der IDM und Gaststarts in der Trophy und WM

23. – 27. März 2020 Trainingslager Val de Vienne (F)
10. – 12. April 2020 Int. Sidecar Trophy Brünn (CZ)
25. – 26. April 2020 Puschwitzer Dreieck Puschwitz (D)
16. – 17. Mai 2020 2. WM Lauf Lausitzring (D)
21. – 24. Mai 2020 IDM 1. Lauf Red Bull Ring (A)
03. – 05. Juli 2020 IDM 2. Lauf Most (CZ)
24. – 26. Juli 2020 IDM 3. Lauf Schleiz (D)
14. – 16. August 2020 IDM 4. Lauf Assen (NL)
11. – 13. September 2020 IDM 5. Lauf Lausitzring (D)
25. – 27. September 2020 IDM 6. Lauf Hockenheim (D)
03. – 04. Oktober 2020 IDM – Sidecar Festival Oschersleben (D)

Weitere Sponsoren sind sehr willkommen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, viele Grüße, euer Markus

Dem Motor mehr Luft geben, dem Fahrer eine bessere Sitzposition und das mit einer neuen Airbox und einer neuen Verkleidung.

Meine Wünsche nach Veränderung haben leider ein wenig mehr Arbeit verursacht als anfänglich gedacht.

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Mit der neuen Airbox, die ein wesentlich größeres Volumen hat, als die bisherige, soll dem Motor mehr Luft zugeführt werden und natürlich ist damit die Hoffnung verbunden dass ….

Gegen Ende der Saison war auch sehr schnell klar dass wir für die Saison 2020 eine neue Verkleidung beschaffen werden, dies wurde dank Harald Endefeld, HP Sidecar Parts, auch sehr schnell in die Tat umgesetzt.

Die neue Verkleidung muss immer an das Gespann angepasst werden, in unserem Fall noch besonderst da das Chassis ca. 5 cm länger ist als normal. Auf den Bildern seht Ihr wie die Halter angebaut werden und die Sitzschale reingeklebt wird.

Aber leider passen die neue Verkleidung und die neue Airbox nicht ideal zusammen und sorgen, für die oben angesprochene Mehrarbeit. … aber wo ein Wille ist da gibt es auch einen Weg 🙂

Also schafften wir erst einmal Platz für die neue Airbox …

Dann folgte die Sitz Probe und der erste Eindruck fühlt sich sehr gut an … allerdings so richtig werden wir dies erst feststellen beim Fahren … mal sehen wann dies das erste mal sein wird.

Irgendwie müssen die Öffnungen die man geschaffen hat auch wieder geschlossen werden und bei diesen Arbeiten muss man sehr kreativ sein – deshalb sieht es auf den Bildern auch sehr wild aus.

Aber wichtig ist das Ergebnis und das sieht nach einem erfolgreichen Wochenende doch sehr gut aus. 🙂

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Das ist die von uns laminierte Haube, diese wird die neue Airbox schön abdecken und zusammen mit der Verkleidung ein gutes Bild abgeben.

Mal wieder einen großen Dank an die Jungs, Lars, Fritze und Uwe.

Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das Neue Jahr.

Ich halte Euch wie immer auf dem Laufenden, Euer Markus

Einfach mal Danke sagen für die Unterstützung in der Saison 2019

Es wird Zeit Danke zu sagen, an die Partner, Helfer, Freunde, kleine u. große Sponsoren – ohne Euch Alle wäre dies nicht möglich gewesen – VIELEN DANK

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Und als kleines Dankeschön gibt es diesmal ein paar Bilder von Marta Kopecka (Frau von Ondrej) die einfach mal das drumherum zeigen … 🙂

Besuch ist immer willkommen, wir erklären sehr gerne unseren Sport und geben auch gerne Autogramme … und nach dem Fahren wird auch mal ein Bier getrunken.

Die Kinder von Marta und Ondrej sind immer dabei, Sie sind eine Bereicherung für unser Team – vielleicht ist das die nächste Sidecar Generation.

Die Bilder sprechen doch einfach für sich …

Auch wenn es einige Momente gab wo wir uns sehr geärgert haben oder auch verärgert waren, so gab es doch auch viele Gründe für Spaß und Freude.

Marta überrascht uns immer wieder mit neuen Motiven / Perspektiven … 🙂

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Danke, Danke, Danke …

… die Vorbereitungen für die Neue Saison laufen schon, somit kann ich Euch versprechen dass der nächste Bericht wieder ein wenig technischer wird.

Viele liebe Grüße, ich halte Euch weiter auf dem Laufenden, euer Markus

 

IDM-Finale Hockenheim-Heimrennen -> Freud und Leid lagen sehr nah beieinander …

Freude – gutes Training, gute Stimmung, Zusage von Ondrej für die Saison 2020

Leid – erstes Rennen nicht über eine Runde hinaus gekommen, zweites Rennen vom Start an gemerkt dass der Motor nicht die volle Leistung hat, leider in der Gesamtwertung von P6 auf P8 abgerutscht …

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Am besten fange ich einfach mal ganz von vorne an … die Anreise am Donnerstag war für mich ein Katzensprung, denn ich komme aus der Nähe von Stuttgart und daher ist Hockenheim mein Heimrennen mit einer Anreise von ca. 110 km … Fritz, Lars und Uwe kamen im Lauf des Abends und Ondrej mit Martha, Petr, Marek und den Kindern kamen in der Nacht.

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Freitags am frühen Nachmittag dann das erste freie Training, die Strecke war noch feucht, Ondrej war zum ersten Mal in Hockenheim, deshalb sind wir mit Regenreifen rausgefahren und es ging uns hauptsächlich darum die Strecke kennen zu lernen und ein gutes Gefühl zu bekommen – dies gelang und am frühzeitigen Ende, durch einen Abbruch, fanden wir uns auf P11 von 24 Gespannen wieder.

Am frühen Abend um 18.30 Uhr dann das Q1, es waren immer noch nasse Verhältnisse und deshalb sind wir wieder mit Regenreifen ins Training gegangen. Dies war auch die richtige Entscheidung und uns gelang direkt ein paar schnelle Runden. In den ersten Minuten des Trainings lagen wir sogar unter den Top 5, dies war aber nur ein kurzer Moment bis die anderen Teams in Fahrt kamen.

Im Verlauf des Trainings hatten dann mehrere Gespanne auf Regenreifen umgerüstet und verbesserten dann auch Ihre Zeiten. Überraschenderweise waren wir am Ende des ersten Zeittrainings immer noch auf der 10. Position, damit waren wir sehr zufrieden.

Außer den normalen Service Arbeiten musste nichts gemacht werden, daher freuten wir uns auf den Samstag mit dem Q2 um die Mittagszeit und dem ersten Rennen am Abend.

Das Wetter hatte sich gebessert und so startete das Q2 bei komplett trockenen Verhältnissen, somit wurden die Karten komplett neu gemischt. Wir fuhren ein paar schnelle Runden und bogen dann in die Box zum Besprechen ab. Das Zusammenspiel zwischen Ondrej und mir klappte sehr gut, aber wir stellten fest das im trockenen Zustand die Piste doch wesentlich anstrengender ist. 🙂

Beim kurzen Blick auf den Zeiten Monitor stellten wir fest dass wir mittlerweile auf P21 zurückgefallen waren, aber dass schon eine kleine zeitliche Verbesserung uns ausreichen würde um 2 oder 3 Plätze weiter vorne zu stehen (in der Startaufstellung).

Also nochmal Helm auf und raus, der Plan war eine Einroll Runde und dann eine Runde alles geben – gesagt, getan … wir fuhren knapp 1 Sekunde schneller, wussten aber zu dem Zeitpunkt noch nicht ob du Konkurrenz sich auch nochmal verbessert hat.

Zurück in der Boxengasse bekamen wir die Bestätigung, die schnellere Zeit reichte um uns auf P19 zu verbessern, damit waren wir sehr zufrieden – denn hier in Hockenheim waren noch mehr WM Fahrer und starke Gast Starter angetreten.

Um 18 Uhr am Samstag Abend dann das erste Rennen, die Vorfreude war groß und mit dem Wissen dass ein paar Bekannte und Arbeitskollegen auf der Tribüne saßen wollten wir alles geben und um jede Position kämpfen.

Beim Start selber kamen wir schon schlecht von unserer Startposition weg, da dachte ich noch das es einfach nur ein schlechter Start ist, aber bei den darauffolgenden Metern stellte ich fest dass sich die Kupplung verabschiedet hatte und wir die Leistung nicht auf die Straße bekamen. Wir fuhren einmal über Start und Ziel und quälten uns eine weitere Runde, aber dann war klar dass wir so nicht fertig fahren können. 😦

Leider ein vorzeitiges Ende und keine Punkte.

Wir tauschten die Kupplung und bereiteten das Gespann dann für das zweite Rennen am Sonntag vor. Da es am Sonntag Morgen für uns Gespann-Teams leider kein Warmup gibt konnten wir nur ein paar Runden im Fahrerlager drehen um zu testen ob die Kupplung ihren Dienst tut.

Dann hieß es warten, denn das Rennen fand erst am späten Sonntag Nachmittag gegen 17.30 Uhr statt.

Voll motiviert fuhren wir in die Startaufstellung … aber schon in der Besichtigungsrunde fühlte sich das Moped nicht gut an … der Start war schon wieder komisch, wir kamen nicht gut von unserer Position weg und alle Gespanne, die hinter uns gestartet sind, zogen an uns vorbei. Irgendwie stand uns nicht die volle Leistung zur Verfügung, aber nicht immer, sondern nur in gewissen Drehzahlbereichen! … puhh, die Enttäuschung war groß, dass war ein Kampf mit sehr stumpfen Waffen … kurz überlegte ob wir das Rennen vorzeitig beenden, aber da es sich nicht so anfühlte als würde gerade was kaputt gehen fuhren wir weiter, dem Feld hinterher, um wenigstens ein paar Punkte mit zu nehmen.

Die spätere Analyse lies uns vermuten dass beim Warmlaufen die Lambdasonde kaputt gegangen ist und diese dann ständig falsche Werte an das Steuergerät lieferte und somit der Motor nicht optimal lief (wurde in der Analyse zu Hause betätigt).

Sehr sehr schade für uns, denn gerade in meinem Heimrennen wollte ich nochmal bestätigen dass wir als Newcomer die IDM bereichern – im Training haben wir es auch gezeigt 🙂 … keine Punkte im ersten Rennen -> hierdurch verloren wir leider in der 600er Gesamtwertung auch 2 Plätze und rutschten von P6 auf P8 zurück – wie gesagt Freud und Leid lagen in Hockenheim leider nahe beieinander  …

Vielen Dank für die tollen Bilder an Martha … vielen Dank an das komplette Mechaniker Team Uwe, Fritze und Lars … vielen Dank an Ondrej, Martha, Petr und Marek … vielen Dank an unsere Sponsoren, Gönner und Freunde und danke für die Unterstützung und das mitfiebern und mitleiden …

Unser Blick geht nach vorne, nach der Saison ist vor der Saison, … die Technik funktioniert weitgehend und muss nur noch ein wenig optimiert werden … hier werden wir die Airbox ändern und eine neue Verkleidung ist bestellt, alles weitere werden wir sehen … wie schon oben geschrieben hat Ondrej und sein Team für 2020 zugesagt, dass freut mich sehr, weil es menschlich und auf der Strecke sehr gut passt …

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Wir werden 2020 wieder in der IDM an den Start gehen, wollen dort weiter vorne mitspielen und dann wirklich mal den einen oder anderen Gaststart in der WM machen.

### Hierzu suchen wir noch Sponsoren ###

Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden, euer Markus

Nicht zufrieden in Assen …zum ersten mal auf dieser Rennstrecke, wechselhafte Verhältnisse und technische Probleme

Die Überschrift sagt schon alles, da fällt es mir auch nicht so leicht darüber zu berichten! 😦

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Nach dem Auffahrunfall beim letzten Lauf in Most hatten die Jungs doch etwas mehr Arbeit mit der Verkleidung, denn außer der Nase mussten auch mehrere Risse geklebt und verstärkt werden.

Der zeitliche Ablauf innerhalb der IDM ist immer ähnlich, so fängt es für uns meistens am Freitag um die Mittagszeit mit einem freien Training an, so auch hier in Assen. Als Fahrer bin ich zum ersten mal in Assen und mit Sophie Sattelberger habe ich auch meinen vierten Beifahrer bzw. Beifahrerin im Boot (Danke Sophie für deine Unterstützung und den guten Job), d.h. erst einmal die Strecke kennen lernen und sich aneinander gewöhnen.

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Unter diesen Umständen waren wir doch sehr überrascht dass wir am Ende des Trainings uns in der Zeiten Liste auf Position 13 wiedergefunden haben.

Die Strecke gefällt mir gut, ist schnell und den Verlauf der Strecke konnte ich mir sehr gut merken … das Zusammenspiel mit Sophie hat auch sehr schnell gut geklappt … vor knapp 5 Jahren waren wir zum ersten mal miteinander unterwegs, damals auf dem ersten F1 600 Projekt 🙂

Am späten Nachmittag dann das Q1, die Strecke war trocken und bot so die besten Verhältnisse für schnelle Runden.

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Wir fühlten uns ganz wohl und verbesserten unsere Rundenzeit um 2 Sekunden gegenüber dem freien Training. Aber unsere Konkurrenten verbesserten sich auch und so rutschten wir in der Zeiten Liste auf P16 zurück.

In der Nacht von Freitag auf Samstag verschlechterte sich das Wetter und es begann zu Regnen, dies hielt auch den Samstag an. Zum Q2 hatte es leicht abgetrocknet, d.h. die Verhältnisse waren so wie ich Sie gar nicht mag, ein bisschen nass und ein bisschen trocken. 😦

Ich entschied mich für die Regenreifen, denn damit bin ich flotter unterwegs als mit Slicks auf nasser Piste. Allerdings als wir das Gespann zum Beginn des Trainings starten ging es sofort wieder aus und sprang nicht mehr an …. puhhh dass braucht kein Mensch so kurz vor dem Qualifying …

Fritze und ich haben dann mal auf die Schnelle die Elektrik zerpflückt, alles durchgeschaut, aber keinen offensichtlichen Fehler gefunden … plötzlich sprang das Gespann wieder an und wir konnten leicht verspätet ins Q2 starten … allerdings trocknete die Strecke so schnell ab dass es keinen Sinn machte mehr als 3-4 Runden mit den Regenreifen draußen zu bleiben.

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Beim Einfahren ins Fahrerlager schlug dann der Fehlerteufel wieder zu und dass Gespann ging wieder aus … zum Glück nicht auf der Rennstrecke … „wer sein Moped liebt der schiebt“ … arme Sophie …

Leider war somit keine Verbesserung unserer Rundenzeit möglich und wir mussten uns mit dem 16. Startplatz zufrieden geben.

Nach längerer Suche fanden wir dann auch den Fehler, eine Steckverbindung am Anlasser Relais war schon leicht verschmort und hatte mal Kontakt und mal keinen.

Das Wetter verbesserte sich leider nur für kurze Zeit, sodass den ganzen Tag über die Verhältnisse auf Strecke nicht einfach waren. Als dann noch ein Motorrad fast die komplette Strecke mit Öl verunreinigte gab es erst einmal einen Abbruch von über einer Stunde …. der Zeitplan kam ins Wanken und der Start der Gespanne war unklar.

Dann plötzlich die Info dass es in 20 Minuten los geht, also ab in die Lederkombis und auf zum Rennen. Die Verhältnisse waren weiterhin wechselhaft, zusätzlich wussten wir nicht wie es mit dem Öl auf der Strecke aussah – dies verursachte bei mir auch passend zum Wetter „gemischte Gefühle“.

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In solch einer Situation ist für mich klar dass die Sicherheit vor geht und daher signalisierte ich dem Team dass wir einfach nur versuchen heil das Rennen zu Ende zu fahren … denn noch fehlt mir dass perfekte Fahrgefühl für solche Verhältnisse.

Natürlich ist es möglich bei diesen Bedingungen schnell zu fahren, dass zeigten viele unserer Rennkollegen, aber mir fehlt noch die Erfahrung, schließlich bin ich dieses Jahr erst in die IDM eingestiegen …

Somit fuhren wir sehr verhalten los, versuchten keine Fehler zu machen und beendeten das Rennen ohne das Gespann und uns kaputt zu machen.

Ich freue mich auf das nächste Rennen in Assen bei hoffentlich trockenen Verhältnissen.

Danke für die tollen Bilder an Henk Mannes, an Biele-Pixxx und an Richard Nijhof.

Nächste Station ist jetzt dieses Wochenende, Heimrennen in Hockenheim, ich hoffe auf trockene Verhältnisse und wichtige positive Entscheidungen für die Saison 2020.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, Euer Markus